Holzstaub – Gefahr für Schreiner?

Für Schreiner und andere holzverarbeitende Berufe ist die Verarbeitung von Holz völlig normal. Holz wird zumeist als natürlicher und reiner Rohstoff gesehen. An eine Gesundheitsgefahr bei der Verarbeitung denken wenige. Auch Profis wie Schreiner arbeiten häufig teilweise ohne Mundschutz und unterschätzen damit eine wesentliche Gesundheitsgefahr: den Holzstaub.

Was versteht man unter Staub?

Unter dem Begriff Staub versteht man kleinste Feststoffteilchen, die fein verteilt in der Umgebungsluft vorliegen. Dabei unterscheidet man  A-Staub (Feinstaub) und E-Staub (Gesamtstaub).
A-Staub beschreibt die alveolengängige Staubfraktion, das bedeutet, dass die Feststoffteilchen bis in die Alveolen (Lungenbläschen) vordringen können. Dort kann diese Staubfraktion Reizungen und Entzündungen auslösen und zu langfristigen Schäden am Lungengewebe führen und eine sogenannte Staublunge (Pneumokoniose) hervorrufen.
E-Staub beschreibt die einatembare Fraktion, also die Staubteilchen die durch Mund und Nase eingeatmet werden können. Sie dringen nicht ganz so tief in die Lunge ein, können allerdings ebenso schwere Reizungen hervorrufen. Die Vorschrift DIN EN 481 beschreibt die Partikelgröße, bzw. deren Durchmesser. Daraus lässt sich folgendes ableiten: Je kleiner der Partikeldurchmesser ist, desto tiefer dringen die Partikel in die Lunge ein und desto schwerer kann die Schädigung des Lungengewebes sein.

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Dieselmotoremissionen (DME)

Was sind DME?

Unter dem Begriff Dieselmotoremissionen werden die Stoffe zusammengefasst, die bei der Verwendung eines Dieselmotors ausgestoßen werden. Es handelt sich dabei um ein Stoffgemisch, welches sich aus Partikeln und Gasen zusammensetzt. Eine allgemeingültige Auflistung der Bestandteile ist nicht möglich, da sie durch Betriebsweise und Motorart bestimmt werden. Es gibt jedoch einige Stoffe, die immer enthalten sind.
Dazu zählen:

  • Kohlenmonoxid (CO)
  • Kohlenstoffdioxid (CO2)
  • Stickstoffmonoxid (NO)
  • Stickstoffdioxid (NO2)
  • Dieselruß (EC; gemäß TRGS 900)

Dieselrußpartikel werden in der TRGS 900 näher beschrieben. Dabei handelt es sich um „unlösliche Kerne elementaren Kohlenstoffs (elemental carbon= EC)“, die auf einem Filter sichtbar werden. An diesem elementaren Kohlenstoff können weitere (mehr oder weniger gut biolöslich) Stoffe adsorbiert sein, die weitere Gefahren für die Gesundheit bergen (z.B. kanzerogene Stoffe).  Demnach werden unter diesem Begriff verschiedene Partikel zusammengefasst, dessen Hauptbestandteil aber immer Kohlenstoff ist.

Wo sind DME zu finden?

Dieselmotoremissionen entstehen immer dann, wenn ein Dieselmotor in Betrieb genommen wird und Abgase ausstößt. Dies kann sowohl am Arbeitsplatz als auch im privaten Bereich der Fall sein. Im Arbeitsablauf können das dieselbetriebene Fahrzeuge sein (Hubfahrzeuge, Stapler, etc.), außerhalb der Arbeitssituation ist es hauptsächlich der alltägliche Straßenverkehr. Wie hoch und wie lange die Belastung durch DME ist, ist davon abhängig, wie lange man sich in der belasteten Umgebung aufhält. Jedoch gilt in Betrieben das Minimierungsgebot (gemäß §§ 8, 9 GefStoffV gilt für DME). Das bedeutet, dass Arbeitnehmer den DME nur ausgesetzt werden sollen, wenn es nicht vermeidbar ist. Deshalb hat der Arbeitgeber immer zu prüfen, ob der Einsatz dieselbetriebener Maschinen und Fahrzeuge durch Elektromotoren substituiert werden kann.

