Internationale Verbreitung von Asbest

Einsatz von Asbest

Asbest wurde aufgrund seiner chemischen Eigenschaften vielfältig eingesetzt. Nach und nach erkannte man die gefährlichen Eigenschaften der Asbestfasern (Näheres zum Thema Asbest finden Sie hier) und beendete dessen Einsatz.
So ist seit 1993 ist die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von Asbest und asbesthaltigen Produkten verboten. Im Zuge dessen werden asbesthaltige Materialien entfernt und ausgetauscht. Bei all diesen Arbeiten ist die TRGS 519 unbedingt zu beachten. (Weitere Informationen finden Sie hier)


Wie man in dem Diagramm erkennen kann, nahm der Asbestverbrauch stetig ab, je mehr man um die schädigende Wirkung wusste. 1979 trat bereits ein Verbot von Spritzasbest in Kraft, was für die erste Abnahme sorgte. In Österreich trat 1990 die Asbestverordnung in Kraft, die ein Herstellungsverbot beinhaltet. 1993 trat das deutsche Verbot in Kraft, sodass der Einsatz von Asbest gen Null ging.

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Bioschadstoffe – Definition, Gefahr, Hilfe

Definition

Laut Biostoffverordnung sind Biostoffe definiert als „Mikroorganismen, Zellkulturen und Endoparasiten einschließlich ihrer gentechnisch veränderten Formen“, die eine gesundheitsschädigende Wirkung auf den Menschen haben. Das sind beispielsweise Infektionen, übertragbare Krankheiten, toxische oder sensibilisierende Wirkungen. Auf gleicher Ebene stehen technisch hergestellte Biostoffe, die ebenso eine schädigende Wirkung auf den Menschen haben können. Ebenfalls in diese Kategorie fallen Endoparasiten (im Menschen lebende Parasiten). Im Hinblick auf die mögliche Gefährdung werden sie auch Bioschadstoffe genannt.

Vorkommen

Biologische Stoffe kommen überall in unserer Umgebung vor. Wie bei allen Stoffen wirkt auch hier Paracelsus´ Axiom „Die Dosis macht das Gift.“ Es gibt jedoch Stoffe, die nur kleinste Mengen benötigen, um eine schädigende Wirkung auf den Menschen zu haben. Das Wissen um die Eigenschaften der Stoffe ist grundlegend für den Umgang mit ihnen. Bioschadstoffe lassen sich auch in alltäglichen Bereichen wie Lebensmitteln oder Wohnraum finden. Immer häufiger werden sie in Innenräumen gemessen und nachgewiesen. Um ein paar Beispiele zu nennen, seien hier Schimmelpilze und Hausfäule erwähnt. Diese lassen sich oft bei Sanierungsarbeiten in älteren Gebäuden nachweisen und stellen eine verbreitete Gefährdung dar. Deshalb wächst das Bewusstsein ob der potentiellen Gefahren von Bioschadstoffen und eine Analytik in diesem Bereich wird immer wichtiger.

Welche Gefahr besteht?

Die auf den Menschen und die Umwelt wirkende Gefahr ist stoffspezifisch und kann schlecht pauschalisiert werden. Deshalb werden hier nur einige mögliche Risiken genannt. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, es soll nur ein Eindruck der Bioschadstoffe vermittelt werden.
Es gibt Stoffe, die bei Hautkontakt Reizungen auslösen können. Eine Hautreizung geht zumeist mit einer Rötung und Ausschlag einher. Sie kann als einmalige Erscheinung oder als allergische Reaktion auftreten. Die größere Gefahr geht von toxischen Stoffen aus, also giftigen Stoffen. Abhängig von der Menge des Bioschadstoffes kann ein Kontakt tödlich enden. Als Beispiel sei hier das Bakterium Clostridium botulinum erwähnt, dass Botulismus verursacht. Es kann in verdorbenen Lebensmitteln vorkommen und führt von Übelkeit und Erbrechen bis zur Atemlähmung. Aber auch Schimmelpilzsporen können eine große Gefahr für die Gesundheit darstellen. Weitere Informationen zum Thema Schimmel finden Sie hier.

