Schimmel – eine allgegenwärtige Gefahr?

Was ist Schimmel – Definition

Unter dem Begriff „Schimmel“ werden umgangssprachlich verschiedene Schimmelpilze, aber auch andere biologische Organismen zusammengefasst. Man versteht unter „Schimmel“ in erster Linie verdorbene Lebens- und Futtermittel. Aber auch Beläge und Verfärbungen, die auf unterschiedlichen Baustoffen – meist in Innenräumen – zu finden sind, werden als „Schimmel“ bezeichnet.
Charakteristisch für Schimmelpilze ist das Myzel, also ein Geflecht aus mikroskopisch kleinen Pilzfäden, sogenannten Hyphen. Diese wachsen lediglich an den Enden und breiten sich kreisförmig aus. Außerdem werden während des Wachstums Sporenträger (Sporangien; dienen der Fortpflanzung) gebildet. Diese beherbergen die Pilzsporen, welche in die Umgebungsluft abgegeben und durch die Luftbewegung davongetragen werden.

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Gefahrstoffmanagement

Definition

Unter Gefahrstoffmanagement versteht man den Umgang mit Gefahrstoffen (Chemiekalien, Luftschadstoffe, usw.) im Arbeitsalltag. Ein sichere Handhabung mit solchen Stoffen ist die Basis des Arbeitsschutzes. Um diesen sicherzustellen, sind verschiedene Regelungen notwendig. Zu diesen Regelungen gehört unter anderem die GHS, REACH, CLP, die Gefahrstoffverordnung und die TRGS. Dies sind nur einige und es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Welche Regelungen im Einzelnen zutreffen, muss innerhalb des Betriebes entschieden werden.

Gefahrstoffe

Die erste Prämisse für den Arbeitsschutz ist die potentielle Gefährdung. Dazu müssen die eingesetzten Stoffe und deren Eigenschaften bekannt sein. Handelt es sich um Stoffe, die die Gesundheit schädigen können, so spricht man von Gefahrstoffen. Diese sind in der Gefahrstoffdatenbank hinterlegt und müssen dort innerhalb des Betriebes einsehbar sein. Die Mitarbeiter müssen über das Gefahrenpotential unterrichtet und in den Umgang eingewiesen werden. Dazu werden Betriebsanweisungen vom Arbeitgeber erstellt, in denen die Maßnahmen zum Arbeitsschutz geregelt sind. Eine regelmäßige Überprüfung zur Einhaltung ist ebenfalls Bestandteil des Arbeitsschutzes. Weitere Informationen finden Sie hier.

Verschiedene Regelungen

GHS

Unter GHS versteht man das „Global Harmonisierte System“ zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemiekalien. Dieses sogenannte „Purple Book“ (wegen der Einbandfarbe) liegt seit 2003 auf UN-Ebene vor, mit dem Ziel, eine einheitliche Kennzeichnung zu erhalten. Bestandteil der GHS-Verordnung sind Piktogramme, die auf die Gefahren der Stoffe hinweisen. In der Abbildung sind einige Beispiele dieser Symbole zu finden. Basis ist die rotgeränderte Raute mit schwarzem Symbol auf weißem Grund.

Auswahl GHS-Piktogramme

REACH

Die REACH – Verordnung (EG) 1907/2006] ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe und trat 2007 in Kraft. Grundlage dieser Verordnung ist der Grundsatz, dass „Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen.“ So müssen diese sicherstellen, dass die Chemikalien, die von ihnen in den Verkehr gebracht werden, sicher verwendet werden können. Um dies zu gewährleisten, müssen die Hersteller ihren Produkten Datenblätter beilegen, die alle Informationen zu dem betroffenen Stoff enthalten, inklusive der Gefahrenhinweise.