DME im Alltag

Im beruflichen Umfeld ist die Exposition kalkulierbar, bzw. greifen diverse Schutzmaßnahmen. Eine Belastung durch Dieselmotoremissionen im Alltag ist schwieriger einzuschätzen. Aber wo sind DME im Alltag zu finden? Die einfachste Antwort lautet: auf der Straße. Jeder vorbeifahrende Diesel setzt DME frei, denen man dann als Fußgänger ausgesetzt ist. Schwieriger zu beantworten ist aber die Frage nach dem Gefährdungspotential im Alltag. Für die Einschätzung der Belastung sind verschiedene Parameter von Bedeutung, wie etwa die Dauer der Exposition, die Stoffkonzentration und Zusammensetzung des Stoffgemisches.

Gefährdung durch DME

Von den verschiedenen Bestandteilen der DME gehen unterschiedliche Gefahren aus, da diese stoffspezifisch sind. Kohlenstoffmonoxid ist giftig und kann wie Kohlenstoffdioxid zum Erstickungstod führen. Stickstoffoxide sind ebenfalls giftig und rufen Lungenschädigungen hervor. Des Weiteren stehen DME im Verdacht, krebserregend zu sein.
Die genauen Wirkungen sind jedoch abhängig von der Konzentration des Stoffes und der Dauer der Exposition. Deshalb unterscheidet man häufig in „kurz- und langzeitige Exposition“. Das beschreibt, wie lange man den schädigenden Stoffen ausgesetzt ist und welche Wirkung sie haben. Im betrieblichen Ablauf greifen diverse Schutzmaßnahmen, dabei gilt es die Rangfolge dieser Maßnahmen im „STOP-Prinzip“ durchzuführen (siehe hierzu TRGS 500 „Schutzmaßnahmen“(S = Substitution, T = Technische, O = Organisatorische und P = Persönliche Schutzmaßnahmen).

Dieselskandal

Der „Dieselskandal“ ist in aller Munde. Doch wo genau liegt das Problem? Dass Stickoxide schädlich sind, steht außer Frage. Fraglich ist jedoch zunächst, wie groß die Belastung im Alltag wirklich ist. Am Arbeitsplatz wird in der Gefährdungsbeurteilung die Dauer der Exposition berücksichtigt. Eine allgemein gültige Aussage dazu für den Alltag ist natürlich äußerst schwierig, weshalb die Grenzwerte von Bedeutung sind. Die derzeit gültigen Abgasstufen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (Stufe 5 und 6) sind in der Verordnung (EG) Nr. 715/2007 veröffentlicht. Die Werte für Stickoxide sind in mg/km (Milligramm pro Kilometer Fahrstrecke) angegeben und liegen für Stufe 5 bei 180mg/km für Dieselfahrzeuge.
Dem steht ein allgemeiner Jahresgrenzwert von 40µg/m³ und ein 1-Stunden-Grenzwert von 200µg/m³ (darf nicht öfter als 18-mal im Kalenderjahr überschritten werden) gegenüber. Die Vergleichbarkeit dieser Werte ist sicherlich ein Grund für die Diskussion um Fahrverbote und Einhaltung der Grenzwerte.
Die Grenzwertbestimmung ist von großer Bedeutung, da diese an weitere Maßnahmen wie etwa ein Fahrverbot für bestimmte PKW in Innenstädten gekoppelt ist. Fraglich ist jedoch, ob ein Fahrverbot für einzelne Straßen, bzw. Innenstädte das Belastungsproblem lösen. Gegner dieser Maßnahme führen an, dass viele Autofahrer dann einen Umweg fahren und sich das Problem einfach nur auf anderer Straßen verschiebt. Des Weiteren ist die Frage, wer von einem Fahrverbot ausgenommen wird. Für viele Kleinbetriebe würde das Verbot ein großes unternehmerisches Problem darstellen, da diese ihre Kunden nicht mehr anfahren könnten.

