Holzstaub – Gefahr für Schreiner?

Für Schreiner und andere holzverarbeitende Berufe ist die Verarbeitung von Holz völlig normal. Holz wird zumeist als natürlicher und reiner Rohstoff gesehen. An eine Gesundheitsgefahr bei der Verarbeitung denken wenige. Auch Profis wie Schreiner arbeiten häufig teilweise ohne Mundschutz und unterschätzen damit eine wesentliche Gesundheitsgefahr: den Holzstaub.

Was versteht man unter Staub?

Unter dem Begriff Staub versteht man kleinste Feststoffteilchen, die fein verteilt in der Umgebungsluft vorliegen. Dabei unterscheidet man  A-Staub (Feinstaub) und E-Staub (Gesamtstaub).
A-Staub beschreibt die alveolengängige Staubfraktion, das bedeutet, dass die Feststoffteilchen bis in die Alveolen (Lungenbläschen) vordringen können. Dort kann diese Staubfraktion Reizungen und Entzündungen auslösen und zu langfristigen Schäden am Lungengewebe führen und eine sogenannte Staublunge (Pneumokoniose) hervorrufen.
E-Staub beschreibt die einatembare Fraktion, also die Staubteilchen die durch Mund und Nase eingeatmet werden können. Sie dringen nicht ganz so tief in die Lunge ein, können allerdings ebenso schwere Reizungen hervorrufen. Die Vorschrift DIN EN 481 beschreibt die Partikelgröße, bzw. deren Durchmesser. Daraus lässt sich folgendes ableiten: Je kleiner der Partikeldurchmesser ist, desto tiefer dringen die Partikel in die Lunge ein und desto schwerer kann die Schädigung des Lungengewebes sein.

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Was ist Schweißrauch?

Definition Schweißrauch(e)

In der TRGS 528 findet sich folgende Definition: „Schweißrauche sind die beim Schweißen, thermischen Schneiden und bei den verwandten Verfahren entstehenden partikelförmigen Stoffe“. Dementsprechend beschreibt Schweißrauch ein Gemisch aus verschiedenen Gasen und Partikeln, die während der Schweißarbeiten entstehen. Bei den Partikeln unterscheidet man in einatembaren Staub (E-Staub) und in alveolengängien Staub (A-Staub). Damit beschreibt man, wie weit die Partikel in die Atemwege dringen können. Die Partikelgrößen liegen zwischen 10µm (PM 10) und 2,5µm (PM 2,5). Je kleiner der Partikel, desto weiter dringt er in die Lunge ein und kann dort Schäden verursachen.

Unter Schweißarbeiten werden in der TRGS 528 vier verschiedene Tätigkeiten zusammengefasst:

  • Schweißen
  • thermisches Schneiden
  • thermisches Spritzen
  • Löten

Welche Gefahr birgt der Schweißrauch?

Die Partikel können über die Atemwege in die Lunge gelangen und dort (schwere) Schäden anrichten. So dringt A-Staub bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vor und verursacht dort Reizungen und schädigt auf Dauer das Lungengewebe. So kam es zu dem Begriff „Staublunge“ (Pneumokoniose). Die freigesetzten Schadstoffe sind immer abhängig von den eingesetzten Werkstoffen.
Weitere Informationen zum Thema Staub finden Sie in unserem Artikel „Was ist eigentlich Staub?„.
Da es sich bei Schweißrauchen um Gemische handelt, ist eine einheitliche Beschreibung der Gefährdungen nicht möglich. Diese sind zudem von den eingesetzten Stoffen abhängig. Häufig kommen verschiedenen Oxide vor, unter anderem Aluminiumoxid (Al2O3), Eisenoxid (FenOm) oder Bleioxide (PbO). Diese liegen in Partikelform vor und können so in die Lunge gelangen. Stickstoffoxide (NOx), Kohlenstoffmonooxid (CO) oder Ozon (O3) liegen gasförmig vor und können durch das Einatmen Reizungen und andere Reaktionen in der Lunge auslösen. Die jeweilige Konzentration und spezifische Zusammensetzung ist von den eingesetzten Werkstoffen abhängig.

