Global Asbestos Awareness Week (GAAW) vom 1. bis 7. April 2026

Global Asbestos Awareness Week

Internationale Aktionswoche zur Sensibilisierung für Asbestgefahren

Zum 22. Mal findet vom 01. bis 07. April 2026 die jährliche „Global Asbestos Awareness Week“ (GAAW) der Asbestos Disease Awareness Organization (ADAO) in den USA statt, die weltweit von zahlreichen Ländern auch für eigene Initiativen zur Aufklärung über die Asbestgefahren und für Forderungen nach besserem Arbeitsschutz genutzt wird.

Die Aktionswoche vernetzt Fachleute wie auch Betroffene mit asbestbedingten Erkrankungen zu einem Wissensaustausch. Mit diesem soll die Aufklärung über die Risiken der Asbestexposition und die Prävention asbestbezogener Erkrankungen wie Asbestose und Mesotheliom für den besseren öffentlichen Gesundheitsschutz vorangetrieben werden. Vielfältige Informationen werden hierzu in verschiedenen Sprachen angeboten, und die Social-Media-Inhalte unter dem Hashtag #2026GAAW bereitgestellt, um eine möglichst große Reichweite zu erzielen.

Die Schwerpunktwoche mit dem Motto „Awareness Today, Protection Tomorrow“ (Aufklärung heute, Schutz morgen) bietet tägliche Aufklärungsprogramme verschiedener führender Organisationen. Einige der Veranstaltungsschwerpunkte sind Aktionen für ein weltweites Verbot von Asbestabbau und dessen Nutzung, mehr Kontrollen zur Einhaltung bestehender Vorschriften und zum Aufbau internationaler Partnerschaften für den Schutz der öffentlichen Gesundheit.

Die Veranstaltungen der Aktionswoche umfassen insbesondere Gastvorträge von Experten, Erfahrungsberichte von Betroffenen mit asbestbedingten Erkrankungen, informative Videos und andere Aktivitäten. Die „Global Asbestos Awareness Week“ endet an ihrem letzten Tag (07. April 2026) mit einer weltweiten virtuellen Kerzenlicht-Mahnwache, der „Candlelight Vigil“, zu Ehren und Gedenken der Asbestopfer, die an asbestbedingten Erkrankungen gestorben sind. Damit soll auch auf die Notwendigkeit des gemeinsamen internationalen Engagements für die Prävention vor den Asbestrisiken aufmerksam gemacht werden.

Asbest

Trotz vieler Asbestverbote in verschiedenen Ländern sterben weltweit jedes Jahr rund 200.000 Menschen an den Folgen der Asbestexposition. In einigen Staaten ist Asbest weiterhin nicht verboten, sodass auch die Nutzung dort noch legal ist. Da Asbest immer noch in zahlreichen Baumaterialien, öffentlichen Einrichtungen, Arbeitsstätten und Konsumgütern enthalten ist, sind weiterhin viele Menschen den gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Dies verdeutlicht, dass Aufklärung, Prävention, politische Maßnahmen und internationale Zusammenarbeit weiterhin dringend erforderlich sind.

Global Asbestos Awareness Week (GAAW) in Deutschland

Zahlreiche deutsche Institutionen beteiligen sich in der Aktionswoche „Global Asbestos Awareness Week“ mit vielfältigen Informationen, um vor den gesundheitlichen Gefahren durch Asbest zu warnen und diese nachhaltig einzudämmen.

In Deutschland liegt der Fokus der Global Asbestos Awareness Week (GAAW) bei vielfältigen Aktionen diverser Verbände, Bildungsanbietern und weiteren Initiativen. Im Monat April werden zu diesem Anlass vermehrt Schulungen zum Umgang mit Asbest angeboten und es finden verschiedene Angebote zur Aufklärung über die Risiken durch Asbest statt. Mit diesen Aktivitäten sollen Handwerker und Heimwerker stärker über die Risiken durch asbesthaltige Materialien in Gebäuden und Produkten wie Putze, Spachtelmassen oder Fliesenkleber, die Asbest enthalten können, sensibilisiert werden. Auch verbesserte Maßnahmen für den Arbeitsschutz werden weiterhin gefordert, wie die Einhaltung strengerer Sicherheitsstandards und die bessere Anerkennung von Berufskrankheiten. Ferner setzen sich viele Anbieter für ein weltweites Asbestverbot mit ihren Aktivitäten ein.