Messungen durch die GSA

Die Konzentration der DME kann mit unserem Messgerät PM4-2 gemessen werden. Von Bedeutung ist aber nicht nur das passende Messgerät, sondern auch die Messposition. Sie muss so gewählt werden, dass deren Ergebnisse die entsprechende Aussagekraft aufweisen können. Am Arbeitsplatz erfolgt die Messung häufig in Atemhöhe, sodass ermittelt werden kann, wie viel des Schadstoffes eingeatmet wird. Im öffentlichen Raum stellt dies ein Problem dar, da viele Parameter aufeinander treffen und die Messung beeinflussen. Hier sollte eine einheitliche Regelung gefunden werden, um eine Vergleichbarkeit zu erreichen und so zu wirksamen Lösungen zu gelangen. Für weitere Informationen zu Messungen und Messgeräten kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

 

Quellen:
[1]: https://www.bfga.de/infothek/bfga-newsletter-arbeitsschutz/dieselmotoremissionen-dme/
[2]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-554.pdf?__blob=publicationFile
[3]: https://www.aerzteblatt.de/archiv/196641/Dieselmotoremissionen-Eine-Gefahr-fuer-die-Gesundheit
[4]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/900/900-dieselmotorenemissionen-dme-russpartikel-als-ec.pdf?__blob=publicationFile&v=2
[5]: https://www.dguv.de/medien/ifa/de/vera/2012_saet_gefahrstoffe/05_felten.pdf
[6]: https://www.bg-verkehr.de/arbeitssicherheit-gesundheit/branchen/gueterkraftverkehr/gesundheitsgefahren/gefahrstoffe/abgase
[7]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide
[8]: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-schreiben-die-abgasnormen-der-eu-fuer-kfz-vor

Was ist Schweißrauch?

Definition Schweißrauch(e)

In der TRGS 528 findet sich folgende Definition: „Schweißrauche sind die beim Schweißen, thermischen Schneiden und bei den verwandten Verfahren entstehenden partikelförmigen Stoffe“. Dementsprechend beschreibt Schweißrauch ein Gemisch aus verschiedenen Gasen und Partikeln, die während der Schweißarbeiten entstehen. Bei den Partikeln unterscheidet man in einatembaren Staub (E-Staub) und in alveolengängien Staub (A-Staub). Damit beschreibt man, wie weit die Partikel in die Atemwege dringen können. Die Partikelgrößen liegen zwischen 10µm (PM 10) und 2,5µm (PM 2,5). Je kleiner der Partikel, desto weiter dringt er in die Lunge ein und kann dort Schäden verursachen.

Unter Schweißarbeiten werden in der TRGS 528 vier verschiedene Tätigkeiten zusammengefasst:

  • Schweißen
  • thermisches Schneiden
  • thermisches Spritzen
  • Löten

Welche Gefahr birgt der Schweißrauch?

Die Partikel können über die Atemwege in die Lunge gelangen und dort (schwere) Schäden anrichten. So dringt A-Staub bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vor und verursacht dort Reizungen und schädigt auf Dauer das Lungengewebe. So kam es zu dem Begriff „Staublunge“ (Pneumokoniose). Die freigesetzten Schadstoffe sind immer abhängig von den eingesetzten Werkstoffen.
Weitere Informationen zum Thema Staub finden Sie in unserem Artikel „Was ist eigentlich Staub?„.
Da es sich bei Schweißrauchen um Gemische handelt, ist eine einheitliche Beschreibung der Gefährdungen nicht möglich. Diese sind zudem von den eingesetzten Stoffen abhängig. Häufig kommen verschiedenen Oxide vor, unter anderem Aluminiumoxid (Al2O3), Eisenoxid (FenOm) oder Bleioxide (PbO). Diese liegen in Partikelform vor und können so in die Lunge gelangen. Stickstoffoxide (NOx), Kohlenstoffmonooxid (CO) oder Ozon (O3) liegen gasförmig vor und können durch das Einatmen Reizungen und andere Reaktionen in der Lunge auslösen. Die jeweilige Konzentration und spezifische Zusammensetzung ist von den eingesetzten Werkstoffen abhängig.

Wie kann die GSA helfen?

Um eine Schadstoffmessung bei Schweißarbeiten durchzuführen, empfehlen sich unsere Messgeräte SG5200 und SG5100ex. Es handelt sich um personengetragene Messgeräte, die Stäube, Gase und Dämpfe erfassen können. Für eine Simultanmessung von E- und A-Staub im Schweißrauch bedarf es des Probenahmesystems PGP EA nach IFA. Das sind speziell für diese Messung entwickelte Probenahmeköpfe, die eine aussagekräftige Messung ermöglichen. Für weitere Informationen zu den Messgeräten oder den Messungen selbst kontaktieren Sie uns bitte hier.

