Asbest – versiegeln und weg?

Geläufig ist der Begriff Asbest und häufig hat man eine vage Vorstellung um was es sich dabei handelt. Doch warum ist Asbest so gefährlich und wieso muss er entfernt werden?

Was bedeutet Asbest

Als Asbest bezeichnet man faserartige, natürlich vorkommende Materialien, deren Faserdurchmesser zwischen 0,1 und 2µm liegt. Die chemischen Eigenschaften der Asbestfasern wurden lange Zeit genutzt. Aufgrund der thermischen und chemischen Beständigkeit wurde Asbest auch beim Hausbau vielfältig eingesetzt. Als man jedoch die Gesundheitsgefahren erkannte, wurde der Einsatz 1993 in Deutschland verboten. Durch das Verbot wurden zwar keine neuen Asbestfasern verwandt, jedoch finden sie sich als „Altlasten“ weiterhin in zahlreichen Gebäuden und sollten entfernt werden.

Warum ist Asbest gefährlich?

Die Gefahr, die von Asbest ausgeht liegt in der faserartigen Struktur. Diese Fasern können in die Atemwege gelangen, wo sie Reizungen und Entzündungen auslösen. Derartige Verletzungen des Lungengewebes führen zu einer (dauerhaften) Vernarbung und Beeinträchtigung der Atemfunktion. Unter dem Begriff Asbestose verbirgt sich die sogenannte „Asbestlunge“, welche als Berufskrankheit anerkannt ist und aus regelmäßiger Exposition durch Asbestfasern entstanden ist. Typische Symptome sind Hustenreiz, Schmerzen im Brustkorb, Abgeschlagenheit und ähnliches. Zur genaueren Diagnose ist eine Röntgenaufnahme der Lunge sinnvoll.

Wo findet sich Asbest?

Wegen seiner Hitzebeständigkeit und seiner guten Wärmedämmungseigenschaft kam es zu einem vielfältigen Einsatz von asbesthaltigen Materialien. So wurde er beispielsweise auch als Fliesenkleber, Dämmmaterial oder als Asbestzement verwendet. Häufig finden sich auch Vinyl-Asbestplatten als Bodenbelag. Solange diese intakt sind, ist die Gefährdung gering. Treten aber Beschädigungen auf, so werden die Asbestfasern freigesetzt und gelangen in die Umgebungsluft.
Ein Indiz auf das Vorkommen von Asbest ist das Baujahr eines Hauses. Typischerweise wurden in zwischen 1960 und 1980 vielfältig asbesthaltiges Material verwendet. Sollen nun Sanierungs- oder Renovierungsarbeiten erfolgen, so ist man schnell mit diesem Problem konfrontiert.

Machen Asbestmessungen Sinn?

Besteht der Verdacht einer Asbestbelastung, so ist eine Asbestmessung ratsam. Eine solche Fasermessung kann durch unser Messgerät SG12 erfolgen. Diese Messung erfolgt nach der Richtlinie VDI 3492. Die dazu notwendige Probe kann durch unsere Messtechniker vor Ort entnommen werden. Gerne beraten wir Sie zu diesem Verfahren.
Wird die entsprechende Probe selbst entnommen, so sind einige wesentliche Punkte zu beachten. Als Erstes steht immer der persönliche Schutz, das heißt, Schutzkleidung und Atemmaske (FFP 2) sind unbedingt zu benutzen.
Die Probenahme von Asbest (Feststoffprobe) soll hier kurz zusammengefasst werden:

  • Eigenschutz!
  • Betroffene Stellen mit Wasser befeuchten (Staubreduzierung)
  • Probenstück 2-4cm Kantenlänge mit scharfem Messer ausschneiden
  • Stelle erneut befeuchten
  • anschließend abdichten (Klebstoff, Spachtelmasse, o.ä.)
  • Probe staubdicht in einen Plastikbeutel verpacken
  • diesen Beutel in einen weiteren Beutel luftdicht verpacken und genau beschriften
  • alle Materialien und Hände gründlich reinigen
  • verpackte Probe zur Asbestanalyse an die GSA Gesellschaft für Schadstoffanalytik senden

