Probenahme von Asbest

Was ist Asbest?

Asbest sind natürlich vorkommende, faserartige und silikatische Minerale, die einen Faserdurchmesser im Bereich von 0,1µm bis 2µm aufweisen. Aufgrund der chemischen Eigenschaften, wie etwa schwere Entflammbarkeit und gute Wärmedämmung wurden sie lange Zeit bautechnisch eingesetzt. Die große Gefahr, die von Asbest ausgeht, liegt in der Freisetzung der Fasern. Die freigesetzten Asbestfasern gelangen über die Luft in die Lunge und können dort zu Reizungen führen. Langfristige Belastung kann zur Asbestose („Asbestlunge“) führen.

Wo ist Asbest zu finden?

Eine allgemein gültige Aussage ist schwer zu treffen, jedoch gibt es einige Anhaltspunkte, die auf eine Asbestbelastung hinweisen. Ein Hinweis kann das Baujahr liefern. Im Jahr 1993 wurde Asbest als Baumaterial verboten. Häuser aus den Jahren 1960-1980, bei denen keine umfassende Sanierung stattfand, weisen sehr häufig eine Asbestbelastung auf. Wegen seiner guten Wärmespeicherung wurde Asbest oft als Dämmmaterial benutzt. Jedoch waren die Einsatzmöglichkeiten vielfältig, weswegen auch Asbestzement, asbesthaltiger Fugenkitt, Bodenbeläge oder Bodenkleber (z.B. bei Floorflexplatten) eingesetzt wurden. Ein erster Verdacht entsteht beispielsweise durch die Farbe eines Bauteils, bei oben genanntem Kleber ist es schwarz.

Was tun bei Verdacht?

Liegt ein Asbestverdacht vor, so sollte umgehend eine Messung und Analyse der verdächtigen Stellen erfolgen. Dies kann durch unsere Messtechniker erfolgen. Hierzu beraten wir Sie gerne. Sollten Sie die Probenahme von mutmaßlich asbesthaltigen Materialien selbst vornehmen wollen, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten.

Probenahme (Feststoffprobe)

Im Vordergrund bei der Probenahme von vermutlich asbesthaltigem Material steht immer der Eigenschutz. Deshalb ist es notwendig, eine Feinstaubmaske (FFP2) und wenn nötig weitere Schutzausrüstung zu tragen.Generell gilt es, die Freisetzung von Staub und damit auch Fasern zu verhindern. Eine (weitere) Beschädigung der betreffenen Stellen und deren Umgebung sollte vermieden werden.
Die Probenahmestelle muss gut befeuchtet werden. Sofern es möglich ist, sollte die Probe mit einem Messer ausgeschnitten werden. Die Größe der Probe sollte eine Kantenlänge von 2-4cm aufweisen. Sobald die Probe entnommen ist, sollte die Stelle erneut befeuchtet werden und anschließend abgedichtet werden (z.B. mit Klebstoff, Spachtelmassen und/oder Gewebeklebeband). Die entnommene Probe muss staubdicht in einen kleinen Kunststoffbeutel verpackt werden. Nun wird diese verpackte Probe in einen größeren Kunststoffbeutel gegeben und sorgfältig beschriftet: Ort der Probenahme, Datum und Zusatzinformationen. Nach erfolgter Probenahme sind Hände, Messer und alle benutzten Geräte gründlich zu reinigen. Den Kunststoffbeutel mit der Probe und allen benötigten Unterlagen gut verpackt an die GSA Gesellschaft für Schadstoffanalytik senden. Unsere Analytiker führen die Analyse durch und besprechen mit Ihnen die Ergebnisse.

Analytik GSA Ratingen

Grundsätzlich ist es immer ratsam, die Probenahme und die Analyse von Experten durchführen zu lassen. Unsere Messtechniker beraten Sie gerne in allen Fragen zur Probenahme und anschließender Messung und Auswertung. Kontaktieren Sie uns jederzeit, damit ein individuelles Messkonzept entwickelt werden kann. Als akkreditiertes Prüflabor ist die GSA Gesellschaft für Schadstoffanalytik ein kompetenter Partner an Ihrer Seite.

Quellen:
[1]: https://www.gsa-ratingen.de/
[2]: https://blog.rathscheck.de/asbest-messen-wie-funktioniert-das
[3]: https://blog.gsa-messgeraete.de/asbest/

Schadstoffe in Kindergärten

In einem Kindergarten sollte eine Schadstoffbelastung möglichst ausgeschlossen werden. Zu den Schadstoffen zählt man all jene Stoffe, die eine schädigende Wirkung auf Gesundheit und Umwelt haben. Die Schwere der Auswirkung ist abhängig von der Art, Konzentration und Expositionsdauer des Stoffes.