Wie kann die GSA helfen?

Um eine Schadstoffmessung bei Schweißarbeiten durchzuführen, empfehlen sich unsere Messgeräte SG5200 und SG5100ex. Es handelt sich um personengetragene Messgeräte, die Stäube, Gase und Dämpfe erfassen können. Für eine Simultanmessung von E- und A-Staub im Schweißrauch bedarf es des Probenahmesystems PGP EA nach IFA. Das sind speziell für diese Messung entwickelte Probenahmeköpfe, die eine aussagekräftige Messung ermöglichen. Für weitere Informationen zu den Messgeräten oder den Messungen selbst kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Quellen:
[1]: https://www.bghm.de/fileadmin/user_upload/BGHM/Presseportal/Fachartikel2017/Schweissrauche_und_TRGS_900.pdf
[2]: https://arbeitsschutz-schweissen.de/gefahrstoffe-im-schweissrauch-wie-sie-sich-auf-den-menschlichen-koerper-auswirken/
[3]: https://arbeitsschutz-schweissen.de/schweissrauch-kompakt-erklaert-warum-eine-absaugung-so-wichtig-ist/
[4]: https://www.dguv.de/medien/fb-holzundmetall/publikationen-dokumente/infoblaetter/infobl_deutsch/077_fbhm-schweissrauche.pdf
[5]: https://www.kemper.eu/de/wissenswertes/schweissrauch-im-allgemeinen/zusammensetzung-von-schweissrauch
[6]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-528.pdf?__blob=publicationFile
[7]: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A3554989%2C1.html

Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

Definition

Unter der Abkürzung VOC versteht man Volatile Organic Compounds, also flüchtige organische Verbindungen in der Innenraumluft. Zu dieser Kategorie gehören Kohlenwasserstoffe, Alkohole oder organische Säuren. Man betrachtet einen Siedepunkt zwischen 50 und 260° Celsius. Eine weitere Unterscheidung wird in sehr leicht flüchtig (Very Volatile Organic Compounds, VVOC) und in schwerflüchtige organische Verbindungen (Semivolatile Organic Compounds, SVOC). Zusammengefasst werden die Konzentrationen beider Gruppen und ergeben dann den sogenannten TVOC-Wert (Total Volatile Organic Compounds).

Vorkommen

Flüchtige organische Verbindungen können in jeder Wohnung vorkommen. Sie können in Kleber, Wandfarbe und Möbellacken enthalten sein. Während der üblichen Abnutzung, bzw. Verweildauer in der Wohnung werden  diese im Laufe der Zeit in die Raumluft abgegeben. Eine erhöhte Konzentration kann beispielsweise nach Renovierungsarbeiten vorliegen, speziell dann, wenn eine unzureichende Belüftung, bzw. Auslüftung stattgefunden hat.

Gefahr

Die Gefahr der flüchtigen organischen Verbindungen besteht in der Aufnahme durch die Atemwege. Die Verbindungen können Reizungen der Lunge hervorrufen. Ebenso können die Augen betroffen sein und es können allergische Reaktionen ausgelöst werden. Besteht Hautkontakt kann es ebenfalls zu Reizungen kommen oder durch wiederholten Kontakt zur Sensibilisierung und den daraus entstehenden Reaktionen. Weitere Gefahren wie eine Schädigung des Erbgutes oder eine karzinogene Wirkung kann je nach Stoff nicht ausgeschlossen werden. Das vielleicht größte Gefährdungspotential liegt im unbewussten Kontakt. Häufig ist eine Belastung durch VOC nicht sensorisch zu bemerken, d.h. man riecht es nicht (oder nicht stark) und ist demzufolge länger der Konzentration ausgesetzt. Erst wenn Beschwerden auftreten, wird eine Belastung wahrgenommen.