Sanierung bei Asbest

Um die Asbestbelastung zu minimieren gibt es verschiedene Möglichkeiten, wobei eine vollständige Entfernung die wohl aufwendigste und kostspieligste ist. Aus diesem Grunde versuchen viele, die betroffenen Stellen abzudichten, bzw. zu versiegeln um einen Faseraustritt zu verhindern. Doch ist diese Methode sinnvoll?
Unbeschädigte Asbestplatten stellen keine extreme Gesundheitsbelastung dar, doch sind die Fasern so winzig, dass ein minimaler Riss zur Freisetzung führen kann. Lange Zeit war die Versiegelung der betroffenen Böden eine gängige Methode. Dabei wurden der gesamte asbesthaltige Bodenbelag oder die asbesthaltigen Kleberreste mit einer zusätzlichen Schicht flächendeckend abgedeckt. So sollte ein Austritt von Asbest verhindert werden.

Reicht die Versiegelung von Asbest aus?

Mit einer Versiegelung des Asbests ist das Problem nicht behoben, sondern lediglich aufgeschoben. Zum Einen kann die Versiegelung mit der Zeit Beschädigungen aufweisen, wodurch erneut Asbest freigesetzt werden könnte. Zum Anderen ist die Asbestversiegelung durch die Gefahrstoffverordnung verboten. Bei einer Versiegelung bleibt das Gefährdungspotential durch Asbest weiterhin bestehen. Zusätzlich könnte die Asbestbelastung in Vergessenheit geraten (durch Eigentümerwechsel o.ä.), sodass bei späteren Renovierungsarbeiten unwissend Asbest freigesetzt wird.
Eine Entfernung sollte immer durch eine qualifizierte Fachfirma erfolgen. Diese kann den Schutz der Mitarbeiter sicherstellen und die Gefährdung reduzieren. Da Asbestmaterial als Sondermüll unter besonderen Bedingungen entsorgt werden muss, ist von eigenständigen (laienhaften) Arbeiten abzuraten.

Quellen:
[1]: https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/lungenkrebs/asbestose-und-mesotheliom.html
[2]: https://www.haufe.de/immobilien/wohnungswirtschaft/qualitaet-bau-planung-ausfuehrung-abnahme-schadstoff/ueberzogene-anforderungen-bei-entfernung-von-asbestprodukten_260_212556.html
[3]: https://www.google.com/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=23&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwiw1aPT1MfmAhWLy6QKHUAeCdc4FBAWMAJ6BAgDEAI&url=https%3A%2F%2Fbroschueren.nordrheinwestfalendirekt.de%2Fherunterladen%2Fder%2Fdatei%2F190204-mags-merkblatt-asbest-im-haus-barrierefrei-pdf%2Fvon%2Fasbest-im-haus%2Fvom%2Fmags%2F3019&usg=AOvVaw1jA9FG_x1LCYGQFspmaGRn
[4]: https://www.crb-gmbh.com/de/newspost/asbesthaltige-klebstoffe-ueberdecken-gerichtsurteil?gclid=EAIaIQobChMIsb3-iNTH5gIVVOd3Ch2bkwGLEAAYAiAAEgK2xvD_BwE
[5]: https://blog.rathscheck.de/asbestplatten-versiegeln-wann-eine-versiegelung-sinnvoll-ist-und-wie-sie-ablaeuft

Feinstaub an Silvester

Feinstaub ist aus den Medien nicht mehr wegzudenken, doch was ist das und wie gefährlich ist er für uns? Gerade zu Silvester entflammt die Diskussion erneut: Bedeutet das das Ende der Raketen und Knaller?

Definition Feinstaub

Allgemein beschreibt der Begriff Staub kleinste Feststoffpartikel, die fein verteilt in der Umgebungsluft vorliegen.
Unter dem (mittlerweile veralteten) Begriff Feinstaub versteht man den alveolengängigen Staub (A-Staub). Das sind Staubteilchen, deren Durchmesser so gering ist, dass sie in der Lage sind, bis in die Alveolen (Lungenbläschen) vordringen können. Im Gegenzug dazu steht der E-Staub (früher: Gesamtstaub), dessen Partikel eingeatmet werden können und sich in den oberen Atemwegen anreichern können.

