Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Geschichte

Der 28.04. ist der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag 1984 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), wobei der Fokus auf der Prävention liegt. Es soll aufgezeigt werden, dass die meisten Arbeitsunfälle durchaus vermeidbar sind. Der Schutz der Arbeitnehmer wird an diesem Tag besonders betont, denn es lassen sich durch bessere Prävention nicht nur die Gesundheit schützen, sondern eben auch Kosten sparen. Jedes Jahr steht dieser Tag unter einem anderen Motto. So war es 2018 beispielsweise mit dem Welttag gegen Kinderarbeit (12.06.)  gekoppelt mit dem Ziel, die Gesundheit und Sicherheit junger Arbeitnehmer zu stärken und die Kinderarbeit zu verringern. Junge Arbeitnehmer (zwischen 15 und 24 Jahren) stellen weltweit gut 44% der Arbeitnehmerschaft dar. In Bezug auf die Arbeitssicherheit und die Prävention von Arbeitsunfällen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie etwa mangelnde Erfahrung, eingeschränkte Aufmerksamkeit für Arbeitsrisiken und ähnliches.

Aktuelles

In diesem Jahr steht der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz unter dem Leitsatz „Sichere und gesunde Zukunft der Arbeit“. Dabei wirft die ILO zunächst einen Blick zurück, um die positive Entwicklung des Arbeitsschutzes zu beleuchten und zu verdeutlichen, wie wichtig Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitssicherheit sind. Im Wandel des Arbeitsschutzes sind verschiedene Aspekte von Bedeutung, beispielsweise der demographische Wandel in der Arbeitswelt, die fortschreitende Digitalisierung und die Nachhaltigkeit. Diese Punkte sind Diskussionsgegenstand verschiedener Veranstaltungen, die im Rahmen des Aktionstages stattfinden.

Im englischsprachigen Raum scheint dieser Tag (momentan) etwas mehr Beachtung zu finden, als in Deutschland. Hier sind die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) und die Berufsgenossenschaften Ansprechpartner und führende Institutionen bei Thema Arbeitsschutz. Sie geben Empfehlungen zu Sicherheitsmaßnahmen und beraten die Arbeitsgeber. Auch hier ist der Schwerpunkt die Prävention von Arbeitsunfällen.

Wie kann die GSA helfen?

Auch für uns ist die Arbeitssicherheit ein wichtiger Punkt im Betriebsablauf. Zu dem gehört auch die Überprüfung der getroffenen Sicherheitsmaßnahmen. So lässt sich mit unseren Messgeräten sicherstellen, ob der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gegeben ist oder wo er sich optimieren lässt. Für eine individuelle Beratung kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Quellen:
[1]: Quelle Beitragsbild:© Olena Siedykh / 123RF.com
[2]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/6571/28-april-2018-welttag-fuer-sicherheit-und-gesundheit-am-arbeitsplatz.html
[3]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/7240/welttag-fuer-sicherheit-und-gesundheit-am-arbeitsplatz-2019.html
[4]: https://www.ilo.org/safework/events/safeday/lang–en/index.htm
[5]: https://www.ilo.org/berlin/presseinformationen/WCMS_626699/lang–de/index.htm

Änderung Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für A-Staub ab dem 01.01.2019

Definition Staub

Staub ist als Sammelbegriff definiert, der in der Luft verteilte Feststoffteilchen beschreibt. Man unterscheidet zwischen A-Staub (früher Feinstaub) und E-Staub (früher Gesamtstaub). Als Unterscheidungsmerkmal dient die Partikelgröße und die damit verbundene Reichweite in die Lunge. E-Staub, beziehungsweise einatembarer Staub weist eine Partikelgröße von ca. 35µm auf und kann durch Mund und Nase eingeatmet werden. Im Gegensatz dazu liegt der A-Staub, bzw. alveolengängiger Staub bei 10µm und dringt deshalb tiefer in die Lunge ein. Hier liegt das Problem: Staubpartikel können in der Lunge Reizungen und Entzündungen hervorrufen, in deren Folge es zu Vernarbung des Lungengewebes kommen kann. Diese führen dann zu Langzeitschäden, wie etwa zur sogenannten Staublunge (Pneumokoniose).
Weitere Informationen zum Thema Staub finden Sie hier.

Was ist der Arbeitsplatzgrenzwert?

Der Arbeitsplatzgrenzwert beschreibt die maximale zugelassene Belastung durch einen Stoff am Arbeitsplatz. Grundlage dabei ist ein regelmäßiger Kontakt in einer 40-stündigen Arbeitswoche (5 Tage zu je 8 Stunden). Der alte Begriff für diesen Wert ist „Maximale Arbeitsplatzkonzentration“, welcher 2005 ersetzt wurde. Um diesen Wert berechnen zu können, werden verschiedene Parameter benötigt. Dazu gehören Druck, Temperatur und Volumen. Der regulative Rahmen ist in der TRGS 900 zu finden. Eine aussagekräftige Messung muss immer unter Realbedingungen erfolgen. Zusätzliche Informationen zum Arbeitsplatzgrenzwert finden Sie in unserem Artikel „Was bedeutet AGW?“

Wo liegt der Wert?

Der aktuelle Grenzwert liegt für A-Staub bei 1,25mg/m³ (bei einer mittleren Dichte von 2,5g/cm³), für E-Staub bei 10mg/m³. Dieser Wert gilt zwar bereits seit 2014, jedoch gab es bisweilen zahlreiche Ausnahmen. Sie ermöglichten einen Grenzwert von 3mg/m³.

Änderung

Ab 01.01.2019 ist der Arbeitsplatzgrenzwert von 1,25mg/m³ verbindlich und unterliegt keinen Ausnahmeregeln mehr. Somit endet die Übergangsfrist zur Einhaltung des Grenzwertes. Diese Änderung bietet Anlass, die bestehenden Schutzmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren.

Gehandelt werden sollte nach dem STOP-Prinzip:

S : Substitution; kann der eingesetzte Stoff durch einen staubärmeren ersetzt werden?

T: Technische Maßnahmen; Absauganlage, Lüftung, oder Ähnliches (wenn Substitution nicht möglich)

O: Organisatorische Maßnahmen; (wenn erst genannte Maßnahmen nicht anwendbar oder ausreichend sind)

P: Persönliche Schutzausrüstung; sollte als letztes Mittel der Wahl angewendet werden

Messung durch die GSA

Im Zuge der Änderung des Grenzwertes ist eine erneute Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz notwendig und sinnvoll. Eine Staubmessung kann beispielsweise mit unserem Messgerät SG10-2 erfolgen. Der Vorteil hier liegt in der sowohl stationären wie auch mobilen, personengetragenen Messung. So lässt sich ein repräsentatives Abbild der Belastung während der Arbeitszeit ermitteln. Um die Staubbelastung in der Raumluft zu messen, empfiehlt sich die Verwendung des PM4-2, welches sich durch ein großes Probevolumen auszeichnet. Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an!

 

Quellen:
[1]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/6977/2019-neuer-arbeitsplatzgrenzwert-fuer-a-staub-gilt.html
[2]: https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/baustaub-ab-2019-strengere-arbeitsplatzgrenzwerte/150/22776/336247
[3]: https://www.hwk-cottbus.de/artikel/baustaub-ab-2019-strengere-arbeitsplatzgrenzwerte-7,0,4416.html
[4]: https://www.bau-auf-sicherheit.de/sicher-gesund/staub.html?src=asp-cu&typ=dl&cid=6977