Internationale Verbreitung von Asbest

Einsatz von Asbest

Asbest wurde aufgrund seiner chemischen Eigenschaften vielfältig eingesetzt. Nach und nach erkannte man die gefährlichen Eigenschaften der Asbestfasern (Näheres zum Thema Asbest finden Sie hier) und beendete dessen Einsatz.
So sind seit 1993 die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von Asbest und asbesthaltigen Produkten verboten. Im Zuge dessen werden asbesthaltige Materialien entfernt und ausgetauscht. Bei all diesen Arbeiten ist die TRGS 519 unbedingt zu beachten. (Weitere Informationen finden Sie hier)


Wie man in dem Diagramm erkennen kann, nahm der Asbestverbrauch stetig ab, je mehr man um die schädigende Wirkung wusste. 1979 trat bereits ein Verbot von Spritzasbest in Kraft, was für die erste Abnahme sorgte. In Österreich trat 1990 die Asbestverordnung in Kraft, die ein Herstellungsverbot beinhaltet. 1993 trat das deutsche Verbot in Kraft, sodass der Einsatz von Asbest gen Null ging.

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Faseranalyse und Messung

Was ist eine Faser?

Eine Faser wird durch ihre spezifische längliche Geometrie definiert. Dazu gehört eine Länge größer als 5µm und ein Durchmesser kleiner als 3µm. Daraus ergibt sich ein charakteristisches Länge-Durchmesser-Verhältnis von 3:1. Diese speziellen Fasern werden WHO-Fasern genannt. Beispiele für Fasern dieser Art sind Asbest, organische oder künstliche Mineralfasern.
Es gibt verschiedene Einsatzgebiete für die unterschiedlichen Fasern. So wurde Asbest früher beim Hausbau eingesetzt. Jedoch wird Asbest normalerweise nicht mehr verwendet. Des Weiteren ist es seit 1993 in Deutschland verboten, Asbest oder asbesthaltige Produkte zu verkaufen, herzustellen oder anderweitig zu nutzen*.

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Übersicht der Messgeräte der GSA

Messgeräte im Vergleich

Wir bieten verschiedenste Messgeräte zur Messung von Schadstoffen an. Damit Sie immer das richtige Messgerät für Ihre Ansprüche finden, haben wir eine Infografik zusammengestellt.

In dieser Grafik sind unsere Messgeräte nebeneinander aufgeführt und nach verschiedenen Merkmalen strukturiert. Als erster Punkt ist die Einsatzart relevant, ob es sich um eine stationäre oder eine personengetragene Messung handelt. Des Weiteren ist der Explosionsschutz ein wichtiges Kriterium. Nach diesen ersten Entscheidungspunkten folgt eine Auflistung der verschiedenen Schadstoffe, die gemessen werden können und ob das jeweilige Messgerät dafür ausgelegt sind. Anhand der grafischen Markierungen (grün/rot) lässt sich die Eignung erkennen:

Beispiel: SG5100ex und SG5200 im direkten Vergleich

Um die Systematik dieser Infografik weiter zu verdeutlichen, finden Sie hier eine Demonstration zu zwei unserer Messgeräte im direkten Vergleich.

Zunächst lässt sich festhalten, dass sowohl eine stationäre, als auch eine personengetragene Messung möglich wäre. Dies bietet eine hohe Flexibilität. Es soll mit einem Volumen von 3,5 l/min gemessen werden. Als Schadstoff wird E-Staub vermutet. Bis zu diesem Punkt zeigt sich, dass sowohl das Messgerät SG5100ex als auch das SG5200 geeignet wären. Der Unterschied besteht hier im Explosionsschutz. Den bietet nur das SG5100ex und ist für diesen Zweck dann unbedingt zu wählen. All unsere Geräte, die einen Ex-Schutz aufweisen, sind durch die entsprechende Prüfstelle zertifiziert und für diesen Gebrauch ausgewiesen.

Des Weiteren gibt die Grafik Auskunft über das jeweilige Zubehör, welches für die Messung benötigt wird. Dazu zählen die verschiedenen Probenahmeköpfe, die dem zu messenden Schadstoff angepasst sind. In unserem oben genannten Beispiel wird ein GSP (Gesamtstaub/E-Staub) Probenahmekopf benötigt, der für einen Volumenstrom von 3,5 l/min ausgelegt ist. Soll stattdessen A-Staub gemessen werden, so ist der FSP (Feinstaub/A-Staub) Probenahmekopf zu wählen. Weitere Informationen zu Stäuben finden Sie in unserem Artikel „Was ist eigentlich Staub?
Selbstverständlich gibt es auch weiteres Zubehör, wie etwa Tragegurte und Transportkoffer für jedes Messgerät.

Wenn Sie weitere Informationen zu unseren Messgeräten oder eine individuelle Beratung wünschen, besuchen Sie unseren Online-Shop oder direkt unsere Kontaktseite.

 

 

 

Asbest – Messung und Analyse

Asbest

Definition – was ist Asbest?

Unter dem Begriff Asbest werden „natürlich vorkommende, faserartige silikatische Minerale mit Faserdurchmessern bis herab zu 2 Mikrometern (1 Mikrometer entspricht einem Tausendstel Millimeter)“  zusammengefasst. Sie sind chemisch sehr beständig, unempfindlich gegen Hitze und nicht brennbar. Asbestfasern sind wegen ihrer Flexibilität und Bindefähigkeit mit anderen Materialien vielfältig einsetzbar und leicht zu verarbeiten.

Vorkommen – wo ist Asbest zu finden?