Gefahren durch Feinstaub

Die Gefährdung durch A-Staub (Feinstaub) liegt in der geringen Partikelgröße von weniger als 10µm (PM10: Particulate Matter). Dadurch können sie über die Atemwege in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen. Dort führen sie zu Reizungen und Entzündungen und stören den Gasaustausch. In der Folge kann es zu Schmerzen im Brustraum, Atemnot und bei längerer Exposition zur dauerhaften Störung der Lungenfunktion kommen. Je nach Stoffart kann es auch zu Krebsbildung kommen. Daher sind Schutzmaßnahmen gegen A-Staub sinnvoll. Besteht Kontakt am Arbeitsplatz so sind die gesetzlichen Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz einzuhalten. Dies beginnt bei der Gefährdungsbeurteilung und geht über den ASGW zum ausformulierten Sicherheitskonzept.

Feinstaub an Silvester

In den letzten Jahren ist es zu Silvester vermehrt zu Diskussionen zum Thema Feuerwerk und Feinstaub gekommen. Aktuell liest man häufig von einer Verbotsforderung. Als Begründung für dieses Verbot wird die enorme Feinstaubbelastung durch Raketen und Knallern angeführt. Doch wie hoch ist die Belastung durch Feinstaub an Silvester tatsächlich? Subjektiv betrachtet mag man dieser These sofort zustimmen, da die zunehmende Belastung an den Nebelbänken in der Silvesternacht sichtbar wird. Doch stimmt dieser Eindruck?
Pro Jahr werden etwa 4200 Tonnen Feinstaub (PM10) durch Feuerwerk, primär an Silvester, freigesetzt. Dieser Wert entspricht ca. 2% der gesamten Menge an Feinstaub, die in Deutschland freigesetzt wird. Zudem haben Messungen ergeben, dass in den ersten Neujahrstagen die Feinstaubbelastung so hoch ist, wie sie den Rest des Jahres nicht vorkommt. Die Messwerte liegen teilweise bei 1000µg/m³ Luft, zum Vergleich, der mittlere PM10-Wert deutscher Städte lag 2018 bei rund 18µm/m³.
Wie schnell sich dieser Belastung wieder auflöst, ist stark abhängig von den Wetterverhältnissen. So begünstigt starker Wind die Vertreibung des Feinstaubes. Die EU-Kommission hat einen PM10-Grenzwert erlassen, der bei 50µg/m³ liegt und nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden darf. Damit wäre bereits eine (je nach Wetterlage sogar zwei) zulässige Überschreitung am ersten Tag des Jahres bereits belegt.

Die Diskussion um das Verbot

Aus der aktuellen Umweltdiskussion heraus wurden für dieses Jahr die ersten Feuerwerksverbote ausgesprochen. So gilt in Teilen der Münchner Altstadt ein komplettes Verbot, in Köln und Düsseldorf sind sogenannte Schutzzonen eingerichtet, in denen keine Pyrotechnik gezündet werden darf. Dies hat nicht nur den Umweltgedanken als Hauptbegründung, sondern soll dem Schutz der Polizisten und Zuschauer dienen. Eine einheitliche Regelung liegt derweil nicht vor, unbestritten bleibt aber die enorm hohe Belastung durch Feinstaub an Silvester.

Quellen:
[1]: Quelle Beitragsbild: © Zbynek Burival / 123rf.com
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub
[3]: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-ist-feinstaub
[4]: https://www.bund.net/themen/mobilitaet/schadstoffe/feinstaub/
[5]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/dicke-luft-jahreswechsel
[6]: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/479/publikationen/hgp_wenn_die_luft_zum_schneiden_ist_2019.pdf
[7]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/feinstaub/feinstaub-durch-silvesterfeuerwerk
[8]: https://www.aerztezeitung.de/Panorama/Feinstaub-Feuerwerk-an-Silvester-405319.html
[9]: https://www.quarks.de/umwelt/feinstaub-belastung-durch-feuerwerk/
[10]: https://www.sueddeutsche.de/wissen/silvester-feuerwerk-feinstaub-1.4738301
[11]: https://www.tagesschau.de/boeller-verbote-deutschland-101.html

Schimmelbefall in der Wohnung

Wer Schimmel hört, verzieht schnell das Gesicht. Ist er einmal in der Wohnung, will man ihn zügig wieder loswerden. Ursache für den Schimmelbefall kann ein (unbehandelter) Wasserschaden sein.