Quellen:
[1]: Quelle Beitragsbild: © Anthony Villalon / 123RF.com
[2]: https://www.bghm.de/fileadmin/user_upload/BGHM/Presseportal/Fachartikel2017/Schweissrauche_und_TRGS_900.pdf
[3]: https://arbeitsschutz-schweissen.de/gefahrstoffe-im-schweissrauch-wie-sie-sich-auf-den-menschlichen-koerper-auswirken/
[4]: https://arbeitsschutz-schweissen.de/schweissrauch-kompakt-erklaert-warum-eine-absaugung-so-wichtig-ist/
[5]: https://www.dguv.de/medien/fb-holzundmetall/publikationen-dokumente/infoblaetter/infobl_deutsch/077_fbhm-schweissrauche.pdf
[6]: https://www.kemper.eu/de/wissenswertes/schweissrauch-im-al,,lgemeinen/zusammensetzung-von-schweissrauch
[7]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-528.pdf?__blob=publicationFile
[8]: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A3554989%2C1.html

Feinstaubbelastung im Alltag

Messgeräte Feinstaub

Definition

Unter dem (veralteten) Begriff „Feinstaub“ versteht man den sogenannten A-Staub, dass heißt den alveolengängigen Staub. Diese Staubpartikel können beim Einatmen bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen. Die Gefahr besteht darin, dass sich die Partikel in der Lunge ablagern und dort Reizungen hervorrufen, die zur Vernarbung des Lungengewebes führen. Langfristig kann sich die sogenannte „Staublunge“ (Pneumokoniose) entwickeln. Alveolengängige Staubpartikel weisen in der Regel eine Größe bis zu 10µm auf.
Weiterführende Informationen zum Thema Staub finden Sie in unserem Artikel „Was ist eigentlich Staub?
Seit 01.01.2005 gilt europaweit ein Grenzwert für die Feinstaubfraktion PM 10 von 50µm/m³ bezogen auf den Tagesmittelwert. Dieser Wert darf nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden. PM10 beschreibt hierbei den aerodynamischen Durchmesser – also die Größe – der Staubpartikel.

Vorkommen

Es gibt zahlreiche Arbeitsplätze an denen Feinstaub auftritt. Das können beispielsweise Abfüllanlagen, Werkstätten oder andere Produktionsbetriebe sein. In diesen Fällen greift der Arbeitsschutz, um die Gefährdung für die betroffenen Arbeitnehmer zu reduzieren. Weitere Informationen dazu finden Sie in unseren Artikeln zum Thema Arbeitsschutz.
Doch nicht nur am Arbeitsplatz kann es zu Feinstaubbelastungen kommen, sondern auch im Alltag.
Dabei gibt es eine große Bandbreite:

  • in Industrieanlagen
  • im Straßenverkehr
  • beim heimischen Staubsauger
  • während Renovierungsarbeiten in der Wohnung/Haus usw.

Da man um die Gesundheitsschädigung, besonders durch langfristige Belastung, weiß, gilt es diese einzudämmen. Am Arbeitsplatz ist das durch die Gefährdungsbeurteilung und die darin enthaltenen Schutzmaßnahmen geregelt. Doch wie schützt man sich im Alltag? Als einfachste Maßnahme ist das regelmäßige und vollständige Durchlüften der Wohnräume zu nennen. Die Feinstaubbelastung, die durch den Staubsauger entstehen kann, lässt sich mit einem zusätzlichen Filter im Gerät eindämmen, siehe hierzu unser Beitrag „Feinstaub in der Wohnung.“
Da dies jedoch nicht immer die Lösung ist, wird in vielen Bereichen nach weiteren Möglichkeiten gesucht. So ist ein großer Punkt die Belastung durch den Straßenverkehr und wie diese verringert werden kann. Dazu werden verschiedene Ansätze diskutiert, wie etwa das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge.