Bauliche Maßnahmen

Handelt es sich aber beispielsweise um ein altes Gebäude (Baujahr liefert Hinweise), so kann eine Belastung auftreten. Bei Kindern wirkt sich eine Exposition schwerwiegender aus als bei Erwachsenen, da sie unter anderem eine höhere Atemfrequenz (somit höhere Aufnahme der Belastung) und zumeist ein schwächeres Immunsystem (da es noch im Aufbau ist) haben. Umso wichtiger ist es, eine Belastung frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Das Umweltbundesamt hat einen Leitfaden erstellt, wie Kinder gesund und sicher aufwachsen können. Dort werden neben Ernährung und Wohnsicherheit auch die Belastung durch Schadstoffe thematisiert. So gilt es bereits bei der Wahl der Materialien und Farben darauf zu achten, dass sie möglichst wenig ausgasen. Nach erfolgter Renovierung sollte gründlich gelüftet werden, bevor die Kinder sich längere Zeit in den Räumen aufhalten. Dies lässt sich auch auf Kindergärten übertragen. Des Weiteren hat die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz erstellt. Dort sind Unfallverhütungsvorschriften zusammengetragen, die in einer Kindertagesstätte Anwendung finden, wie etwa die Sicherstellung einer regelmäßigen Lüftung der Räume.

Schutz der Mitarbeiter

Nicht nur die Kinder müssen in Kindergärten geschützt werden, sondern auch die dort arbeitenden Erzieher und Erzieherinnen. Es gilt die Sicherheit am Arbeitsplatz sicherzustellen, wozu auch der Schutz vor Schadstoffen zählt. Dazu gehören Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit potentiellen Gefahrstoffen (bspw. starke Reinigungsmittel) sowie Maßnahmen zur Unfallvermeidung wie z.B. Stolperfallen.

Sand als Gefahr in der Kita? Staubfreisetzung

Sandkästen sind aus Kindergärten kaum wegzudenken und wichtig für die spielerische motorische Förderung. Bei der Wahl des Sandes stehen verschiedene Kriterien im Fokus:

  • Formstabilität (Korngröße)
  • ohne Verschmutzungen
  • keine scharfkantigen Steine oder Kies enthalten (fein/rundkörnig)
  • staubarm/frei
  • lehmfrei
  • leicht aus der Kleidung zu entfernen
  • schnelle Entwässerung nach Regen

Diese Punkte haben das Spielerlebnis der Kinder im Vordergrund, jedoch muss auch beachtet werden, dass der Sand während des Spielens kaum bis gar keinen Staub freisetzt. Staub ist definiert als feine, in der Luft verteilte Feststoffpartikel. Solche Partikel können über die Atemwege in die Lunge gelangen und dort gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Es gilt eine solche Belastung zu reduzieren, bzw. idealerweise zu verhindern. Das kann etwa durch die Wahl der Korngröße beeinflusst werden. Liegt diese zwischen 0,06mm und 2,0mm, so weist der Sand die größte Adhäsionskraft auf und ist sehr formstabil und staubarm.
Die Freisetzung von Staub ist im Sinne des Arbeitnehmerschutzes von Bedeutung. Als Staub werden kleinste Feststoffteilchen beschrieben, die fein verteilt in der Umgebungsluft vorliegen. Durch das Spielen der Kinder im Sand kann Feinstaub aufgewirbelt werden. Da keine industrieüblichen Schutzmaßnahmen (Atemmaske, Absauganlage) ergriffen werden können, sollte großer Wert auf die Auswahl des Spielsandes gelegt werden.

Asbest in der Kita: Erläuterung

Asbest beschreibt natürlich vorkommende faserartige Minerale, die einen Durchmesser von weniger als 2µm und kleiner aufweisen. Die Asbestfasern zeichnen sich durch eine hohe thermische und chemische Beständigkeit, was für vielfältige Einsatzmöglichkeiten genutzt wurde. Im Laufe der Zeit erkannte man die schädigende Wirkung der Asbestfasern auf die Lunge und so wurde die Nutzung 1993 verboten. Die Gefahr liegt in der Aufnahme über die Atemwege. So kann es zu Schädigungen der Lunge und oberen Atemwege kommen (Asbestose; „Staublunge“). Zu finden ist Asbest in Gebäuden primär aus den Jahren zwischen 1960 und 1980, die weitestgehend unsaniert sind. Eine Asbestbelastung kann auch in öffentlichen Gebäuden auftreten. Aufgrund des hohen Gefährdungspotentials von Asbest, sollte bei Verdacht sofort eine Fachexpertise erfolgen. Am häufigsten befinden sich Asbestfasern beispielsweise in Dämmmaterialien, Fensterbänken oder gegossenen Blumenkübeln. Hier ist das Baujahr ein Indiz für eine Belastung.