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Klopf´auf Holz – oder besser nicht?

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Asbest im Putz – Gefahr in der Wand?

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Dieselmotoremissionen (DME) – Was sagen Ärzte dazu?

Was sind DME?

Dieselmotoremissionen (kurz DME) sind die Abgase eines Dieselmotors, die durch dessen Betrieb entstehen. Dabei handelt es sich um ein Stoffgemisch unterschiedlichster Zusammensetzung. Jedoch gibt es Stoffe, die immer enthalten sind, dazu zählen Kohlenstoffdioxid, Kohlenstoffmonoxid, Stickstoffoxide und Dieselruß (EC). Es variieren die Mengenanteile der jeweiligen Stoffe in Abhängigkeit der Motorart.

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Messung von Dioxinen

Was sind Dioxine?

Dioxine ist der Sammelbegriff für eine Gruppe halogenierter aromatischer Verbindungen mit tricyclischer Struktur. Das Kennzeichen aromatischer Verbindungen ist der Benzolring (ringförmige Verkettung von sechs Kohlenstoffatomen), die je nach Anordnung unterschiedliche Eigenschaften aufweisen. Werden die außenliegenden Wasserstoffatome durch Halogene (Brom, Chlor, Fluor) substituiert,  entstehen Dioxine. Zu der Stoffgruppe, die als Dioxine bezeichnet wird, gehören 75 Verbindungen der Dibenzodioxine und 135 ähnlich gebauter Dibenzofurane. Ihre Grundstruktur besteht aus zwei Benzolringen, die über ein oder zwei Sauerstoffatome verbunden sind. Die umliegenden Wasserstoffatome der aromatischen Ringe sind durch verschiedene Halogene, primär Chlor, substituiert. So gilt 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-p-dioxin (2,3,7,8-TCDD) als das gefährlichste Dioxin. Es besitzt zwei Benzolringe und insgesamt vier Chloratome. Diese Verbindung wird auch als „Seveso-Gift“ bezeichnet, da es im Juli 1976 in einer chemischen Fabrik in der Nähe des Seveso zum bisher größten Chemieunfall kam. Aufgrund eines havarierten Kessels wurden bis zu drei Kilogramm des Giftes abgelassen. Das verseuchte Gebiet ist 1x6km groß und dicht besiedelt. Das Verhalten der betroffenen Firma sorgte für den eigentlichen Skandal. Erst acht Tage nach dem Unfall gab sie das Austreten des Dioxins offiziell bekannt. Kurz nach dem Unfall zeigten etwa 200 Menschen die typischen Symptome einer Chlorakne. Jedoch ist eine genaue Opferzahl schwer zu ermitteln, da auch die Langzeitschäden in Betracht gezogen werden müssen.

Vorkommen von Dioxinen

Ein natürliches Vorkommen der Dioxine gibt es grundsätzlich nicht und sie werden nicht im technischen Maßstab hergestellt. In seltenen Fällen können sie bei Gewitter oder Waldbränden entstehen. Zu der Gruppe der Dioxinverbindungen werden auch Dibenzofurane (PCDF) gerechnet, deren Benzolringe nur durch ein Sauerstoffatom verbunden sind. Auch hier sind die außenliegenden Wasserstoffatome durch Halogene ersetzt. Dioxine entstehen als ungewolltes Nebenprodukt bei thermischen und chemischen Prozessen (z.B. Verbrennungsreaktionen) mit Halogenverbindungen. Es bedarf zur Entstehung sehr hoher Temperaturen von ca. 300 Grad Celsius, die Zersetzung findet bei etwa 900 Grad statt. Häufig sind sie bei der Müllverbrennung, Metallrecycling oder bei der Halogenchemie (z.B. Herstellung von Insektiziden) als Abfallprodukt, bzw. Nebenprodukt zu finden.
Der Eintrag in die Umwelt durch natürliche Entstehung ist minimal, da es sich um recht seltene Vorkommnisse handelt. Dank strenger Grenzwerte und technisch versierten Filteranlagen ist es gelungen, den industriellen Dioxinausstoß drastisch zu reduzieren.