Biostoffverordnung (BioStoffV)

Die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit Biologischen Arbeitsstoffen“, kurz Biostoffverordnung (BioStoffV) trat am 23.07.2013 in Kraft. 
Die Biostoffverordnung gilt für alle Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffe). Sie regelt Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen im Arbeitsalltag mit diesen Stoffen. Der Verordnung liegt eine Gefährdungsbeurteilung zugrunde, die die Risiken für die Beschäftigten aufführt und geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen auflistet.
Des Weiteren erfolgt eine Einstufung der Biostoffe in vier unterschiedliche Risikogruppen, die das von ihnen ausgehende Infektionsrisiko beschreiben:

  1. Gruppe: Biostoffe, bei denen eine Krankheit unwahrscheinlich ist
  2. Gruppe: Biostoffe, die eine Krankheit auslösen können, potentielle Gefährdung der Beschäftigten; Verbreitung unwahrscheinlich; wirksame Vorbeugung oder Behandlung normalerweise möglich
  3. Gruppe: Biostoffe, die eine schwere Krankheit auslösen, ernsthafte Gefährdung der Beschäftigten möglich; Gefahr der Verbreitung besteht; wirksame Vorbeugung oder Behandlung normalerweise möglich
  4. Gruppe: Biostoffe, die eine schwere Krankheit auslösen, ernsthafte Gefährdung der Beschäftigten; Gefahr der Verbreitung groß; wirksame Vorbeugung oder Behandlung nicht möglich

Im Vorfeld steht immer eine Gefährdungsbeurteilung, die auch alle relevanten Sicherheitsmaßnahmen aufführen muss. Eine Dokumentation seitens Arbeitgeber ist ebenso verpflichtend wie die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter. Die TRBA 400 (Technische Regel für biologische Arbeitsstoffe) beschreibt die erforderlichen Verfahrenschritte zur Gefährdungsbeurteilung von Bioschadstoffen. Der jeweiligen Risikogruppe entsprechend werden geeignete Schutzmaßnahmen (z.B. Schutzbrille, Gesichtsschutz, umgebungsunabhängige Atemluftzufuhr) erstellt und sollten im Eigeninteresse des Arbeitnehmers eingehalten werden.

Wie hilft die GSA?

Im Bereich der Bioschadstoffe arbeitet die GSA Gesellschaft für Schadstoffanalytik mbH mit einem renommierten externen Labor zusammen. Es gibt verschiedene Probenahmemöglichkeiten. Welche die geeignetste ist, muss individuell entschieden werden.  So können lose oder feste Materialproben entnommen werden oder man wendet Impaktionsmethoden (z.B. Nährböden oder Partikelsammlungen) an, um Sporen oder dergleichen in der Luft zu erfassen. Die Probenahme erfolgt durch unsere Messtechniker, unser akkreditiertes Partnerlabor in Bochum ist auf die Bioanalytik spezialisiert. Für eine individuelle Beratung kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Quellen:
[1]: https://www.gesetze-im-internet.de/biostoffv_2013/BJNR251410013.html
[2]: https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a227-biostoffverordnung-2013-08.pdf?__blob=publicationFile&v=3
[3]: https://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsschutz/Technischer-Arbeitsschutz/biologische-arbeitsstoffe.html
[4]:https://www.bma-labor.de/
[5]: https://flexikon.doccheck.com/de/Botulismus
[6]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRBA/pdf/TRBA-400.pdf?__blob=publicationFile&v=7

Was macht ein Sicherheitsbeauftragter?

Sicherheitsbeauftragter = Fachkraft für Sicherheit?

Der Arbeitsschutz nimmt im betrieblichen Alltag immer mehr Raum und gewinnt so stetig an Bedeutung. Die bestehenden Gefahren ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung, die laut §5 des Arbeitsschutzgesetzes erfolgt.

Zunächst muss der Sicherheitsbeauftragte im Gegensatz zur Fachkraft zur Sicherheit abgegrenzt werden. Um Fachkraft für Sicherheit zu werden, bedarf es einer Ingenieursausbildung mit mindestens zwei Jahren Erfahrung im Bereich Sicherheitstechnik. Die Aufgaben umfassen sicherheitstechnische Überprüfungen, Untersuchung von Unfallursachen, Information aller im Betrieb Beschäftigten über die Gefahren und Maßnahmen, etc.