Aktionen von Verbänden gegen die Folgen von Asbest

Auch 2026 setzt sich die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) weiterhin für die Sensibilisierung vor den Asbestgefahren und den Gesundheitsschutz ein, insbesondere unter Bezug auf die verschärfte Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) von 2024. Sie fordert mit der „Asbest-Charta“ ein Förderprogramm für die Asbest-Sanierung und setzt sich für mehr staatliche Kontrollen auf den Baustellen ein. Um den Zeitraum der Aktionswoche der „Global Asbestos Awareness Week (GAAW)“ werden mehr Schulungsangebote zum sicheren Umgang mit Asbest bereitgestellt wie spezielle Asbest-Seminare und Sachkundelehrgänge von diversen regionalen Vertretungen der IG BAU und anderer Anbieter von Weiterbildungen nach TRGS 519 (Technische Regeln für Gefahrstoffe). Darüber hinaus nutzen die IG BAU und andere Gewerkschaften diesen Zeitraum, um auf bestimmte Themen wie die Asbestgefahr im Gebäudebestand hinzuweisen und besseren Arbeitsschutz für Handwerker und Heimwerker bei Arbeiten in Altbauten einzufordern. Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) bietet ebenfalls Schulungen und Workshops zum sicheren Umgang mit Asbest an. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bietet zudem ein zentrales Internetangebot, um über den richtigen Umgang mit Asbest und beispielsweise über mögliche Asbestrisiken bei Sanierungen sowie gesetzliche Vorgaben zu informieren.

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Quellen:

#2026GAAW

Bildquelle Beitragsbild: 123rf.com © france68, Bild Nr. 66652451

www.asbestos.com/asbestos/statistics-facts/#:~:text=Asbestos exposure is the No,of occupational exposure to asbestos

www.asbestosdiseaseawareness.org/newsroom/blogs/save-the-date-gaaw/

www.asbestosdiseaseawareness.org/newsroom/blogs/march-what-we-fight-for/

www.asbestosdiseaseawareness.org/wp-content/uploads/2015/08/IDENTIFYING-ASBESTOS-IN-YOUR-HOME.jpg

www.bgbau.de/themen/sicherheit-und-gesundheit/asbest

www.bgbau.de/termin/stand-der-technik-asbest-bauen-im-bestand-26-03-2026

www.bgbau.de/themen/sicherheit-und-gesundheit/asbest/schulungen-und-workshops-zum-sicheren-umgang-mit-asbest

www.de.wikipedia.org/wiki/Asbestose

www.de.wikipedia.org/wiki/Mesotheliom

www.igbau.de/Binaries/Binary21485/Flugblatt-Asbest.pdf

www.igbau.de/Gefaehrliche-Altlasten-am-Bau-Video-Asbest-sicher-beproben.html#:~:text=In einem neuen Video erklärt die BG,dass gefährliche Fasern in die Luft gelangen.

www.youtube.com/watchv=4iGhhIRZMHk&list=PLs2LMXRPgSM4edSt4dxntk2OIIVqfCpoU&index=1

www.youtube.com/watch?v=4iGhhIRZMHk&list=PLs2LMXRPgSM6oCWDShTA8_ZKHxqZisvGs

Holzspielzeug für Kleinkinder – häufig schadstoffbelastet

Kleinkind Holzspielzeug

Holzspielzeug gilt als langlebig und in pädagogischer Hinsicht als besonders wertvoll für Kinder. Die schönen Holzteile werden beim Spielen häufig in die Hände und in den Mund genommen. Daher sollten diese sicher und frei von Schadstoffen sein. Bedenklich wegen einer möglichen Schadstoffbelastung kann jedoch das Material und die Verarbeitung sein.