Dioxinähnliche Verbindungen

Neben den eigentlichen Dioxinen und Furanen gibt es noch dioxinähnliche Verbindungen. Dabei handelt es sich um aromatisierte Chlorverbindungen, besonders um PCB (Polychlorierte Biphenyle). Diese aromatischen Verbindungen haben eine variable Anzahl an Chlorsubstituenten und wurden als Kühl- und Isoliermittel eingesetzt. Wegen der hohen Beständigkeit und toxischen Eigenschaften sind derartige Aromaten seit 1989 in Deutschland verboten und müssen als Sonderabfall entsorgt werden, wobei strenge Regelungen gelten.

Welche Gefahren bergen Dioxine?

Dioxine sind lipophil („fettliebend“) und reichern sich im Fettgewebe des Menschen an. Es sind sehr langlebige Verbindungen und können über die Nahrung in den Körper gelangen. Eine Aufnahme durch die Luft ist eher unwahrscheinlich (abgesehen von extremer Belastung, wie etwa durch oben erwähnten Chemieunfall). Jedoch sind die Auswirkungen bei Kontakt gravierend. Es kann zur sogenannten „Chlorakne“ kommen. Dabei handelt es sich um eine Reaktion der Haut mit akneähnlichem Erscheinungsbild. Des Weiteren treten als akute Symptome einer Vergiftung Erbrechen, Muskel- und/oder Kopfschmerzen und Schlafstörungen auf. In Bezug auf chronische Auswirkungen sind toxische und krebserzeugende Wirkungen zu beobachten.

Dioxine in Lebensmitteln?

Vor einigen Jahren war der „Dioxinskandal“ in aller Munde. Es handelte sich um eine erhöhte Dioxinbelastung in Lebensmitteln. Die Verwendung von belastetem Futtermittel führte zu einer Dioxinanreicherung in z.B. Eiern. Der europäische Grenzwert für Eier von 3pg/g Fett (Pikogramm pro Gramm Fett) wurde teilweise um das Doppelte überschritten. Eine akute Vergiftung ist selbst bei einer solchen Überschreitung relativ unwahrscheinlich, trotzdem sollte ein übermäßiger Verzehr von bestimmten Personengruppen (Schwangere, Kinder, etc.) vermieden werden. Viele Supermärkte und Discounter nahmen (vorübergehend) die belasteten Produkte aus dem Sortiment. Das führte zu einem erheblichen Vertrauensverlust der Kunden in die Produkte und zu finanziellen Einbußen auf Seiten der Produzenten und Lieferanten.
Auf der Suche nach der Ursache zeigt sich, dass eine verunreinigte Fettsäure als Bestandteil des Mischfutters die Belastung auslöste. Diese Fettsäure hätte nicht zur Futtermittelherstellung verwendet werden dürfen und so galt es zu prüfen, ob eine fehlerhafte Kennzeichnung vorlag oder ob die Fettsäure vorsätzlich dazu genutzt wurde. Letztlich urteilte der BGH, dass eine verschuldensunabhängige Haftung nicht schon bei dem bloßen Verdacht einer Verunreinigung Anwendung findet (Urt. v. 22.10.2014, Az. VIII ZR 195/13). Der Futtermittelvertreiber erstatte zwar den Schaden, den Hofbetreiber durch die Handelssperre ihrer Produkte erlitten hatten, jedoch wollte der Betreiber nicht zusätzlich für weitere Umsatzeinbußen aufkommen.

Messung von Dioxinen mit dem PM4-2A

Besteht der Verdacht einer Dioxinbelastung, so sollte zeitnah eine Messung durchgeführt werden. Unser Messgerät PM4-2A ist für eine Messung von PCDD und anderen dioxinähnlichen Verbindungen ausgelegt. Um das optimale Messkonzept zu entwickeln, kontaktieren Sie uns gerne jederzeit, unsere Messtechniker beraten Sie gern.