GSA Messung

Soll die Feinstaubbelastung gemessen werden, so sind unsere Messgeräte SG10-2A und PM4-2 die beste Wahl. Das SG10-2A ist sowohl für den stationären wie auch den personengetragenen Einsatz zu verwenden, das Messgerät PM4-2 ist in der Lage, größere Probenvolumina zu messen. Um eine passende Auswahl treffen zu können kontaktieren Sie uns gerne jederzeit.

Quellen:
[1]: https://www.stmuv.bayern.de/themen/luftreinhaltung/verunreinigungen/feinstaub/emissionenpm10.htm
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/feinstaub-belastung
[3]: https://www.ndr.de/nachrichten/Der-Faktencheck-zu-Feinstaub-und-Stickoxiden,feinstaub148.html
[4]: http://www.umweltbundesamt.at/pm10/
[5]: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/UGR/Luftemissionen_82012.pdf?__blob=publicationFile
[6]: https://www.dguht.de/einfluss-von-feinstaub-auf-die-gesundheit/

Feinstaub in der Wohnung

Staubsaugen = Staub weg?

Er begegnet uns täglich und ist doch nicht sichtbar: der Feinstaub in unserer Wohnung.
Bei dem Begriff „Feinstaub“ denkt man nicht als Erstes an den heimischen Staubsauger, sondern eher an Fabriken und verkehrsreiche Straßen. Doch genau dort trifft man täglich auf ihn, im eigenen Wohnzimmer. Der tägliche Rundgang mit dem Staubsauger soll ihn ja eigentlich beseitigen, doch oft ist genau das Gegenteil der Fall. Statt den Staub aufzunehmen, wird er in der Luft verteilt.
Von dort gelangt er in die Lungen und kann schwerwiegende Schäden verursachen.  Hinzu kommt, dass sich der feine Staub mit der Zeit wieder auf den Möbeln absetzt und die Arbeit von vorne beginnt.
(Nähere Informationen zur Definition Staub und dessen Auswirkung finden Sie hier: Was ist eigentlich Staub?)

Ein Test mit verschiedenen Geräten hat gezeigt, dass viele Staubsauger im Alltag mehr Staub freisetzen als sie einsaugen. Auf Dauer kann das die Gesundheit gefährden. Die feinen Staubteilchen setzen sich in den Lungenbläschen ab und führen zu Reizungen und Entzündungen. Ebenso werden bestehende Allergien und Asthmakrankheiten verschlimmert.

Wie kann der Feinstaub nachgewiesen werden?

Die Menge des Staubs in der Luft ist messbar, so zum Beispiel mit unserem Messgerät SG10-2 oder PM4-2.  Mit der sogannten Staub-Abklatschprobe kann unser Partner GSA Schadstoffanalytik die einzelnen Bestandteile der Staubprobe bestimmen. Typischerweise finden sich im Haushalt textile Fasern, Hautschuppen, Haare und Blütenpollen. Besonders die Blütenpollen können Beschwerden auslösen und (bestehende) Allergien negativ beeinflussen.

GSA – Gesellschaft für Schadstoffanalytik mbH als Experten für Analysen von Steinstaub im TV Beitrag des Fernsehsenders RTL (ab Minute: 5:07)

Wie schafft man Abhilfe?

Um die Feinstaubbelastung in der Wohnung zu reduzieren, ist es ratsam, sowohl den Beutel als auch den Filter des Staubsaugers regelmäßig auszutauschen und zu reinigen. Für Allergiker empfiehlt sich ein Gerät mit HEPA-Filter, beziehungsweise einem Filter der Filterklasse A.
Die Filterklassen beschreiben, wie viel des eingesaugten Staubes wieder an die Umgebungsluft abgegeben werden. Bei der Filterklasse A liegt der Wert bei <0,02%.

Quellen:
[1]: Quelle Beitragsbild: © scyther5 / 123RF.com
[2]: https://www.rtl.de/cms/feinstaub-in-der-wohnung-manche-staubsauger-sind-wahre-dreckschleudern-4145212.html
[3]: http://blog.gsa-messgeraete.de/definition-staub/
[4]: https://haushaltsgeraetetest.de/staubsauger/boden/allergiker-hepa-filter.html

Häufigkeit und Vorkommen von Schadstoffen

Was sind Schadstoffe?

