GSA Asbestmessung an Fensterkitt

Asbestmessung vielfach notwendig – reichen Maßnahmen wie Versiegeln?

Asbestmessung bei Verdacht auf Asbestbelastung

Besteht der Verdacht einer Asbestbelastung, so ist eine Asbestmessung ratsam. Eine solche Fasermessung zu Asbest kann durch unser Messgerät SG12 erfolgen.

Diese Asbestmessung erfolgt nach der Richtlinie VDI 3492. Die dazu notwendige Probe kann durch unsere Messtechniker vor Ort entnommen werden. Gerne beraten wir Sie zu diesem Verfahren.

Wird die entsprechende Probe selbst entnommen, so sind einige wesentliche Punkte zu beachten. Als Erstes steht immer der persönliche Schutz, das heißt, Schutzkleidung und Atemmaske (FFP 2) sind unbedingt zu benutzen.


Die Probenahme von Asbest (Feststoffprobe) soll hier kurz zusammengefasst werden:

  • Eigenschutz!
  • Betroffene Stellen mit Wasser befeuchten (Staubreduzierung)
  • Probenstück 2-4cm Kantenlänge mit scharfem Messer ausschneiden
  • Stelle erneut befeuchten
  • anschließend abdichten (Klebstoff, Spachtelmasse, o.ä.)
  • Probe staubdicht in einen Plastikbeutel verpacken
  • diesen Beutel in einen weiteren Beutel luftdicht verpacken und genau beschriften
  • alle Materialien und Hände gründlich reinigen
  • verpackte Probe zur Asbestanalyse an die GSA Gesellschaft für Schadstoffanalytik senden

Warum ist eine Asbestmessung sinnvoll? Weshalb ist Asbest so gefährlich?

Begriff Asbest

Als Asbest bezeichnet man faserartige, natürlich vorkommende Materialien, deren Faserdurchmesser zwischen 0,1 und 2µm liegt.

Die chemischen Eigenschaften der Asbestfasern wurden lange Zeit genutzt. Aufgrund der thermischen und chemischen Beständigkeit wurde Asbest auch beim Hausbau vielfältig eingesetzt. Als man jedoch die Gesundheitsgefahren erkannte, wurde der Einsatz 1993 in Deutschland verboten. Durch das Verbot wurden zwar keine neuen Asbestfasern verwandt, jedoch finden sie sich als „Altlasten“ weiterhin in zahlreichen Gebäuden und sollten entfernt werden.

Warum ist Asbest gesundheitsgefährlich?

Die Gefahr, die von Asbest ausgeht liegt in der faserartigen Struktur. Diese Fasern können in die Atemwege gelangen, wo sie Reizungen und Entzündungen auslösen. Derartige Verletzungen des Lungengewebes führen zu einer (dauerhaften) Vernarbung und Beeinträchtigung der Atemfunktion. Unter dem Begriff Asbestose verbirgt sich die sogenannte „Asbestlunge“, welche als Berufskrankheit anerkannt ist und aus regelmäßiger Exposition durch Asbestfasern entstanden ist. Typische Symptome sind Hustenreiz, Schmerzen im Brustkorb, Abgeschlagenheit und ähnliches. Zur genaueren Diagnose ist eine Röntgenaufnahme der Lunge sinnvoll.

Wo findet sich Asbest?

Wegen seiner Hitzebeständigkeit und seiner guten Wärmedämmungseigenschaft kam es zu einem vielfältigen Einsatz von asbesthaltigen Materialien. So wurde er beispielsweise auch als Fliesenkleber, Dämmmaterial oder als Asbestzement verwendet.

Häufig finden sich auch Vinyl-Asbestplatten als Bodenbelag. Solange diese intakt sind, ist die Gefährdung gering. Treten aber Beschädigungen auf, so werden die Asbestfasern freigesetzt und gelangen in die Umgebungsluft.
Ein Indiz auf das Vorkommen von Asbest ist das Baujahr eines Hauses.

Typischerweise wurden in zwischen 1960 und 1980 vielfach asbesthaltiges Material verwendet. Sollen nun Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten erfolgen, so ist man schnell mit diesem Problem konfrontiert.

Sanierung bei Asbestbelastung

Um die Asbestbelastung zu minimieren gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei eine vollständige Entfernung die wohl aufwendigste und teuerste ist. Aus diesem Grunde versuchen viele, die betroffenen Stellen abzudichten, bzw. zu versiegeln, um einen Faseraustritt zu verhindern. Doch ist diese Methode sinnvoll?


Unbeschädigte Asbestplatten stellen keine extreme Gesundheitsbelastung dar, doch sind die Fasern so winzig, dass ein minimaler Riss zur Freisetzung führen kann. Lange Zeit war die Versiegelung der betroffenen Böden eine gängige Methode. Dabei wurden der gesamte asbesthaltige Bodenbelag oder die asbesthaltigen Kleberreste mit einer zusätzlichen Schicht flächendeckend abgedeckt. So sollte ein Austritt von Asbest verhindert werden.

Reicht die Versiegelung von Asbest in Gebäuden aus?

Mit einer Versiegelung des Asbests ist das Problem nicht behoben, sondern lediglich aufgeschoben. Zum Einen kann die Versiegelung mit der Zeit Beschädigungen aufweisen, wodurch erneut Asbest freigesetzt werden könnte. Die Asbestversiegelung durch die Gefahrstoffverordnung verboten. Bei einer Versiegelung bleibt das Gefährdungspotential durch Asbest weiterhin bestehen.

Auch könnte die Asbestbelastung in Vergessenheit geraten (durch Eigentümerwechsel o.ä.), sodass bei späteren Renovierungsarbeiten unwissend Asbest freigesetzt wird.
Eine Entfernung sollte immer durch eine qualifizierte Fachfirma erfolgen. Diese kann den Schutz der Mitarbeiter sicherstellen und die Gefährdung reduzieren. Da Asbestmaterial als Sondermüll unter besonderen Bedingungen entsorgt werden muss, ist von eigenständigen (laienhaften) Arbeiten abzuraten.

Quellen:
[1]: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/lungenkrebs/asbestose-und-mesotheliom.html
[2]: https://www.haufe.de/immobilien/wohnungswirtschaft/qualitaet-bau-planung-ausfuehrung-abnahme-schadstoff/ueberzogene-anforderungen-bei-entfernung-von-asbestprodukten_260_212556.html
[3]: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=23&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiw1aPT1MfmAhWLy6QKHUAeCdc4FBAWMAJ6BAgDEAI&url=https%3A%2F%2Fbroschueren.nordrheinwestfalendirekt.de%2Fherunterladen%2Fder%2Fdatei%2F190204-mags-merkblatt-asbest-im-haus-barrierefrei-pdf%2Fvon%2Fasbest-im-haus%2Fvom%2Fmags%2F3019&usg=AOvVaw1jA9FG_x1LCYGQFspmaGRn
[4]: https://www.crb-gmbh.com/de/newspost/asbesthaltige-klebstoffe-ueberdecken-gerichtsurteil?gclid=EAIaIQobChMIsb3-iNTH5gIVVOd3Ch2bkwGLEAAYAiAAEgK2xvD_BwE
[5]: https://blog.rathscheck.de/asbestplatten-versiegeln-wann-eine-versiegelung-sinnvoll-ist-und-wie-sie-ablaeuft

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