CLP

Hierbei handelt es sich um die Rechtsgrundlage für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien in der EU. CLP steht für Classification, Labelling and Packaging (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung) und beruht auf dem GHS und ist seit dem 01.06.2015 in der EU in Kraft. Diese Verordnung ist für alle Mitgliedsstaaten rechtlich bindend und hat als Hauptziel, die Gefährdung durch chemische Stoffe zu kennzeichnen. Es gibt zwei grundsätzliche Kennzeichnungsmöglichkeiten; auf Basis des GHS und der Selbsteinstufung. Durch die Selbsteinstufung können alternative chemische Bezeichnungen beantragt werden, was im Rahmen des Eigentumsschutzes von großer Relevanz ist.

Anwendung bei der GSA

Natürlich unterliegt auch die GSA den oben genannten Bestimmungen. Auch wenn bei uns keine Chemikalien hergestellt werden, so werden doch einige von unseren Messtechnikern benötigt. Alle notwendigen Regelungen werden bei der Verwendung und Versand von unseren Mitarbeitern eingehalten und im Rahmen des Gefahrstoffmanagements regelmäßig überprüft.

Anmerkung:
Es finden noch weitere Regelungen und Gesetze Anwendung, auf die in diesem Artikel nicht näher eingegangen wurde. Einige davon finden Sie in unserem Artikel „Die 5 Stützen des Arbeitsschutzes

Quellen:
[1]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/sw/gefahrstoffmanagement.html
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reacheinfuehrung.htm#strap1
[3]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/reach-chemikalien-reach
[4]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/rechtliche-regelungen/eu-ghs-verordnung
[5]: https://www.vci.de/vci/downloads-vci/125813-ghs-broschuere-internet.pdf
[6]: https://www.dguv.de/ifa/fachinfos/ghs-verordnung/index.jsp
[7]: https://www.baua.de/DE/Themen/Anwendungssichere-Chemikalien-und-Produkte/Chemikalienrecht/CLP/CLP.html
[8]: https://echa.europa.eu/de/regulations/clp/understanding-clp
[9]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/einstufung-kennzeichnung-von-chemikalien/clp-verordnung#textpart-2

 

Was kann gemessen werden?

Symbolbild Messgeräte

Erste Schritte

Bevor die Entscheidung für ein Messgerät fallen kann, muss man wissen, welcher Stoff gemessen werden soll.
Dabei stellt sich die Frage: Was kann man überhaupt messen?
Theoretisch kann man alles messen. In der Praxis muss man das jedoch etwas differenzierter betrachten. Primär werden Partikel in der Luft gemessen, zum Beispiel Staub (Näheres zum Thema Staub finden Sie hier). Da man eine solche Messung in der Regel am Arbeitsplatz macht, dient sie in erster Linie der Überprüfung und Sicherstellung des Arbeitsschutzes. Selbstverständlich können Messungen auch in anderen Bereichen erfolgen.

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Faseranalyse und Messung

Was ist eine Faser?

Eine Faser wird durch ihre spezifische längliche Geometrie definiert. Dazu gehört eine Länge größer als 5µm und ein Durchmesser kleiner als 3µm. Daraus ergibt sich ein charakteristisches Länge-Durchmesser-Verhältnis von 3:1. Diese speziellen Fasern werden WHO-Fasern genannt. Beispiele für Fasern dieser Art sind Asbest, organische oder künstliche Mineralfasern.
Es gibt verschiedene Einsatzgebiete für die unterschiedlichen Fasern. So wurde Asbest früher beim Hausbau eingesetzt. Jedoch wird Asbest normalerweise nicht mehr verwendet. Des Weiteren ist es seit 1993 in Deutschland verboten, Asbest oder asbesthaltige Produkte zu verkaufen, herzustellen oder anderweitig zu nutzen*.

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Der Beruf des Messtechnikers

Was ist ein Messtechniker?

Ein Messtechniker führt Messungen in verschiedenen Bereichen durch und wertet die Ergebnisse derer aus. Gemessen werden verschiedene physikalische Größen wie Strom, Druck, Temperatur oder Substanzen. Deshalb ist ein gutes physikalisches Verständnis eine gute Basis für diese Ausbildung. Arbeitet der Messtechniker zum Beispiel in der Energietechnik, so sind seine Aufgaben das Überprüfen von Fehler- und Störmeldungen, Messdurchführungen und Auswertung der Messergebnisse. Mögliche Einsatzgebiete sind Stromnetzbetriebe oder Maschinen- und Anlagenbaubetriebe.