Quellen:
[1]: http://www.gesamtverband-schadstoff.de/schadstoffe/dioxine-furane/dioxine-furane.html
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/dioxine#textpart-1
[3]: https://www.bfr.bund.de/de/a-z_index/dioxin-4554.html
[4]: https://www.aerzteblatt.de/archiv/44793/Dioxin-Vergiftung-Eine-tickende-Zeitbombe
[5]: https://www.lanuv.nrw.de/umwelt/gefahrstoffe/faq-dioxine-furane-und-pcb/
[6]: https://www.chemie.de/lexikon/Sevesoungl%C3%BCck.html
[7]: https://www.spiegel.de/wirtschaft/service/dioxin-skandal-hersteller-lieferte-3000-tonnen-verseuchtes-futterfett-aus-a-737869.html
[8]: https://www.sueddeutsche.de/panorama/dioxin-skandal-das-allgegenwaertige-supergift-1.1042478-2
[9]: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/landwirtschaft-die-sieben-mythen-im-dioxinskandal-1572514.html
[10]: https://www.lto.de/themen/recht/d/dioxinskandal/
[11]: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=en&nr=69486

Schimmelbefall in der Wohnung wirksam bekämpfen und vorbeugen

Jeder kennt ihn, keiner will ihn: Schimmel in der Wohnung. Hängt ein muffiger Geruch in der Luft, der einfach nicht weggehen will, so kann es sich um einen Schimmelbefall handeln. Doch was ist dann zu tun?

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Schwermetallbelastung testen mit GSA Messgeräten SG10-2A und PM4-2

GSA Messgeräte SG10-2A und PM4-2 ermitteln die Schwermetallbelastung

Kann es am Arbeitsplatz zu einer Schwermetallbelastung kommen, so ist eine Messung stets sinnvoll. Dabei gilt es einige Punkte im Vorfeld zu bedenken. Dafür eignen sich beispielsweise unsere GSA Messgeräte SG10-2A oder PM4-2.

Häufig zählen Schwermetalle zu den Stäuben/Partikeln. Mit diesen können eine A-Staub– und/oder E-Staubmessung vorgenommen werden.

Hierbei ist die Ausgangsfrage, in welcher Fraktion das zu untersuchende Element nachgewiesen werden kann, bzw. für welche Fraktion ein gültiger Grenzwert existiert.

Welches Messgerät für Ihre Bedürfnisse passend ist, finden wir gerne in einer persönlichen Beratung für Sie heraus.

Definition für Schwermetalle

Der Begriff Schwermetalle ist nicht eindeutig definiert, sodass verschiedene Metalle in einer Gruppe zusammengefasst werden.

Es werden unterschiedliche Parameter zur Kategorisierung herangezogen; das Atomgewicht, die Dichte oder die Ordnungszahl. Einer Studie der IUPAC zufolge gibt es momentan ca. 38 verschiedene Definitionen des Begriffs Schwermetalle.

Am häufigsten werden sie über die Dichte definiert. So handelt es sich um ein Schwermetall, wenn die Dichte über 4,5 g/cm3 liegt. Dazu zählen dann (unter anderem) Blei, Cadmium, Quecksilber, Kupfer, Eisen und Zink.

Gefahr für die Gesundheit über Schwermetallbelastung

Schwermetalle sind nicht alle per se schädlich. Es gibt einige, die der Körper sogar braucht. Dazu gehören Eisen, Zink und Kupfer. Da diese Stoffe für den Körper lebensnotwendig sind, werden sie auch Spurenelemente genannt. Allerdings ist nicht jedes Spurenelement ein Schwermetall, an diesem Punkt überschneiden sich nur die Kategorien.
Wie bei allen Stoffen, bestimmt die Dosis das Gift. So kann auch durch Spurenelemente eine Gesundheitsgefährdung entstehen, wenn sie in hoher Konzentration dem Körper zugeführt werden. Andere Schwermetalle wie Blei oder Quecksilber sind bereits in kleinsten Dosen giftig.

Eine Aufnahme erfolgt (häufig unbeabsichtigt) oral (z.B. durch die Nahrung) oder über die Atemwege. Die toxische Wirkung der Schwermetalle ist abhängig vom jeweiligen Metall. In vielen Vergiftungsfällen ist jedoch die Komplexbildungsfähigkeit mit Proteinen und deren Funktionsverlust symptomatisch. Die Auswirkungen der Schwermetallvergiftung reichen von Herzrhythmusstörungen bis zu Nieren- und/oder Leberversagen und sind abhängig vom Agens. Der Körper kann diese Stoffe nicht selbst abbauen und so besteht die Therapie in der Gabe von Chelatbildern, die die Schwermetalle in Komplexe binden und aus dem Körper leiten.