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Wachskerzen in der Adventszeit – Feinstaub

Wachskerzen Feinstaub

Mit der Adventszeit verbindet man das warme, behagliche Kerzenlicht von Wachskerzen, das eine besinnliche Stimmung verbreitet. Besonders beliebt sind Duftkerzen, die intensiv nach unterschiedlichen Aromen riechen und für eine festliche Atmosphäre sorgen. Beim stundenlangen Abbrennen können Wachskerzen jedoch gesundheitlich belastende Schadstoffe in die Raumluft abgeben. Dabei ist entscheidend, aus welchen Materialien die Kerzen bestehen und wie sie verbrennen. Schon bei der Auswahl sollte man darauf achten, aus welchen Inhaltsstoffen und welcher Art von Wachs die Kerzen bestehen.

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Dachausbau – schädliche Holzschutzmittel

Dachgeschosswohnung Holzschutzmittel

Beim Dachausbau in Altbauten besteht das Risiko von Holzschutzaltlasten durch giftige Anstriche, die inzwischen verboten sind. Diese hochbelasteten Holzschutzmittel wurden nicht nur im Dachbereich und für den Außenbereich angewendet, für den sie bestimmt waren, sondern auch in Innenräumen, um Balken, Holzfußböden, Holzpaneele oder Verkleidungen anzustreichen. Sie sind besonders gefährlich für die Gesundheit der Bewohner, da sie noch jahrzehntelang Schadstoffe ausgasen können.

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Feinstaub – Risiko für kognitive Leistungsfähigkeit und Demenz

Verkehrsstau Feinstaub

Es ist bekannt, dass Feinstaub vor allem Atemwegserkrankungen auslösen und das Herz-Kreislauf-System stark belasten kann. Nach neuesten Studien können durch Feinstaub wie durch Abgase feinste Staubpartikel sogar bis zum Gehirn gelangen. Dadurch kann kurzfristig die geistige Leistungsfähigkeit beeinträchtigt werden. Darüber hinaus besteht der Verdacht, dass diese winzigen Partikel langfristig schwere Gehirnerkrankungen wie Demenz hervorrufen können.

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PET-Flaschen können schädliche VOC freisetzen

Mädchen aus PET-Flasche trinkend

PET-Flaschen werden bei sommerlichen Temperaturen gerne mitgeführt, da sie sich aufgrund ihres geringen Gewichts einfacher transportieren lassen und bruchsicherer sind als Glasflaschen. Besonders vorteilhaft sind sie für Menschen, denen unterwegs Glasflaschen viel zu schwer wären wie für kleine Kinder oder Sportler.

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TRGS 553 – strengere Regeln für Arbeiten mit Holzstaub

Holzstaub - Sägearbeiten

Holzstaub gilt als Gefahrstoff. Deshalb müssen für die Beschäftigten Maßnahmen getroffen werden, um sie vor dieser Belastung zu schützen. Durch die Neufassung der Technischen Regel für Gefahrstoffe (TRGS) 553 wurden umfassendere Regelungen zum Schutz der Gesundheit im Umgang mit Holzstaub am Arbeitsplatz geschaffen.

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Innenraumfilter im Auto – Luftqualität

Innenraumfilter Wechsel im Auto

Der Pollenflug hat jedes Frühjahr Hochsaison und der Aufenthalt sowohl im Freien als auch im Innern von Fahrzeugen ist für Allergiker dann besonders problematisch. Innenraumfilter, die allgemein zum Standard zählen, sollen Abgase und andere Luftschadstoffe filtern. Wenn der Innenraumfilter nicht mehr seine Funktion erfüllen kann, können vermehrt Luftschadstoffe wie Stäube, Ruß, Stickoxide, Benzol, Ozon oder Pollen, beispielsweise über die Klimaanlage, in das Wageninnere gelangen.

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Asbestverbote in Ländern weltweit

Asbestverbote nach Ländern weltweit

Derzeit existiert kein umfassendes Asbestverbot weltweit. Einzelne Länder, vorwiegend in Nordeuropa, haben ab den 80er-Jahren erstmals Asbestverbote eingeführt. Weiterhin ist der Abbau und die Verarbeitung als auch die Verwendung asbesthaltiger Produkte ein schwerwiegendes Problem für die menschliche Gesundheit und die Umwelt.

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