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PAK – Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe

PAK – Definition

PAK ist ein Sammelbegriff für eine Stoffgruppe aus organischen Verbindungen. Diese bestehen aus zwei oder mehreren (bis zu sieben) miteinander verbundenen Benzolringen, weshalb man auch von kondensierten Ringsystemen spricht. Die ringförmigen Kohlenwasserstoffe weisen häufig zusätzlich Substituenten (häufig Methylgruppen) oder Derivate (Sauerstoff oder Stickstoff) auf. All diese Strukturen werden unter dem Begriff PAK zusammengefasst; derzeit sind mehrere hundert bekannt. Naphthalin ist der kleinste polycyclische Kohlenwasserstoff mit der Summenformel C10H8. Man unterscheidet in „leichtere“ und „schwerere“ PAK, wobei Verbindungen von zwei oder drei Benzolringen zu den leichteren gehören und primär gasförmig vorliegen. Ab vier Zyklen sind sie partikelgebunden und werden den schwereren Verbindungen zugeordnet. Mit steigender Benzolringanzahl steigt auch das Molekulargewicht und somit sinkt die Flüchtigkeit bei Raumtemperatur.
Gemeinhin kennt man PAK-Verbindungen auch als „Weichmacher“, da sie häufig Kunststoffen beigefügt werden, um diese weicher und biegsamer zu machen.

C10H8
Naphthalin: kleinster PAK

Entstehung und Vorkommen

PAK entstehen durch die unvollständige Verbrennung (Pyrolyse) von organischem Material und sind deshalb weltweit zu finden. Dabei sind sie auch natürlichen Ursprungs, etwa durch Waldbrände hervorgegangen. Die industriell entstehen PAK bei Verbrennungsprozessen in Stahl-oder Aluminiumfabriken oder bei der Erdölverarbeitung. In der Regel treten sie als Gemische auf und sind bei Raumtemperatur fest und kristallförmig.

Im Alltag treten PAK in staubförmigen Gebinden auf, z.B. durch Gummiabrieb auf der Straße. Sie können sogar in Lebensmitteln vorkommen, nämlich in geräucherten oder gegrillten Produkten. Aus diesem Grund sollte man Grillgut nicht schwarz verzehren und Kontakt mit der glühenden Kohle meiden (etwa durch „Ablöschen“).

Gefahr durch PAK?

Da PAK-Verbindungen so zahlreich vorkommen, stellt sich die Frage, welche Gefahr geht von ihnen aus? Aromatisierte Kohlenwasserstoffe sind lipophil (fettlöslich). Dabei gilt je mehr Aromatenringe in der Verbindung vorliegen, desto fettlöslicher wird sie und lagert sich im Fettgewebe des Organismus ab. Diese Fettlöslichkeit führt bei Hautkontakt zu Reizungen und kann Entzündungssymptome hervorrufen. Einige PAK gelten als krebserregend, erbgutverändernd und zum Teil sogar giftig. Deshalb zählen sie auch zu den „CMR“-Substanzen (C – cancerogen, M – mutagen, R – reproduktionstoxisch).
Aufgrund ihrer Wirkung auf die Umwelt werden viele PAK als PBT-Stoffe bezeichnet. Das steht für:
Persistent: schlechte oder gar keine Abbaumöglichkeit in der Natur
Bioakkumulierend: Anreicherung im Organismus
Toxisch: giftig

Das größte Problem der PAK-Verbindungen liegt in der Persistenz, das heißt dass PAK lange in der Umwelt und werden kaum abgebaut. Somit wirken ihre Gefahrenpotentiale lange nach.

