Gefahrstoffmanagement

Definition

Unter Gefahrstoffmanagement versteht man den Umgang mit Gefahrstoffen (Chemikalien, Luftschadstoffe, usw.) im Arbeitsalltag. Eine sichere Handhabung mit solchen Stoffen ist die Basis des Arbeitsschutzes. Um diesen sicherzustellen, sind verschiedene Regelungen notwendig. Zu diesen Regelungen gehören unter anderem die GHS, REACH, CLP, die Gefahrstoffverordnung und die TRGS. Dies sind nur einige und es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Welche Regelungen im Einzelnen zutreffen, muss innerhalb des Betriebes entschieden werden.

Gefahrstoffe

Die erste Prämisse für den Arbeitsschutz ist die potentielle Gefährdung. Dazu müssen die eingesetzten Stoffe und deren Eigenschaften bekannt sein. Handelt es sich um Stoffe, die die Gesundheit schädigen können, so spricht man von Gefahrstoffen. Diese sind in der Gefahrstoffdatenbank hinterlegt und müssen dort innerhalb des Betriebes einsehbar sein. Die Mitarbeiter müssen über das Gefahrenpotential unterrichtet und in den Umgang eingewiesen werden. Dazu werden Betriebsanweisungen vom Arbeitgeber erstellt, in denen die Maßnahmen zum Arbeitsschutz geregelt sind. Eine regelmäßige Überprüfung zur Einhaltung ist ebenfalls Bestandteil des Arbeitsschutzes. Weitere Informationen finden Sie hier.

Verschiedene Regelungen

GHS

Unter GHS versteht man das „Global Harmonisierte System“ zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. Dieses sogenannte „Purple Book“ (wegen der Einbandfarbe) liegt seit 2003 auf UN-Ebene vor, mit dem Ziel, eine einheitliche Kennzeichnung zu erhalten. Bestandteil der GHS-Verordnung sind Piktogramme, die auf die Gefahren der Stoffe hinweisen. In der Abbildung sind einige Beispiele dieser Symbole zu finden. Basis ist die rotgeränderte Raute mit schwarzem Symbol auf weißem Grund.

Auswahl GHS-Piktogramme

REACH

Die REACH – Verordnung (EG) 1907/2006] ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe und trat 2007 in Kraft. Grundlage dieser Verordnung ist der Grundsatz, dass „Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen.“ So müssen diese sicherstellen, dass die Chemikalien, die von ihnen in den Verkehr gebracht werden, sicher verwendet werden können. Um dies zu gewährleisten, müssen die Hersteller ihren Produkten Datenblätter beilegen, die alle Informationen zu dem betroffenen Stoff enthalten, inklusive der Gefahrenhinweise.

CLP

Hierbei handelt es sich um die Rechtsgrundlage für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien in der EU. CLP steht für Classification, Labelling and Packaging (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung) und beruht auf dem GHS und ist seit dem 01.06.2015 in der EU in Kraft. Diese Verordnung ist für alle Mitgliedsstaaten rechtlich bindend und hat als Hauptziel, die Gefährdung durch chemische Stoffe zu kennzeichnen. Es gibt zwei grundsätzliche Kennzeichnungsmöglichkeiten; auf Basis des GHS und der Selbsteinstufung. Durch die Selbsteinstufung können alternative chemische Bezeichnungen beantragt werden, was im Rahmen des Eigentumsschutzes von großer Relevanz ist.

Anwendung bei der GSA

Natürlich unterliegt auch die GSA den oben genannten Bestimmungen. Auch wenn bei uns keine Chemikalien hergestellt werden, so werden doch einige von unseren Messtechnikern benötigt. Alle notwendigen Regelungen werden bei der Verwendung und Versand von unseren Mitarbeitern eingehalten und im Rahmen des Gefahrstoffmanagements regelmäßig überprüft.

Anmerkung:
Es finden noch weitere Regelungen und Gesetze Anwendung, auf die in diesem Artikel nicht näher eingegangen wurde. Einige davon finden Sie in unserem Artikel „Die 5 Stützen des Arbeitsschutzes

 

 

Quellen:
[1]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/sw/gefahrstoffmanagement.html
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reacheinfuehrung.htm#strap1
[3]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/reach-chemikalien-reach
[4]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/rechtliche-regelungen/eu-ghs-verordnung
[5]: https://www.vci.de/vci/downloads-vci/125813-ghs-broschuere-internet.pdf
[6]: https://www.dguv.de/ifa/fachinfos/ghs-verordnung/index.jsp
[7]: https://www.baua.de/DE/Themen/Anwendungssichere-Chemikalien-und-Produkte/Chemikalienrecht/CLP/CLP.html
[8]: https://echa.europa.eu/de/regulations/clp/understanding-clp
[9]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/einstufung-kennzeichnung-von-chemikalien/clp-verordnung#textpart-2

 

Was kann gemessen werden?

