Staubbelastung am Arbeitsplatz messen mit SG10-2A Probenahmegerät

GSA Probenahmegerät SG10-2A: Staubbelastung am Arbeitsplatz messen

Für den Arbeitsschutz in Umgebungen mit Stäuben gelten strenge Grenzwerte für die zulässige Staubbelastung.

Das GSA Probenahmegerät SG10-2A ermöglicht die Messung von Stäuben und anderen Gefahrstoffen bis 10 l/min nach EN 481. Das Probenahmegerät SG10-2A  bietet kürzere Messzeiten mit einem Volumenstrom von 10 l/min.

Es ist speziell für Messungen von Gefahrstoffen mit hohen Volumenströmen entwickelt worden, die auch personengetragen durchgeführt werden können.

Damit ist es ideal, um die Staubbelastung am Arbeitsplatz zu messen. Mit den unterschiedlichen Probenahmeköpfen können sowohl einatembarer Staub, dazu zählt E-Staub bzw. Gesamtstaub sowie der noch feinere alveolare Staub, A-Staub bzw. Feinstaub, der noch tiefer in die Lunge eindringen und zu schweren gesundheitlichen Schäden führen kann, gemessen werden.

Als zuverlässiger Partner im Bereich Arbeitsschutz ist die GSA Messgerätebau der passende Ansprechpartner, wenn es um Probenahmen der Staubbelastung am Arbeitsplatz  geht. Da Staub nicht an Ländergrenzen stoppt, können wir auch internationale Messkonzepte für Sie entwickeln.

Im Folgenden bieten wir Ihnen einige tieferreichende Informationen zu Begrifflichkeiten wie Staub sowie Grenzwerte für die Staubbelastung.

Begriff Staub

Staub ist nicht nur zu Hause ein großes Thema, sondern auch am Arbeitsplatz.

Der Begriff Staub beschreibt fein verteilte Feststoffteilchen, die durch Verwirbelung in der Umgebungsluft vorhanden sind. Dabei unterscheidet man in zwei Kategorien in Abhängigkeit der Partikelgröße in A-Staub und in E-Staub.

A-Staub (auch: Feinstaub) weist eine Partikelgröße bis zu 10µm auf. Deshalb wird er als alveolengängiger Staub bezeichnet, was bedeutet, dass die Partikel über die Atemwege bis in die Alveolen (Lungenbläschen) vordringen können. Und genau hier liegt das Problem bei dieser Art des Staubes: er dringt sehr weit in die Lunge ein und kann dort schwere Reizungen auslösen. Derartige Reizungen des Lungengewebes können zur Vernarbung desselbigen führen und langfristige Schäden verursachen.

Unter dem Begriff E-Staub versteht man einatembarer Staub, das bedeutet, es handelt sich um die Partikel, die über Mund und Nase eingeatmet werden. Der veraltete Begriff Gesamtstaub erwies sich als zu ungenau. Die Größe der Staubteilchen liegt bei ca. 35µm.

Für beide Staubarten gilt die DIN EN 481, welche die Einteilung nach Partikelgröße definiert.

Allgemeiner Staubgrenzwert für Deutschland

Ist im Arbeitsalltag ein Kontakt mit Staub unumgänglich, gilt der Allgemeine Staubgrenzwert. Dieser regelt die maximale Konzentration des Staubes, der ein Arbeitnehmer ausgesetzt werden darf.

Dieser Wert liegt seit dem 14.02.2014 bei 1,25mg/m³ (statt 3mg/m³), bezogen auf eine mittlere Dichte von 2,5g/cm³. Der Staubgrenzwert gilt für eine Exposition am Arbeitsplatz während einer regulären 40-Stundenwoche (8 Stunden an 5 Tagen). Obwohl dieser Wert bereits seit 2014 gilt, ist die Verbindlichkeit erst seit dem 01.01.2019 gegeben und die bisherigen Ausnahmen greifen nicht mehr.

Um den Staubgrenzwert berechnen zu können, sind verschiedene Parameter (Druck, Temperatur und Volumen) nötig, siehe auch TRGS 900.
Jedoch ist der Grenzwert immer in Abhängigkeit des jeweiligen Stoffes zu betrachten, denn gelten für einen spezifischen Stoff andere Grenzwerte aufgrund eines höheren Gefährdungspotentials, so sind natürlich diese Werte einzuhalten. Details zu den jeweiligen Stoffen und Grenzwerten am Arbeitsplatz sind in der Gefährdungsbeurteilung zu finden.