Messung durch GSA Ratingen

Da es so viele verschiedene PAK-Verbindungen gibt, werden bei einer Analyse 16 ausgewählte Verbindungen untersucht, wobei Benzo[a]pyren als Leitsubstanz dient. Die ausgewählten Substanzen stehen repräsentativ für die Stoffgruppe, da sie sehr giftig sind und chemisch leicht nachzuweisen sind. In der Annahme, dass bei Auffinden dieser Verbindungen auch andere aromatisierte Kohlenwasserstoffe enthalten sind, hat diese Analyseform entsprechende Aussagekraft. Allerdings muss man dazu sagen, dass dieses Verfahren für Lebensmittel nicht geeignet ist.

Strukturformel von Benzo[a]pyren
Strukturformel Benzo(a)pyren
Aktuell gibt es verschiedene Einzelrichtlinien mit unterschiedlichen Grenzwerten für Luft, Wasser, Lebensmittel oder Spielzeug (0,5mg/kg). Für den Gehalt von PAK im Boden unterscheidet man nach der Nutzung; z.B. gilt für Spielflächen 2mg/kg TM (Feinbodentrockenmasse) für Gewerbeflächen jedoch ein Wert von 12mg/kg TM.
Ein einheitlicher Grenzwert existiert (noch) nicht, aber es werden bereits vielfach PAK-freie, -ärmere Stoffe eingesetzt, um die Belastung weiter zu reduzieren.

Die Messung erfolgt unter Berücksichtigung der DIN ISO 12884, die eine Außenluftmessung mit hohen Volumenströmen (100l/min-250l/min) und eine Probenahmedauer von 24 Stunden beschreibt. Anschließend werden die PAK-Verbindungen mittels HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatografie) analysiert und aufgeschlüsselt. Für weitere Informationen hierzu kontaktieren Sie uns bitte hier.

Wie kann man PAK vermeiden?

Aufgrund des Gefahrenpotentials liegt es nahe, PAK vermeiden zu wollen. Aber ist das so einfach?

Im privaten Bereich kann man bei Lebensmitteln darauf achten, dass sie nicht „verbrannt“ (z.B. Grillgut) verzehrt werden. Des Weiteren können Öfen und Heizkessel schadstoffarm betrieben oder gegebenenfalls modernisiert werden. Gebrauchsgegenstände oder Spielzeug mit einem hohen PAK-Anteil verströmen häufig einen penetranten Geruch, der auch lange anhält. So empfiehlt es sich auf Gütesiegel wie etwa das GS-Zeichen oder den Blauen Engel zu achten. Die bewusste Kaufentscheidung beeinflusst am Ende die Unternehmen und Produktion.

 

Quellen:
[1]: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-sind-pak
[2]: http://www.chemie.de/lexikon/Polyzyklische_aromatische_Kohlenwasserstoffe.html
[3]: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/polyzyklische_aromatische_kohlenwasserstoffe.pdf
[4]: https://www.bfga.de/arbeitsschutz-lexikon-von-a-bis-z/fachbegriffe-j-r/pak-fachbegriff/
[5]: http://www.gsa-ratingen.de/leistungsangebot/sonstiges.html
[6]: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/welche-eigenschaften-haben-pak
[7]: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/wie-werden-pak-bestimmt

 

5 Stützen des Arbeitsschutzes

Die 5 Säulen des Arbeitsschutzes

Der Begriff „Arbeitsschutz“ umfasst unterschiedliche Aspekte. Diese greifen ineinander und bauen aufeinander auf. Deshalb sprechen wir in diesem Artikel von den „5 Stützen des Arbeitsschutzes“.
Sie umfassen:

  1. Arbeitsschutzgesetz
  2. Gefährdungsbeurteilung
  3. Arbeitsschutzorganisation
  4. Unterweisung
  5. Arbeitssicherheitsgesetz

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Was kann gemessen werden?

Symbolbild Messgeräte

Erste Schritte

Bevor die Entscheidung für ein Messgerät fallen kann, muss man wissen, welcher Stoff gemessen werden soll.
Dabei stellt sich die Frage: Was kann man überhaupt messen?
Theoretisch kann man alles messen. In der Praxis muss man das jedoch etwas differenzierter betrachten. Primär werden Partikel in der Luft gemessen, zum Beispiel Staub (Näheres zum Thema Staub finden Sie hier). Da man eine solche Messung in der Regel am Arbeitsplatz macht, dient sie in erster Linie der Überprüfung und Sicherstellung des Arbeitsschutzes. Selbstverständlich können Messungen auch in anderen Bereichen erfolgen.