Wir bieten mit unseren Messgeräten Unterstützung für Messtechniker im Umweltbereich und im Bereich des Arbeitsschutzes. Dort wird das Vorkommen und die Menge bestimmter (Schad)Stoffe gemessen und ausgewertet.

Was sind die Aufgaben?

Der Aufgabenbereich des Messtechnikers ist vielfältig. Er beginnt mit der Positionierung und Ausrichtung des Messgerätes. Dann folgt die Durchführung und Kontrolle der Messung. Nach der Aufnahme aller Messwerte erfolgt der Abbau der Messkonstruktion und zum Schluss steht die Analyse und Auswertung der ermittelten Daten.  Anhand derer können Aussagen zum Vorhandensein der Stoffe getroffen werden, etwa ob Asbest gefunden wurde und, bei positivem Befund, in welcher Menge. Im Anschluss können Maßnahmen zur Verbesserung des Arbeitsschutzes besprochen und geplant werden.
In regelmäßigen Intervallen wird dann die Wirksamkeit der Strategien gemessen und ausgewertet.

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Ausbildung zum Messtechniker umfasst üblicherweise eine Ausbildung oder gar ein Studium im Bereich Elektrotechnik/Messtechnik oder vergleichbaren Richtungen. Die Dauer der Ausbildung beträgt in der Regel 3-5 Jahre und kann je nach Qualifikation entsprechend verkürzt werden. Neben der fachlichen theoretischen Kompetenz, wird auch die praktische Seite vermittelt und verschiedene Messtechniken und -verfahren geübt und dargestellt. Natürlich gibt es auch die Möglichkeit, eine berufsbegleitende Weiterbildung zu machen und sich auf verschiedene Messtechniken zu spezialisieren. Man kann dies beispielsweise mit der Weiterbildung zum Sicherheitsbeauftragten kombinieren und so den praktischen Teil der Messung mit dem theoretischen Teil des Arbeitsschutzes verbinden.

Wie kann die GSA helfen?

Im Bereich der Messtechnik ist die GSA der Ansprechpartner für den Einsatz von Messgeräten. Um beispielsweise Asbestfasern zu messen, ist unser SG12 bestens geeignet. Unser Partner, die GSA Ratingen bietet die Möglichkeit, Messungen in Ihrem Auftrag durchzuführen. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an GSA Ratingen.
Die ausgebildeten Messtechniker erstellen einen Messplan und führen die Messung vor Ort durch. Im Anschluss werden die Proben analysiert und ausgewertet. Mit Hilfe der Ergebnisse lassen sich dann weitere Schritte einleiten. So können die bestehenden Arbeitsschutzmaßnahmen überprüft und danach gegebenfalls angepasst werden.

Darstellung SG12
Messgerät SG12

 

 

Quellen:
[1] https://berufenet.arbeitsagentur.de/berufenet/faces/index;BERUFENETJSESSIONID=Az690hKAPSZkJp-unfjDNFiGBIDdg3XUajTGBrzvWKAxICJDFSRk!-148790827?path=null/kurzbeschreibung&dkz=5584
[2] https://www.berufslexikon.at/pdf/pdf3284-MesstechnikerIn?berufstyp=bhs
[3] http://www.bildungs-werkstatt.de/Ausbildung/Ausbildungszentren/Messtechnik_1231.html
[4] https://www.meisterschulen.de/fort-und-weiterbildungskurse/reinraum-service-messtechniker-in-ihk/reinraum-service-messtechniker-in-ihk

Vorstellung der GSA Schadstoffanalytik mbH

Wer ist die GSA Ratingen?

Die GSA Schadstoffanalytik mbH ist ein langjähriger Partner der GSA Messgerätebau, der sich auf die Analyse verschiedenster Schadstoffe spezialisiert hat.
Die enge Zusammenarbeit zeigt sich nicht nur in der räumlichen Nähe, sondern auch in den sich ergänzenden Arbeitskompetenzen.

Was sind die Aufgaben?