Wegen der voran genannten Eigenschaften wurde Asbest früher zahlreich eingesetzt. So fand er in Bremsbelägen, Dachverkleidungen oder als Asbestzement Verwendung. Da man die krebserzeugende Wirkung noch nicht kannte, wurde er nur in Bezug auf seine chemischen Eigenschaften verwendet. Er eignete sich als Dämmmaterial, Dichtungen und Fassadenmaterial. Demnach ist er oft in alten Gebäuden, deren Bodenbeläge oder dergleichen zu finden.
Seit 1993 ist er jedoch als Einsatzstoff verboten und wird (sofern bekannt) entfernt. Die Entfernung sollte jedoch unbedingt fachmännisch und unter dem Aspekt des Gesundheitsschutzes erfolgen. Eine Freisetzung während der Arbeiten gilt es unbedingt zu vermeiden.

Auswirkungen auf die Gesundheit

Asbest wirkt krebserzeugend und kann zur Asbestose führen. Dies bezeichnet eine Lungenkrankheit, die durch das Einatmen von Asbestfasern entsteht. Der (stetige) Kontakt der Atemwege mit den Fasern führt zu einer Verhärtung des Lungengewebes und kann Tumore entstehen lassen. Bereits seit den 30er-Jahren ist die Asbestose als Berufskrankheit anerkannt. Mittlerweile werden auch andere Krebsarten (seit 2007 z.B. Ovarialkarzinom), die durch Asbestkontakt entstanden sein können, als solche anerkannt. Da man nun von der gesundheitsschädigenden Wirkung der Asbestfasern weiß, gilt es den Kontakt damit zu vermeiden. Dies geschieht beispielsweise bei Sanierungsarbeiten durch Schutzkleidung und spezielle Verpackungs- und Transportverfahren. Aufgrund seiner gesundheitsschädigenden Eigenschaften gilt Asbest als Schadstoff und muss als Sondermüll gekennzeichnet und entsorgt werden.

Messung und Analyse

Die Messung von Asbest ist besonders im Vorfeld von Sanierungsarbeiten wichtig, die entsprechende Regelung dazu findet sich in der TRGS 519. Für die Asbestmessung ist unser Messgerät SG12 bestens geeignet, da es Fasern nach VDI 3492 messen kann, insbesondere wenn hohe Volumenströme zur Messung benötigt werden. Des Weiteren kann mittels der Ansaugrohre eine Messung in der Atemhöhe des Arbeitnehmers erfolgen. So dient es der Kontrolle des Arbeitsschutzes. Die Auswertung dieser Messung kann bei unserem Partner, der GSA Ratingen erfolgen. Es handelt sich um ein akkreditiertes Prüflabor, in dem die Analyse unter anderem mit dem Rasterelektronenmikroskop erfolgt.

Arbeitsplatz zur Faseranalyse der GSA Ratingen

Bei Fragen zur Messung und Analyse kontaktieren Sie uns gerne jederzeit.

Welche Kosten entstehen?

Die Kostenfrage ist von vielen unterschiedlichen Faktoren abhängig. Zunächst ist der Umfang der Arbeiten zu definieren. Ist eine Begehung des Objektes im Vorfeld notwendig? Sollen Materialproben oder Liegestaubproben genommen werden? Oder ist „nur“ eine Luftmessung erforderlich? Welche Größe hat das Objekt, beziehungsweise der betroffene Bereich? Grundsätzlich ist in unserem Angebot der Einsatz des Messtechnikers und die An- und Abfahrt inkludiert und setzt sich folgendermaßen zusammen:

– Stundensatz des Messtechnikers: 65€
– Zusätzliche Kosten für die Anfahrt: Einfache Entfernung in Kilometern x 2 x 0,60€
– Erstellung eines Berichtes: 100-150€*

Zusätzlich bedarf es weiterer Informationen, um dann das geeignete Messgerät und -verfahren auszuwählen. Dazu gehören Explosionsschutz, Messhöhe und Messdauer.

Im Bereich Faseranalytik gibt es verschiedene Möglichkeiten. Man kann prüfen, ob bereits Fasern über schwach gebundene Produkte in den Innenraum freigesetzt wurden. Dazu wird eine Innenraumluftmessung gemäß VDI 3492 durchgeführt, wobei man von einem Messpunkt pro Raum (bis 10m²) mit Verdacht ausgeht. Die Kosten dafür liegen bei 140€ pro Messpunkt (zzgl. Messtechniker und Anfahrt). Eine weitere Option sind Klebeproben beim Messen von auf Oberflächen abgelagerten Faserstäuben, wenn man von belastetem Staub ausgeht. Im Rahmen dieser Probenahme werden 3-5 Klebeproben im (vermutlich) belasteten Raum (bis 100m²) aufgenommen. Hier entstehen Kosten von 51,50€ pro Messpunkt (zzgl. Messtechniker und Anfahrt).

In einem ausführlichen Vorgespräch mit unseren Experten stellen wir Ihnen ein individuelles Angebot zusammen und beraten Sie gerne in allen Punkten. Nutzen Sie dazu bitte unser Kontaktformular.

 

*Preisinformation von Juli 2018, unverbindliche Angabe, Änderungen vorbehalten.

 

 

 

Quellen:
[1]: http://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/umwelteinfluesse-auf-den-menschen/chemische-stoffe/asbest#textpart-1
[2]: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/asbest.php
[3]: https://www.ebersberg.de/fileadmin/ebersberg/E._Ipsen/Asbest-Faltblatt2013.pdf
[4]: http://www.gsa-ratingen.de/leistungsangebot/faseranalyse.html
[5]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-519.pdf;jsessionid=A1723B2A9F9C60A00BCE7108911ADC17.s2t2?__blob=publicationFile&v=2