Symbolbild Messgeräte

Erste Schritte

Bevor die Entscheidung für ein Messgerät fallen kann, muss man wissen, welcher Stoff gemessen werden soll.
Dabei stellt sich die Frage: Was kann man überhaupt messen?
Theoretisch kann man alles messen. In der Praxis muss man das jedoch etwas differenzierter betrachten. Primär werden Partikel in der Luft gemessen, zum Beispiel Staub (Näheres zum Thema Staub finden Sie hier). Da man eine solche Messung in der Regel am Arbeitsplatz macht, dient sie in erster Linie der Überprüfung und Sicherstellung des Arbeitsschutzes. Selbstverständlich können Messungen auch in anderen Bereichen erfolgen.

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Vorstellung der GSA Schadstoffanalytik mbH

Wer ist die GSA Ratingen?

Die GSA Schadstoffanalytik mbH ist ein langjähriger Partner der GSA Messgerätebau, der sich auf die Analyse verschiedenster Schadstoffe spezialisiert hat.
Die enge Zusammenarbeit zeigt sich nicht nur in der räumlichen Nähe, sondern auch in den sich ergänzenden Arbeitskompetenzen.

Was sind die Aufgaben?

Die Hauptaufgabe der GSA Ratingen ist die Analyse der Schadstoffe in den Proben, die z.B. von den eigenen Messtechnikern genommen wurden. Aber auch anderweitig genommene Proben können zur Analyse eingereicht werden. Es erfolgt über verschiedene Verfahren eine Bestimmung des Stoffes und der Menge. So können beispielsweise Stäube, Fasern oder Kühlschmierstoffe in Innenräumen, an Arbeitsplätzen oder in der Außenluft gemessen und beurteilt werden. Des Weiteren werden die Kunden in Bezug auf relevante Schadstofffragen umfangreich beraten. Den Kontakt zur Beratungsabteilung finden Sie hier.

Was kann analysiert werden?

Es können verschiedene Stoffe gemessen und analysiert werden, hier eine kleine Auswahl des Leistungsangebotes:

  • alveolengängiger Staub
  • einatembarer Staub
  • silikogener Staub
  • Talkum
  • Chrom (VI)-Verbindungen
  • Asbest
  • künstliche Mineralfasern (KMF)
  • organische und anorganische Fasern
  • Kühlschmierstoffe
  • Formaldehyd und weiteren Aldehyde

Wie läuft eine Analyse?

Zu Beginn steht die Beratung durch die Mitarbeiter. Dort werden Fragen zur Messung geklärt. Welcher Stoff soll gemessen werden? In welchem Umfeld wird gemessen, am Arbeitsplatz oder außerhalb? Über welchen Zeitraum ist die Messung am sinnvollsten? All diese Punkte führen dann zu einer Messstrategie, die nicht nur das passende Messgerät beinhaltet, sondern auch das entsprechende Analyseverfahren.

GSA Ratingen und Partner
Kompetenz Hand in Hand

Unsere Akkreditierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkks) und verschiedene Zertifikate, z.B. durch den TÜV Rheinland garantieren Ihnen eine zuverlässige und stets kompetente Beratung. Ebenso können dadurch verschiedene, normierte Verfahren angeboten werden. Als Beispiel sei die gravimetrische Bestimmung der einatembaren Staubfraktion (E-Staub) nach BGIA 7284 genannt. Auch in anderen Messbereichen werden verschiedene Techniken angeboten, so etwa das Messen anorganischer faserförmiger Partikel nach VDI 3492. Nach der Analyse besprechen die Mitarbeiter gerne die Ergebnisse mit Ihnen und helfen Ihnen so, den Arbeitsschutz weiter zu verbessern.

 

 

 

Quellen:
[1]: http://www.gsa-ratingen.de/
[2]: http://www.gsa-ratingen.de/leistungsangebot/faseranalyse.html