Auftreten von Schwermetallen

Ein Auftreten von Schwermetallen kann verschiedene Ursachen haben. Einige kommen in der Natur vor, bzw. sind in die Natur gelangt durch Düngemittel oder durch industrielle Einflüsse. Als Beispiel soll hier Quecksilber näher betrachtet werden. Für andere Schwermetalle gelten andere, spezifische Regelungen und Werte.
Quecksilber etwa ist häufig in Meerestieren zu finden und kann so über die Nahrung (z.B. Fisch, Muscheln) aufgenommen werden. Jedoch ist die Menge pro Fisch sehr gering, sodass keine akute Gefährdung besteht. Zum weiteren Schutz der Verbraucher gelten Höchstwerte für Fische und Fischereiprodukte, an die Händler gebunden sind. In Bezug auf den Umweltschutz wurde am 25.06.1998 in Aarhus das UNECE-Übereinkommen, auch Aarhus-Konvention, beschlossen. Diese Konvention „legt wichtige Rechte für eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger im Umweltschutz fest.“
Früher wurde Quecksilber häufig in der Textilproduktion verwendet, sodass es zum Ausdruck des „Hutmacher-Syndroms“ kam. Damit wird eine Quecksilbervergiftung beschrieben, die bei der Verwendung von Quecksilbersalzen beim Filzen entsteht. Typische Symptome dieser Vergiftung sind zittrige Hände und krankhaft gesteigerte Erregbarkeit. In diesem Zusammenhang entstand der englische Ausdruck „mad as a hatter“ (verrückt wie ein Hutmacher) und verschiedene literarische Figuren, wie der berühmte Hutmacher in Alice im Wunderland.

Schwermetalle am Arbeitsplatz

Natürlich kommen Schwermetalle auch am Arbeitsplatz, beispielsweise bei Schweißarbeiten, vor. Blei wird häufig bei galvanischen Prozessen freigesetzt. Die spezifischen Arbeitsschutzmaßnahmen richten sich nach dem jeweiligen Schwermetall und sind stets einzuhalten und wenn nötig, zu optimieren. Informationen zum Thema Schweißen finden Sie in unserem Artikel „Was ist Schweißrauch?„.

Quellen
[1]: http://www.chemie.de/lexikon/Schwermetalle.html
[2]: https://www.bvl.bund.de/DE/01_Lebensmittel/02_UnerwuenschteStoffeOrganismen/07_Schwermetalle/lm_schwermetalle_node.html
[3]: https://www.vis.bayern.de/ernaehrung/lebensmittelsicherheit/unerwuenschte_stoffe/schwermetalle.htm
[4]: https://www.bmu.de/themen/bildung-beteiligung/umweltinformation/aarhus-konvention/
[5]: https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/luftschadstoff-emissionen-in-deutschland/schwermetall-emissionen#textpart-1
[6]: https://flexikon.doccheck.com/de/Schwermetallvergiftung
[7]: https://www.bmu.de/themen/bildung-beteiligung/umweltinformation/aarhus-konvention/
[8]: https://www.allum.de/krankheiten/quecksilber-vergiftung/chronische-vergiftung-mit-elementarem-quecksilber-und

Schadstoffmessungen bei Lagerung von gefährlichen Stoffen

Mit Schadstoffmessungen zur Ermittlung der Arbeitssicherheit Probenahmegerät SG5100ex

Bei der Lagerung von Schadstoffen ist eine Freisetzung der Stoffe immer möglich und bedarf im Rahmen der Arbeitssicherheit einer regelmäßigen Überprüfung. Schadstoffmessungen durch die GSA Messgerätebau kann zum Beispiel für Gase erfolgen. Dafür empfiehlt sich unser Messgerät SG5100ex, da es mit einem Explosionsschutz ausgestattet ist.

Für eine ausführliche Beratung zum richtigen Messverfahren kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Schadstoffe Definition

Zu den Schadstoffen zählt man all jene Stoffe, die eine Gefährdung für die Gesundheit von Mensch und Umwelt darstellen.

Das Gefährdungspotential ist von der Art des Stoffes und dessen Konzentration abhängig. Die Auswirkungen stellen sich unterschiedlich dar. Sie reichen von Atembeschwerden bis hinzu Hautreizungen.