Unter dem Begriff Schadstoffe stehen alle Stoffe oder Stoffgemische, die die Gesundheit und/oder Natur beeinträchtigen, beziehungsweise schädigen. Dabei gibt es zwei Kategorien, die natürlich vorkommenden Stoffe und die synthetisch erzeugten. Die schädigende Wirkung kann sowohl durch den Kontakt als auch durch die Aufnahme (z.B. Einatmen) durch die Schleimhäute entstehen.
Wie bei toxischen Substanzen ist auch hier die Konzentration und die Umgebung in der der Stoff vorkommt entscheidend für die schädigende Wirkung. Zudem ist entscheidend, wie lange man dieser Belastung ausgesetzt war.

Umweltschädlich
GHS-Piktogramm „umweltschädlich“

Auswirkungen auf die Gesundheit

Die Konsequenzen für die Gesundheit hängen vom jeweiligen Stoff ab und lassen sich daher nicht verallgemeinern. Ein weiterer Faktor ist die Konzentration des Stoffes und die Dauer der Aussetzung. Je nach Art des Stoffes gibt es verschiedene Gefahren. So wirkt Asbest krebserzeugend und das Einatmen von Staub kann zu einer Pneumokoniose (Staublunge) führen.
Zu Beginn des Stoffeinsatzes steht die Gefährdungsbeurteilung. Für diese Beurteilung wird das Arbeitsschutzgesetz (speziell §5) und die Gefahrstoffverordnung (§7) zu Rate gezogen. In beiden ist der Begriff des Schadstoffs definiert und Maßnahmen enthalten, wie der Arbeitsschutz eingerichtet werden kann. Im Zuge dessen finden verschiedene Technische Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) Anwendung. Welche TRGS im Einzelnen relevant ist, hängt vom jeweiligen Arbeitsplatz und (Schad)Stoff ab.

Wie häufig treten die Schadstoffe auf?

Die Menge der Schadstoffe ist abhängig von dem jeweiligen Einsatzgebiet. Eine grobe Übersicht lässt sich aber dennoch geben. So sind in Innenräumen, wie etwa Büros, die häufigsten Schadstoffe Feinstaub, PCP (Pentachlorphenol), PCB (Polychlorierte Biphenyle) und Schimmelpilze. In welchem Ausmaß diese vorkommen ist abhängig vom Alter und der Bauweise des Gebäudes.
Bei älteren Gebäuden kann auch eine Asbestbelastung möglich sein, etwa durch veraltetes Dämmmaterial.
Besteht der Verdacht auf eine mögliche Belastung durch Schadstoffe, so sollte schnellstmöglich eine Messung durchgeführt werden. Für Innenräume eignet sich zum Beispiel das PM4-2, da es ein hohes Messvolumen bewältigen kann.

Was kommt nach der Messung?

Liegt eine Gefährdungsbeurteilung vor und ist daraus eine potentielle Gefahr für den Arbeitnehmer zu erkennen, so ist der Arbeitgeber in der Pflicht, geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen.
Dazu ist es ratsam, zunächst die Konzentration des jeweiligen Stoffes am Arbeitsplatz zu messen. Um das richtige Messgerät zu finden, ist zu überlegen, welcher Stoff gemessen werden soll. So kann das SG10-2 Stäube messen und das SG5200 Gase. Für eine ausführliche Beratung kontaktieren Sie uns hier.

Nähere Informationen zum Thema Arbeitsschutz finden Sie in unserem Artikel „Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz“.

Quellen:
[1]: http://www.chemie.de/lexikon/Schadstoff.html
[2]:https://www.bgrci.de/fileadmin/BGRCI/Downloads/DL_Praevention/Fachwissen/Gefahrstoffe/Analytik_Symposium_2009/Kleine_-_Homepage.pdf
[3]:https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-402.pdf?__blob=publicationFile&v=4

Was ist eigentlich Staub?

Allgemeine Definition

Staub ist der Oberbegriff für kleinste Feststoffteilchen, die nach Aufwirbelung für längere Zeit in der Luft schweben.
Die klassische Einteilung erfolgt je nach Partikelgröße in A- und E-Staub. Als Vorgabe dient die DIN EN 481, welche die „Festlegung der Teilchengrößenverteilung zur Messung luftgetragener Partikel“ beschreibt.

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