Die Hauptaufgabe der GSA Ratingen ist die Analyse der Schadstoffe in den Proben, die z.B. von den eigenen Messtechnikern genommen wurden. Aber auch anderweitig genommene Proben können zur Analyse eingereicht werden. Es erfolgt über verschiedene Verfahren eine Bestimmung des Stoffes und der Menge. So können beispielsweise Stäube, Fasern oder Kühlschmierstoffe in Innenräumen, an Arbeitsplätzen oder in der Außenluft gemessen und beurteilt werden. Des Weiteren werden die Kunden in Bezug auf relevante Schadstofffragen umfangreich beraten. Den Kontakt zur Beratungsabteilung finden Sie hier.

Was kann analysiert werden?

Es können verschiedene Stoffe gemessen und analysiert werden, hier eine kleine Auswahl des Leistungsangebotes:

  • alveolengängiger Staub
  • einatembarer Staub
  • silikogener Staub
  • Talkum
  • Chrom (VI)-Verbindungen
  • Asbest
  • künstliche Mineralfasern (KMF)
  • organische und anorganische Fasern
  • Kühlschmierstoffe
  • Formaldehyd und weiteren Aldehyde

Wie läuft eine Analyse?

Zu Beginn steht die Beratung durch die Mitarbeiter. Dort werden Fragen zur Messung geklärt. Welcher Stoff soll gemessen werden? In welchem Umfeld wird gemessen, am Arbeitsplatz oder außerhalb? Über welchen Zeitraum ist die Messung am sinnvollsten? All diese Punkte führen dann zu einer Messstrategie, die nicht nur das passende Messgerät beinhaltet, sondern auch das entsprechende Analyseverfahren.

GSA Ratingen und Partner
Kompetenz Hand in Hand

Unsere Akkreditierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkks) und verschiedene Zertifikate, z.B. durch den TÜV Rheinland garantieren Ihnen eine zuverlässige und stets kompetente Beratung. Ebenso können dadurch verschiedene, normierte Verfahren angeboten werden. Als Beispiel sei die gravimetrische Bestimmung der einatembaren Staubfraktion (E-Staub) nach BGIA 7284 genannt. Auch in anderen Messbereichen werden verschiedene Techniken angeboten, so etwa das Messen anorganischer faserförmiger Partikel nach VDI 3492. Nach der Analyse besprechen die Mitarbeiter gerne die Ergebnisse mit Ihnen und helfen Ihnen so, den Arbeitsschutz weiter zu verbessern.

 

 

 

Quellen:
[1]: http://www.gsa-ratingen.de/
[2]: http://www.gsa-ratingen.de/leistungsangebot/faseranalyse.html

Asbest – Messung und Analyse

Asbest

Definition – was ist Asbest?

Unter dem Begriff Asbest werden „natürlich vorkommende, faserartige silikatische Minerale mit Faserdurchmessern bis herab zu 2 Mikrometern (1 Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter)“  zusammengefasst. Sie sind chemisch sehr beständig, unempfindlich gegen Hitze und nicht brennbar. Asbestfasern sind wegen ihrer Flexibilität und Bindefähigkeit mit anderen Materialien vielfältig einsetzbar und leicht zu verarbeiten.

Vorkommen – wo ist Asbest zu finden?