Am Arbeitspatz finden verschiedene Regelungen für den Umgang mit gefährlichen Stoffen Anwendung. Zum einen muss der Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, in welcher die eingesetzten oder entstehenden Schadstoffe aufgelistet werden und welche betrieblichen Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden müssen. Zum anderen müssen die Arbeitnehmer in diesem Zusammenhänge eingewiesen und unterrichtet werden. Derartige Maßnahmen müssen regelmäßig kontrolliert und optimiert werden.

 

Schutz am Arbeitsplatz erforderlich

Lässt sich der Einsatz oder die Entstehung von Schadstoffen im Arbeitsprozess nicht vermeiden, steht immer der Schutz des Arbeitnehmers im Fokus der Sicherheitsbetrachtung. In der Gefährdungsbeurteilung sind die Sicherheitsmaßnahmen niedergeschrieben, die am Arbeitsplatz eingehalten werden müssen. Mit Hilfe dieser Maßnahmen soll der Arbeitnehmer bestmöglich geschützt werden im betrieblichen Umgang mit Schadstoffen. Die Unterweisung in die Sicherheitsmaßnahmen muss immer vor dem Kontakt mit den Schadstoffen erfolgen und stets dokumentiert werden.

 

Lagerungshinweise für sicheren Umgang mit Gefahrstoffen

Nun ist nicht nur der sichere Umgang mit Gefahrstoffen von Bedeutung, sondern auch deren Lagerung. Wenn die betrieblichen Prozesse eine Lagerung von Schadstoffen nötig machen, so sind einige Aspekte zu beachten.

In diesen Fällen findet die TRGS 520 Anwendung. Einerseits gilt es, einen geeigneten Lagerort zu finden. Dieser sollte grundsätzlich witterungsgeschützt sein. Andererseits muss eine sichere Handhabung und Aufbewahrung gewährleistet sein. Darüber hinaus müssen „zwei gekennzeichnete, möglichst entgegengesetzte, stets frei zugängliche Ausgänge als Flucht- und Rettungswege“ vorhanden sein, bei denen die Türen sich nach außen öffnen lassen. Alle Regale oder Ablageflächen müssen fest verankert sein, um ein Umkippen und Auslaufen zu verhindern. Der Boden muss ebenfalls verschiedene Eigenschaften aufweisen: flüssigkeitsdicht, säure- und chemikalienfest und elektrisch ableitend, trittsicher im feuchten Zustand und leicht zu reinigen.

Persönliche Schutzausrüstung (Schutzbrille, Handschuhe u. ä.) muss in ausreichender Menge bereitgestellt sein. Zudem müssen verschiedene Dinge unbedingt dokumentiert werden, wie etwa Betriebsanweisungen, Alarmpläne und Sortiervorschriften. Je nach Art der Lagerung müssen verschiedene Bedingungen beachtet werden. Handelt es sich um eine Zwischenlagerung oder eine mobile Sammelstelle, dann unterscheidet sich die genaue Ausstattung des Lagerungsortes in einigen Punkten.

 

Allgemeine Regelungen zur Schadstofflagerung

Es gibt noch weitere Aspekte. So müssen die Schadstoffe in geeigneten Behältern transportiert und gelagert werden. Beispielsweise dürfen Säuren nicht in Metallbehältern gelagert werden, da die Säure mit dem Metall chemisch reagiert und im Laufe der Zeit den Behälter undicht werden lässt. Zum anderen muss sichergestellt sein, dass unbefugte Personen keinen Zugang zur Lagerungsstelle haben. Dies kann durch etwa durch einen abschließbaren Raum erfolgen. Der persönliche Eigenschutz muss durch die entsprechende Schutzausrüstung vorgenommen werden. Der Arbeitgeber sollte den Arbeitnehmer im Umgang mit den Schadstoffen und deren Lagerung einweisen und im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung die passenden Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

 

Quellen:
[1]: Quelle Beitragsbild: © gemenacom / 123RF.com
[2]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-520.pdf?__blob=publicationFile
[3]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/abfallwirtschaft/abfallarten/gefaehrliche-abfaelle
[4]: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/chemikalien/inkuerze.html
[5]: Bildquelle: https://www.jh-profishop.de/gefahrstoffschraenke