Schimmel in der Kita: Erläuterung

Unter dem Begriff Schimmel sind umgangssprachlich verschiedene Schimmelpilzarten zusammengefasst. Diese produzieren flugfähige Sporen, die beim Einatmen allergische Reaktionen auslösen können. Des Weiteren können Schimmelpilzsporen ernsthafte Schäden in der Bausubstanz von Gebäuden verursachen. Schimmelbefall kann entstehen, wenn über einen längeren Zeitraum eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur zwischen 15-25° Celcius vorliegen. Luftfeuchtigkeit entsteht durch beispielsweise durch Atmen oder Kochen. Zusätzlich können bautechnische Mängel das Problem verstärken. Schimmelpilze bilden während des Wachstums Pilzsporen aus, die in die Umgebungsluft abgegeben werden. So können sie in die Atemwege eindringen und dort Krankheitssymptome auslösen. Dazu zählen etwa Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen oder Asthma. Aber auch Hautreaktionen und Bindehautentzündungen können durch Schimmelpilze hervorgerufen werden. Gerade Kinder haben ein hohes Gefährdungspotential aufgrund des schwächeren Immunsystems. Um einem Befall vorzubeugen, ist ein regelmäßiger Luftaustausch nötig. Durch sogenanntes Stoßlüften kann dies erreicht werden. Dabei gilt die Faustregel „drei mal fünf“. Dreimal am Tag werden die Fenster für mindestens fünf Minuten geöffnet, sodass die angestaute Luftfeuchtigkeit entweichen kann. Diese Faustregel ist den tatsächlichen Bedingungen anzupassen.

Was tun bei Verdacht?

Besteht der Verdacht einer Schadstoffbelastung im Kindergarten, weil eine Geruchsbelastung wahrgenommen wird, vermehrt Symptome einer Schadstoffexposition auftreten oder andere Zeichen darauf hinweisen (wie z.B. Schimmel an den Wänden) so sollte eine Messung in Betracht gezogen werden. In diesem Falle ist die GSA Messgerätebau der richtige Ansprechpartner, da wir mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Messung und Beurteilung von Schadstoffen in Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen haben.

Unsere Messtechniker besprechen mit Ihnen die vorliegende Belastung und erstellen ein individuelles Messkonzept.
Wurden Schadstoffe festgestellt, so ist schnelles Handeln erforderlich. Je nach Art des gemessenen Schadstoffes müssen unterschiedliche Maßnahmen getroffen werden. Eine pauschale Handlungsempfehlung ist allerdings schwierig, da dem Befall entsprechende individuelle Handlungskonzepte erstellt werden müssen.
Die „Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen und Innenraumhygiene“ hat einen Leitfaden erstellt, in dem bestimmte Vorgangsweisen für Schadstoffbelastungen dargestellt sind. Zusätzlich hat diese Gesellschaft Hinweise für Personal und Elternvertreter bei Bekanntwerden einer möglichen Schadstoffbelastung erstellt.

Quellen:

[1]: Quelle Beitragsbild: © Oleg Beloborodov / 123RF.com
[2]: https://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/sr-s2.pdf
[3]: https://blog.rathscheck.de/meldepflicht-bei-asbest-sanierungsarbeiten-muessen-angezeigt-werden
[4]: http://www.katumwelt.de/icheck/dokumente/asbestrichtlinie-nrw.htm
[5]: https://www.juraforum.de/forum/t/informationspflicht-bei-asbestsanierung-im-kindergarten-waehrend-des-regelbetriebs.420829/
[6]:http://www.eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/PDF/Vorgangsweise_bei_Schadstoffproblemen_an_Schulen_und_Kitas.pdf
[7]: https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/BGW%20Grundlagen/BGW03-03-130_Kinderbetreuung_Download.pdf?__blob=publicationFile
[8]: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/umwelt_und_kindergesundheit.pdf
[9]: https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressearchiv/2017/quartal_3/details_03_148224.jsp
[10]: http://www.sichere-kita.de/_docs/pdf/Merkblatt%20Spielplatz-%20und%20Spielsandhygiene.pdf
[11]: http://www.eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/PDF/Hinweise_fuer_Eltern-_und_Personalvertreter.pdf
[12]: https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/minister-remmel-schadstoff-belastungen-bei-kindern-muessen-reduziert-werden
[13]: https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/BGW%20Grundlagen/BGW03-03-130_Kinderbetreuung_Download.pdf?__blob=publicationFile