Wegen der voran genannten Eigenschaften wurde Asbest früher zahlreich eingesetzt. So fand er in Bremsbelägen, Dachverkleidungen oder als Asbestzement Verwendung. Da man die krebserzeugende Wirkung noch nicht kannte, wurde er nur in Bezug auf seine chemischen Eigenschaften verwendet. Er eignete sich als Dämmmaterial, Dichtungen und Fassadenmaterial. Demnach ist er oft in alten Gebäuden, deren Bodenbeläge oder dergleichen zu finden.
Seit 1993 ist er jedoch als Einsatzstoff verboten und wird (sofern bekannt) entfernt. Die Entfernung sollte jedoch unbedingt fachmännisch und unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes erfolgen. Eine Freisetzung während der Arbeiten gilt es unbedingt zu vermeiden.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Asbest wirkt krebserzeugend und kann zur Asbestose führen. Dies bezeichnet eine Lungenkrankheit, die durch das Einatmen von Asbestfasern entsteht. Der (stetige) Kontakt der Atemwege mit den Fasern führt zu einer Verhärtung des Lungengewebes und kann Tumore entstehen lassen. Bereits seit den 30er-Jahren ist die Asbestose als Berufskrankheit anerkannt. Mittlerweile werden auch andere Krebsarten (seit 2007 z.B. Ovarialkarzinom), die durch Asbestkontakt entstanden sein können, als solche anerkannt. Da man nun von der gesundheitsschädigenden Wirkung der Asbestfasern weiß, gilt es den Kontakt damit zu vermeiden. Dies geschieht beispielsweise bei Sanierungsarbeiten durch Schutzkleidung und spezielle Verpackungs- und Transportverfahren. Aufgrund seiner gesundheitsschädigenden Eigenschaften gilt Asbest als Schadstoff und muss als Sondermüll gekennzeichnet und entsorgt werden.

Messung und Analyse

Die Messung von Asbest ist besonders im Vorfeld von Sanierungsarbeiten wichtig, die entsprechende Regelung dazu findet sich in der TRGS 519. Für die Asbestmessung ist unser Messgerät SG12 bestens geeignet, da es Fasern nach VDI 3492 messen kann, insbesondere wenn hohe Volumenströme zur Messung benötigt werden. Des Weiteren kann mittels der Ansaugrohre eine Messung in der Atemhöhe des Arbeitnehmers erfolgen. So dient es der Kontrolle des Arbeitsschutzes. Die Auswertung dieser Messung kann bei unserem Partner, der GSA Ratingen erfolgen. Es handelt sich um ein akkreditiertes Prüflabor, in dem die Analyse unter anderem mit dem Rasterelektronenmikroskop erfolgt.

Arbeitsplatz zur Faseranalyse der GSA Ratingen

Bei Fragen zur Messung und Analyse kontaktieren Sie uns gerne jederzeit.

Welche Kosten entstehen?

Die Kostenfrage ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Zunächst ist der Umfang der Arbeiten zu definieren. Ist eine Begehung des Objektes im Vorfeld notwendig? Sollen Materialproben oder Liegestaubproben genommen werden? Oder ist „nur“ eine Luftmessung erforderlich? Welche Größe hat das Objekt, beziehungsweise der betroffene Bereich? Grundsätzlich ist in unserem Angebot der Einsatz des Messtechnikers und die An- und Abfahrt inkludiert und setzt sich folgendermaßen zusammen:

– Stundensatz des Messtechnikers: 65€
– Zusätzliche Kosten für die Anfahrt: Einfache Entfernung in Kilometern x 2 x 0,60€
– Erstellung eines Berichtes: 100-150€*

Zusätzlich bedarf es weiterer Informationen, um dann das geeignete Messgerät und -verfahren auszuwählen. Dazu gehören Explosionsschutz, Messhöhe und Messdauer.

Im Bereich Faseranalytik gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann prüfen, ob bereits Fasern über schwach gebundene Produkte in den Innenraum freigesetzt wurden. Dazu wird eine Innenraumluftmessung gemäß VDI 3492 durchgeführt, wobei man von einem Messpunkt pro Raum (bis 10m²) mit Verdacht ausgeht. Die Kosten dafür liegen bei 140€ pro Messpunkt (zzgl. Messtechniker und Anfahrt). Eine weitere Option sind Klebeproben beim Messen von auf Oberflächen abgelagerten Faserstäuben, wenn man von belastetem Staub ausgeht. Im Rahmen dieser Probenahme werden 3-5 Klebeproben im (vermutlich) belasteten Raum (bis 100m²) aufgenommen. Hier entstehen Kosten von 51,50€ pro Messpunkt (zzgl. Messtechniker und Anfahrt).

In einem ausführlichen Vorgespräch mit unseren Experten stellen wir Ihnen ein individuelles Angebot zusammen und beraten Sie gerne in allen Punkten. Nutzen Sie dazu bitte unser Kontaktformular.

