Lagerung von Schadstoffen am Arbeitsplatz

Zu den Schadstoffen zählt man all jene Stoffe, die eine Gefährdung für die Gesundheit von Mensch und Umwelt darstellen. Das Gefährdungspotential ist von der Art des Stoffes und dessen Konzentration abhängig. Die Auswirkungen stellen sich unterschiedlich dar. Sie reichen von Atembeschwerden bis hinzu Hautreizungen.
Am Arbeitspatz finden verschiedene Regelungen für den Umgang mit gefährlichen Stoffen Anwendung. Zum einen muss der Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, in welcher die eingesetzten oder entstehenden Schadstoffe aufgelistet werden und welche betrieblichen Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden müssen. Zum anderen müssen die Arbeitnehmer in diesem Zusammenhänge eingewiesen und unterrichtet werden. Derartige Maßnahmen müssen regelmäßig kontrolliert und optimiert werden.

Arbeitsplatz

Lässt sich der Einsatz oder die Entstehung von Schadstoffen im Arbeitsprozess nicht vermeiden, steht immer der Schutz des Arbeitnehmers im Fokus der Sicherheitsbetrachtung. In der Gefährdungsbeurteilung sind die Sicherheitsmaßnahmen niedergeschrieben, die am Arbeitsplatz eingehalten werden müssen. Mit Hilfe dieser Maßnahmen soll der Arbeitnehmer bestmöglich geschützt werden im betrieblichen Umgang mit Schadstoffen. Die Unterweisung in die Sicherheitsmaßnahmen muss immer vor dem Kontakt mit den Schadstoffen erfolgen und stets dokumentiert werden.

Lagerung

Nun ist nicht nur der sichere Umgang mit Gefahrstoffen von Bedeutung, sondern auch deren Lagerung. Wenn die betrieblichen Prozesse eine Lagerung von Schadstoffen nötig machen, so sind einige Aspekte zu beachten. In diesen Fällen findet die TRGS 520 Anwendung. Einerseits gilt es, einen geeigneten Lagerort zu finden. Dieser sollte grundsätzlich witterungsgeschützt sein. Andererseits muss eine sichere Handhabung und Aufbewahrung gewährleistet sein. Darüber hinaus müssen „zwei gekennzeichnete, möglichst entgegengesetzte, stets frei zugängliche Ausgänge als Flucht- und Rettungswege“ vorhanden sein, bei denen die Türen sich nach außen öffnen lassen. Alle Regale oder Ablageflächen müssen fest verankert sein, um ein Umkippen und Auslaufen zu verhindern. Der Boden muss ebenfalls verschiedene Eigenschaften aufweisen: flüssigkeitsdicht, säure- und chemikalienfest und elektrisch ableitend, trittsicher im feuchten Zustand und leicht zu reinigen. Persönliche Schutzausrüstung (Schutzbrille, Handschuhe u. ä.) muss in ausreichender Menge bereitgestellt sein. Zudem müssen verschiedene Dinge unbedingt dokumentiert werden, wie etwa Betriebsanweisungen, Alarmpläne und Sortiervorschriften. Je nach Art der Lagerung müssen verschiedene Bedingungen beachtet werden. Handelt es sich um eine Zwischenlagerung oder eine mobile Sammelstelle, dann unterscheidet sich die genaue Ausstattung des Lagerungsortes in einigen Punkten.

Allgemeine Regelungen

Es gibt noch weitere Aspekte. So müssen die Schadstoffe in geeigneten Behältern transportiert und gelagert werden. Beispielsweise dürfen Säuren nicht in Metallbehältern gelagert werden, da die Säure mit dem Metall chemisch reagiert und im Laufe der Zeit den Behälter undicht werden lässt. Zum anderen muss sichergestellt sein, dass unbefugte Personen keinen Zugang zur Lagerungsstelle haben. Dies kann durch etwa durch einen abschließbaren Raum erfolgen. Der persönliche Eigenschutz muss durch die entsprechende Schutzausrüstung vorgenommen werden. Der Arbeitgeber sollte den Arbeitnehmer im Umgang mit den Schadstoffen und deren Lagerung einweisen und im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung die passenden Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

Wie kann die GSA helfen?

Bei der Lagerung von Schadstoffen ist eine Freisetzung der Stoffe immer möglich und bedarf im Rahmen der Arbeitssicherheit einer regelmäßigen Überprüfung. Eine Messung durch die GSA kann zum Beispiel für Gase erfolgen. Dafür empfiehlt sich unser Messgerät SG5100ex, da es mit einem Explosionsschutz ausgestattet ist. Für eine ausführliche Beratung zum richtigen Messverfahren kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Quellen:
[1]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-520.pdf?__blob=publicationFile
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/abfallwirtschaft/abfallarten/gefaehrliche-abfaelle
[3]: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/chemikalien/inkuerze.html
[4]: Bildquelle: https://www.jh-profishop.de/gefahrstoffschraenke

Häufigkeit und Vorkommen von Schadstoffen

Feinstaubmessung

Was sind Schadstoffe?