Internationale Grenzwerte zur Staubbelastung

In Deutschland gilt es bei Staubbelastung am Arbeitsplatz diverse Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. Das beginnt mit der Gefährdungsbeurteilung, die festhält, welche Gefahrstoffe eingesetzt werden, welche Gefährdungen sich daraus ergeben und welche Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen sind. Grundlage dieser Beurteilung ist das Gefährdungspotentials des Stoffes, dem ein Arbeitnehmer ausgesetzt ist.
All diese Regelungen sollen den Arbeitnehmer schützen, doch wie sieht das in anderen Ländern aus? Welche Grenzwerte gelten im Vergleich zu 32 weiteren Ländern?

Um dieser Frage nachzugehen, werden die Grenzwerte von drei exemplarisch gewählten Stoffen miteinander verglichen. Diese Beispielstoffe sind:  Aluminiumoxid (Al2O3), Calciumcarbonat (CaCO3) und Titandioxid (TiO2). Bei diesen Staubgrenzwerten gilt auch ein Expositionszeitraum von acht Stunden pro Arbeitstag.

Eine Übersicht der verschiedenen Grenzwerte bietet die GESTIS-Stoffdatenbank, in der Gefahrstoffe aus 32 Ländern zusammengefasst sind. Anhand der chemischen Nomenklatur (in Englisch) sind die länderspezifischen Werte alphabetisch aufgelistet.

Die Grenzwerte der drei Stoffe Aluminiumoxid (Al2O3), Calciumcarbonat (CaCO3) und Titandioxid (TiO2) sind im folgenden Diagramm dargestellt:

Anmerkung: Für Calciumcarbonat lag kein dänischer Wert vor, deshalb ist dieses nicht abgebildet.

Innerhalb der EU sind die Grenzwerte unterschiedlicher Stoffe in den OEL (Occupational exposure limits) festgelegt.  Die Richtlinie (EU) 2019/ 983 unterscheidet in indikative OEL und verbindliche OEL und dient dem Schutz der Arbeitnehmer.

Bei indikativen OEL handelt es sich um festgesetzte Arbeitsplatz-Richtgrenzwerte, unterhalb derer eine gesundheitsschädliche Auswirkung bei kurzzeitiger oder täglicher Exposition unwahrscheinlich ist. Diese verbindlichen Grenzwerte sind von den Mitgliedsstaaten als Mindeststandards zu integrieren und einzuhalten.

Derzeit gibt es auf EU-Ebene etwa 123 IOELV.  Jedoch steht es den Mitgliedstaaten frei, diese Grenzwerte strenger zu definieren, d.h. einen niedrigeren Wert als Vorgabe zu nutzen. Zusätzlich gibt es noch die verbindlichen OEL, welcher bei Festsetzung auf EU-Ebene in den Mitgliedsstaaten als Arbeitsplatzgrenzwert umgesetzt  und eingehalten werden muss.

Quellen:
[1]: https://www.dguv.de/medien/ifa/de/pub/grl/pdf/1999_063.pdf
[2]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/900/900-allgemeiner-staubgrenzwert.pdf?__blob=publicationFile
[3]: https://www.dguv.de/ifa/fachinfos/arbeitsplatzgrenzwerte/auslaendische-und-eu-grenzwerte/index.jsp
[4]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-900.pdf?__blob=publicationFile&v=13
[5]: https://www.dguv.de/medien/ifa/de/pub/grl/pdf/2009_058.pdf
[6]: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32017L0164&from=DE
[7]: https://limitvalue.ifa.dguv.de/
[8]: http://hcis.safeworkaustralia.gov.au/ExposureStandards/Search?FormattedCasNo=&Name=&Source=&Notes=&fromDate=&toDate=&SearchBy=Name&SearchText=dust&Sort=Name&results=30&isAdvancedSearch=false
[9]: https://www.cdc.gov/niosh/docs/92-100/pdfs/92-100.pdf?id=10.26616/NIOSHPUB92100
[10]: https://www.retsinformation.dk/eli/lta/2018/655#idaa82951b-3de3-4579-abc3-6f1ac0800ba0
[11]: http://www.hse.gov.uk/pubns/priced/eh40.pdf
[12]: http://www.inrs.fr/media.html?refINRS=ED%20984
[13]: http://www.werk.belgie.be/detailA_Z.aspx?id=780#AutoAncher2.
[14]: https://echa.europa.eu/de/oel
[15]: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32019L0983&from=EN

[16] https://limitvalue.ifa.dguv.de/

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