 

*Preisinformation von Juli 2018, unverbindliche Angabe, Änderungen vorbehalten.

 

 

 

Quellen:
[1]: http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/asbest#textpart-1
[2]: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/asbest.php
[3]: https://www.ebersberg.de/fileadmin/ebersberg/E._Ipsen/Asbest-Faltblatt2013.pdf
[4]: http://www.gsa-ratingen.de/leistungsangebot/faseranalyse.html
[5]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-519.pdf;jsessionid=A1723B2A9F9C60A00BCE7108911ADC17.s2t2?__blob=publicationFile&v=2

Messung von A-Staub am Arbeitsplatz

PM4-2

Was ist A-Staub?

Als Staub bezeichnet man sehr kleine Feststoffteilchen, die fein verteilt in der Luft vorkommen und durch Auf-/Verwirbelung entstanden sind. Mittels Größendurchmesser unterscheidet man in verschiedene Unterkategorien, so zum Beispiel A-Staub. Dieser wird so genannt, weil der Staub alveolengängig ist. Das heißt, die Staubteilchen dringen bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vor und können dort schwere Reizungen auslösen.
Weiterführende Informationen zum Thema „Staub“ finden Sie hier in unserem Blog unter: „Was ist eigentlich Staub?

Warum wird gemessen?

Die Vermeidung von Schadstoffen am Arbeitsplatz ist wichtig für die Gesundheit des Arbeitnehmers und Pflicht des Arbeitgebers. Um dies gewährleisten zu können, ist eine Überprüfung der Umgebung des Arbeitsplatzes notwendig. Die jeweilige Berufsgenossenschaft und die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) stellen regelmäßig Schutzmaßnahmen und Präventionsmöglichkeiten zusammen und informiert über entsprechende Risiken. Zusätzlich überprüfen diese die Arbeitsschutzmaßnahmen vor Ort. Anhand der Staubmessungen kann eine Optimierung der Schutzmaßnahmen vorgenommen werden.

Wie wird A-Staub gemessen?

Wir als Partner im Arbeitsschutz bieten Messgeräte an, die sich hervorragend für die Messung von A-Staub eignen. So ist zum Beispiel das SG10-2 eine gute Wahl für die A-Staubmessung.

SG10-2
Messgerät SG10-2 zur Messung von A-Staub am Arbeitsplatz

Für deutlich größere Probenmengen (46 l/min) ist unser Messgerät PM4-2 ausgelegt. Für weitere Informationen über unsere Messgeräte kontaktieren Sie uns bitte hier.
Ein typischer Einsatzort unserer Messgeräte kann ein Arbeitsplatz an einer Abfüllanlage sein oder bei der laufenden Produktion. Unser Messgerät PM4-2 eignet sich für die Messung von A-Staub in der Raumluft, beziehungsweise der Umgebungsluft am Arbeitsplatz.

Gemessen – und dann?

Liegen die Messergebnisse vor, so ist der nächste Schritt eine Analyse dieser Resultate. Eine Analysemöglichkeit bietet die GSA-Ratingen (Gesellschaft für Schadstoffanalytik). Dort werden die vor Ort genommen Proben auf ihre Komponenten untersucht und deren Menge bestimmt. Der Analysebericht wird dem Auftraggeber ausgehändigt. Anhand der Ergebnisse kann die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen überprüft werden.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Für die einzelnen Schadstoffe liegen verschiedene gesetzliche Grenzwerte vor, die es einzuhalten gilt. Die Messung dient der Kontrolle dieser Grenzwerte und gibt Auskunft über deren Einhaltung. Zeigt die Überprüfung dass die vorgegebenen Werte nicht eingehalten werden konnten, ist eine Überarbeitung des Arbeitsschutzkonzeptes notwendig. Vorhandene Maßnahmen müssen intensiviert oder neue integriert werden.

 

 

 

Quellen:
[1] http://www.chemie.de/lexikon/Staub.html
[2] https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/staublunge/ursachen/
[3] http://blog.gsa-messgeraete.de/definition-staub/