Unter dem Begriff Schadstoffe stehen alle Stoffe oder Stoffgemische, die die Gesundheit und/oder Natur beeinträchtigen, beziehungsweise schädigen. Dabei gibt es zwei Kategorien, die natürlich vorkommenden Stoffe und die synthetisch erzeugten. Die schädigende Wirkung kann sowohl durch den Kontakt als auch durch die Aufnahme (z.B. Einatmen) durch die Schleimhäute entstehen.
Wie bei toxischen Substanzen ist auch hier die Konzentration und die Umgebung in der der Stoff vorkommt entscheidend für die schädigende Wirkung. Zudem ist entscheidend, wie lange man dieser Belastung ausgesetzt war.

Umweltschädlich
GHS-Piktogramm „umweltschädlich“

Auswirkungen auf die Gesundheit

Die Konsequenzen für die Gesundheit hängen vom jeweiligen Stoff ab und lassen sich daher nicht verallgemeinern. Ein weiterer Faktor ist die Konzentration des Stoffes und die Dauer der Aussetzung. Je nach Art des Stoffes gibt es verschiedene Gefahren. So wirkt Asbest krebserzeugend und das Einatmen von Staub kann zu einer Pneumokoniose (Staublunge) führen.
Zu Beginn des Stoffeinsatzes steht die Gefährdungsbeurteilung. Für diese Beurteilung wird das Arbeitsschutzgesetz (speziell §5) und die Gefahrstoffverordnung (§7) zu Rate gezogen. In beiden ist der Begriff des Schadstoffs definiert und Maßnahmen enthalten, wie der Arbeitsschutz eingerichtet werden kann. Im Zuge dessen finden verschiedene Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) Anwendung. Welche TRGS im Einzelnen relevant ist, hängt vom jeweiligen Arbeitsplatz und (Schad)Stoff ab.

Wie häufig treten die Schadstoffe auf?

Die Menge der Schadstoffe ist abhängig von dem jeweiligen Einsatzgebiet. Eine grobe Übersicht lässt sich aber dennoch geben. So sind in Innenräumen, wie etwa Büros, die häufigsten Schadstoffe Feinstaub, PCP (Pentachlorphenol), PCB (Polychlorierte Biphenyle) und Schimmelpilze. In welchem Ausmaß diese vorkommen ist abhängig vom Alter und der Bauweise des Gebäudes.
Bei älteren Gebäuden kann auch eine Asbestbelastung möglich sein, etwa durch veraltetes Dämmmaterial.
Besteht der Verdacht auf eine mögliche Belastung durch Schadstoffe, so sollte schnellstmöglich eine Messung durchgeführt werden. Für Innenräume eignet sich zum Beispiel das PM4-2, da es ein hohes Messvolumen bewältigen kann.

Was kommt nach der Messung?

Liegt eine Gefährdungsbeurteilung vor und ist daraus eine potentielle Gefahr für den Arbeitnehmer zu erkennen, so ist der Arbeitgeber in der Pflicht, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.
Dazu ist es ratsam, zunächst die Konzentration des jeweiligen Stoffes am Arbeitsplatz zu messen. Um das richtige Messgerät zu finden, ist zu überlegen, welcher Stoff gemessen werden soll. So kann das SG10-2 Stäube messen und das SG5200 Gase. Für eine ausführliche Beratung kontaktieren Sie uns hier.

Nähere Informationen zum Thema Arbeitsschutz finden Sie in unserem Artikel „Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz“.

 

Quellen:
[1]: http://www.chemie.de/lexikon/Schadstoff.html
[2]:https://www.bgrci.de/fileadmin/BGRCI/Downloads/DL_Praevention/Fachwissen/Gefahrstoffe/Analytik_Symposium_2009/Kleine_-_Homepage.pdf
[3]:https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-402.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Schadstoffe und deren Auswirkungen auf die Gesundheit

Symbolbild Messgeräte

Welchen Einfluss haben Schadstoffe?

Wie wirken sich die verschiedenen Schadstoffe auf die Gesundheit aus und warum ist Prävention so wichtig? Dies ist eine elementare Frage, wenn sich Schadstoffe am Arbeitsplatz befinden könnten oder solche zur Produktion benutzt werden oder dort entstehen könnten.

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Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz

PSA

Warum sind Schutzmaßnahmen wichtig?

Kann es am Arbeitsplatz zu Kontakt mit Schadstoffen kommen, so sind dort entsprechende Schutzmaßnahmen erforderlich. Diese sollen den Arbeitnehmer vor den Schadstoffen schützen und ein sicheres Arbeitsumfeld schaffen und gewährleisten.

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