GSA

Treten nach einer Renovierung etwa gesundheitliche Probleme auf, beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel oder ähnliches, so liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine VOC-Belastung handeln könnte. Um dies nachzuweisen, kann mit unserem Messgerät SG350ex eine Innenraumluftmessung erfolgen. Werden größere Volumenströme benötigt, können die Geräte SG5100ex oder SG5200 genutzt werden. Anhand der Messergebnisse kann eine Einschätzung der Belastung durch flüchtige organische Verbindungen erfolgen. Mit dieser Analyse können dann Maßnahmen geplant und durchgesetzt werden, um die Gefährdung zu minimieren, bzw. zu beseitigen.

 

Quellen:
[1]: http://www.innenraumluft.nrw.de/4_schadstoffe/voc.php
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/Handreichung.pdf
[3]: https://www.dguv.de/ifa/praxishilfen/innenraumarbeitsplaetze/chemische-einwirkungen/fluechtige-organische-verbindungen-(voc)/index.jsp
[4]: https://www.bmu.de/themen/gesundheit-chemikalien/gesundheit-und-umwelt/innenraumluft/fluechtige-organische-verbindungen/
[5]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissionen-arbeitsgruppen/ausschuss-fuer-innenraumrichtwerte-vormals-ad-hoc#textpart-3
[6]: https://www.gsa-messgeraete.de/

Einsatz von Kühlschmierstoffen

Definition

Kühlschmierstoff (kurz KSS) ist ein Sammelbegriff für Stoffgemische, die in der Metallverarbeitung zur Kühlung und Schmierung eingesetzt werden. Häufig handelt es sich um ein Vielkomponentengemisch, da die Basisstoffe – Wasser und Öl – allein nicht die gewünschte Wirkung aufweisen. Dabei stehen zwei Wirkungen im Vordergrund:

  • Kühlen: Absenkung der Temperatur, die durch Reibung entsteht
  • Schmieren: Reduzierung der Reibung zwischen Werkzeug und Werkstück

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Faseranalyse und Messung

Was ist eine Faser?

Eine Faser wird durch ihre spezifische längliche Geometrie definiert. Dazu gehört eine Länge größer als 5µm und ein Durchmesser kleiner als 3µm. Daraus ergibt sich ein charakteristisches Länge-Durchmesser-Verhältnis von 3:1. Diese speziellen Fasern werden WHO-Fasern genannt. Beispiele für Fasern dieser Art sind Asbest, organische oder künstliche Mineralfasern.
Es gibt verschiedene Einsatzgebiete für die unterschiedlichen Fasern. So wurde Asbest früher beim Hausbau eingesetzt. Jedoch wird Asbest normalerweise nicht mehr verwendet. Des Weiteren ist es seit 1993 in Deutschland verboten, Asbest oder asbesthaltige Produkte zu verkaufen, herzustellen oder anderweitig zu nutzen*.

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Häufigkeit und Vorkommen von Schadstoffen

Feinstaubmessung

Was sind Schadstoffe?

Unter dem Begriff Schadstoffe stehen alle Stoffe oder Stoffgemische, die die Gesundheit und/oder Natur beeinträchtigen, beziehungsweise schädigen. Dabei gibt es zwei Kategorien, die natürlich vorkommenden Stoffe und die synthetisch erzeugten. Die schädigende Wirkung kann sowohl durch den Kontakt als auch durch die Aufnahme (z.B. Einatmen) durch die Schleimhäute entstehen.
Wie bei toxischen Substanzen ist auch hier die Konzentration und die Umgebung in der der Stoff vorkommt entscheidend für die schädigende Wirkung. Zudem ist entscheidend, wie lange man dieser Belastung ausgesetzt war.