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Entsorgung von Schadstoffen

Messgerät Staub

Schadstoffe entdeckt – was folgt?

Wurden bei Messungen am Arbeitsplatz Schadstoffe entdeckt, besteht Handlungsbedarf. Zunächst ist der Arbeitsschutz zu überprüfen. Dort ist festgehalten, wie der Arbeitnehmer beim Umgang mit den Stoffen geschützt werden kann und soll. Alle hier beschriebenen Maßnahmen sind auf ihre Wirksamkeit zu testen, beispielsweise mit einer erneuten Messung. Zeigt sich eine fehlende oder gestörte Wirksamkeit, müssen zusätzliche Präventionsmaßnahmen getroffen werden (weitere Informationen zum Thema Arbeitsschutz finden Sie hier).

Wenn nun durch die Arbeitsprozesse keine Vermeidung von Schadstoffen (z.B. als Zwischen- oder Abfallprodukt) möglich ist, so ist der Schutz vor diesen zu optimieren. Geeignete Maßnahmen wären zum Beispiel eine Erweiterung der persönlichen Schutzausrüstung durch eine Atemmaske oder zusätzliche Schutzkleidung.

PSA
Persönliche Schutzausrüstung

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Faseranalyse und Messung

Was ist eine Faser?

Eine Faser wird durch ihre spezifische längliche Geometrie definiert. Dazu gehört eine Länge größer als 5µm und ein Durchmesser kleiner als 3µm. Daraus ergibt sich ein charakteristisches Länge-Durchmesser-Verhältnis von 3:1. Diese speziellen Fasern werden WHO-Fasern genannt. Beispiele für Fasern dieser Art sind Asbest, organische oder künstliche Mineralfasern.
Es gibt verschiedene Einsatzgebiete für die unterschiedlichen Fasern. So wurde Asbest früher beim Hausbau eingesetzt. Jedoch wird Asbest normalerweise nicht mehr verwendet. Des Weiteren ist es seit 1993 in Deutschland verboten, Asbest oder asbesthaltige Produkte zu verkaufen, herzustellen oder anderweitig zu nutzen*.

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Feinstaub in der Wohnung

Staubsaugen = Staub weg?

Er begegnet uns täglich und ist doch nicht sichtbar: der Feinstaub in unserer Wohnung.
Bei dem Begriff „Feinstaub“ denkt man nicht als Erstes an den heimischen Staubsauger, sondern eher an Fabriken und verkehrsreiche Straßen. Doch genau dort trifft man täglich auf ihn, im eigenen Wohnzimmer. Der tägliche Rundgang mit dem Staubsauger soll ihn ja eigentlich beseitigen, doch oft ist genau das Gegenteil der Fall. Statt den Staub aufzunehmen, wird er in der Luft verteilt.
Von dort gelangt er in die Lungen und kann schwerwiegende Schäden verursachen.  Hinzu kommt, dass sich der feine Staub mit der Zeit wieder auf den Möbeln absetzt und die Arbeit von vorne beginnt.
(Nähere Informationen zur Definition Staub und dessen Auswirkung finden Sie hier: „Was ist eigentlich Staub?„)

Ein Test mit verschiedenen Geräten hat gezeigt, dass viele Staubsauger im Alltag mehr Staub freisetzen als sie einsaugen. Auf Dauer kann das die Gesundheit gefährden. Die feinen Staubteilchen setzen sich in den Lungenbläschen ab und führen zu Reizungen und Entzündungen. Ebenso werden bestehende Allergien und Asthmakrankheiten verschlimmert.

Wie kann der Feinstaub nachgewiesen werden?

Die Menge des Staubs in der Luft ist messbar, so zum Beispiel mit unserem Messgerät SG10-2 oder PM4-2.  Mit der sogannten Staub-Abklatschprobe kann unser Partner GSA Schadstoffanalytik die einzelnen Bestandteile der Staubprobe bestimmen. Typischerweise finden sich im Haushalt textile Fasern, Hautschuppen, Haare und Blütenpollen. Besonders die Blütenpollen können Beschwerden auslösen und (bestehende) Allergien negativ beeinflussen.