Umweltschädlich
GHS-Piktogramm „umweltschädlich“

Auswirkungen auf die Gesundheit

Die Konsequenzen für die Gesundheit hängen vom jeweiligen Stoff ab und lassen sich daher nicht verallgemeinern. Ein weiterer Faktor ist die Konzentration des Stoffes und die Dauer der Aussetzung. Je nach Art des Stoffes gibt es verschiedene Gefahren. So wirkt Asbest krebserzeugend und das Einatmen von Staub kann zu einer Pneumokoniose (Staublunge) führen.
Zu Beginn des Stoffeinsatzes steht die Gefährdungsbeurteilung. Für diese Beurteilung wird das Arbeitsschutzgesetz (speziell §5) und die Gefahrstoffverordnung (§7) zu Rate gezogen. In beiden ist der Begriff des Schadstoffs definiert und Maßnahmen enthalten, wie der Arbeitsschutz eingerichtet werden kann. Im Zuge dessen finden verschiedene Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) Anwendung. Welche TRGS im Einzelnen relevant ist, hängt vom jeweiligen Arbeitsplatz und (Schad)Stoff ab.

Wie häufig treten die Schadstoffe auf?

Die Menge der Schadstoffe ist abhängig von dem jeweiligen Einsatzgebiet. Eine grobe Übersicht lässt sich aber dennoch geben. So sind in Innenräumen, wie etwa Büros, die häufigsten Schadstoffe Feinstaub, PCP (Pentachlorphenol), PCB (Polychlorierte Biphenyle) und Schimmelpilze. In welchem Ausmaß diese vorkommen ist abhängig vom Alter und der Bauweise des Gebäudes.
Bei älteren Gebäuden kann auch eine Asbestbelastung möglich sein, etwa durch veraltetes Dämmmaterial.
Besteht der Verdacht auf eine mögliche Belastung durch Schadstoffe, so sollte schnellstmöglich eine Messung durchgeführt werden. Für Innenräume eignet sich zum Beispiel das PM4-2, da es ein hohes Messvolumen bewältigen kann.

Was kommt nach der Messung?

Liegt eine Gefährdungsbeurteilung vor und ist daraus eine potentielle Gefahr für den Arbeitnehmer zu erkennen, so ist der Arbeitgeber in der Pflicht, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.
Dazu ist es ratsam, zunächst die Konzentration des jeweiligen Stoffes am Arbeitsplatz zu messen. Um das richtige Messgerät zu finden, ist zu überlegen, welcher Stoff gemessen werden soll. So kann das SG10-2 Stäube messen und das SG5200 Gase. Für eine ausführliche Beratung kontaktieren Sie uns hier.

Nähere Informationen zum Thema Arbeitsschutz finden Sie in unserem Artikel „Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz“.

 

Quellen:
[1]: http://www.chemie.de/lexikon/Schadstoff.html
[2]:https://www.bgrci.de/fileadmin/BGRCI/Downloads/DL_Praevention/Fachwissen/Gefahrstoffe/Analytik_Symposium_2009/Kleine_-_Homepage.pdf
[3]:https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-402.pdf?__blob=publicationFile&v=4

SG5200 im Einsatz: Raumluftmessung in Fertighäusern

Raumluftmessung Fertighaus

Raumluftmessung im Fertighaus

Wer sich den Traum vom Eigenheim erfüllt, will das Beste für sich und seine Familie. Schadstoffe haben da keinen Platz. Um eine Belastung der Raumluft auszuschließen, wird eine Raumluftmessung vorgenommen. Dort kommen unsere Messgeräte wie zum Beispiel das SG5200 zum Einsatz.
Der Trend zur Fertighaus-Bauweise verzeichnet einen stetigen Anstieg. So lässt sich ein Wachstum von 550.000 geplanten Hausbauten im Fertighaus-Stil in den Jahren 2013-2016 ausmachen. Hierbei wird in Abstimmung mit dem zukünftigen Hausbesitzer das Eigenheim geplant und durch die Firma in Fertigbauweise errichtet.

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