GSA – Gesellschaft für Schadstoffanalytik mbH als Experten für Analysen von Steinstaub im TV Beitrag des Fernsehsenders RTL (ab Minute: 5:07)

 

Wie schafft man Abhilfe?

Um die Feinstaubbelastung in der Wohnung zu reduzieren, ist es ratsam, sowohl den Beutel als auch den Filter des Staubsaugers regelmäßig auszutauschen und zu reinigen. Für Allergiker empfiehlt sich ein Gerät mit HEPA-Filter, beziehungsweise einem Filter der Filterklasse A.
Die Filterklassen beschreiben, wie viel des eingesaugten Staubes wieder an die Umgebungsluft abgegeben werden. Bei der Filterklasse A liegt der Wert bei <0,02%.

 

 

Quellen:
[1]: https://www.rtl.de/cms/feinstaub-in-der-wohnung-manche-staubsauger-sind-wahre-dreckschleudern-4145212.html
[2]: http://blog.gsa-messgeraete.de/definition-staub/
[3]: https://haushaltsgeraetetest.de/staubsauger/boden/allergiker-hepa-filter.html

Übersicht der Messgeräte der GSA

Messgeräte im Vergleich

Wir bieten verschiedenste Messgeräte zur Messung von Schadstoffen an. Damit Sie immer das richtige Messgerät für Ihre Ansprüche finden, haben wir eine Infografik zusammengestellt.

In dieser Grafik sind unsere Messgeräte nebeneinander aufgeführt und nach verschiedenen Merkmalen strukturiert. Als erster Punkt ist die Einsatzart relevant, ob es sich um eine stationäre oder eine personengetragene Messung handelt. Des Weiteren ist der Explosionsschutz ein wichtiges Kriterium. Nach diesen ersten Entscheidungspunkten folgt eine Auflistung der verschiedenen Schadstoffe, die gemessen werden können und ob das jeweilige Messgerät dafür ausgelegt sind. Anhand der grafischen Markierungen (grün/rot) lässt sich die Eignung erkennen:

Beispiel: SG5100ex und SG5200 im direkten Vergleich

Um die Systematik dieser Infografik weiter zu verdeutlichen, finden Sie hier eine Demonstration zu zwei unserer Messgeräte im direkten Vergleich.

Zunächst lässt sich festhalten, dass sowohl eine stationäre, wie auch personengetragene Messung möglich wäre. Dies bietet eine hohe Flexibilität. Es soll mit einem Volumen von 3,5 l/min gemessen werden. Als Schadstoff wird E-Staub vermutet. Bis zu diesem Punkt zeigt sich, dass sowohl das Messgerät SG5100ex als auch das SG5200 geeignet wären. Der Unterschied besteht hier im Explosionsschutz. Den bietet nur das SG5100ex und ist für diesen Zweck dann unbedingt zu wählen. All unsere Geräte, die einen Ex-Schutz aufweisen, sind durch die entsprechende Prüfstelle zertifiziert und für diesen Gebrauch ausgewiesen.

Des Weiteren gibt die Grafik Auskunft über das jeweilige Zubehör, welches für die Messung benötigt wird. Dazu zählen die verschiedenen Probenahmeköpfe, die zum messenden Schadstoff angepasst sind.In unserem oben genannten Beispiel wird ein GSP (Gesamtstaub/E-Staub) Probenahmekopf benötigt, der für einen Volumenstrom von 3,5 l/min ausgelegt ist. Soll stattdessen A-Staub gemessen werden, so ist der FSP (Feinstaub/A-Staub) Probenahmekopf zu wählen. Weitere Informationen zu Stäuben finden Sie hier. („Was ist eigentlich Staub?)

Selbstverständlich gibt es auch weiteres Zubehör, wie etwa Tragegurte und Transportkoffer für jedes Messgerät.

Wenn Sie weitere Informationen zu unseren Messgeräten oder eine individuelle Beratung wünschen, besuchen Sie unseren Online-Shop oder direkt unsere Kontaktseite.