Schimmel – eine allgegenwärtige Gefahr?

Was ist Schimmel – Definition

Unter dem Begriff „Schimmel“ werden umgangsprachlich verschiedene Schimmelpilze zusammengefasst. Im allgemeinen Sprachgebrauch versteht man darunter den Lebensmittelschimmel und den schwarzen Schimmel in Innenräumen.
Schimmelpilze sind allgegenwärtig und nicht per se schlecht. Das wohl berühmteste Beispiel hierfür ist der Penicillum, die Grundlage der Antibiotika. Ebenso gibt es auch im Lebensmittelbereich „guten“ Schimmel, etwa in der Käse- oder Wurstproduktion.
Jedoch denkt man meist zuerst an negative Schimmelbilder. Schimmel beschreibt Pilze, die ein charakteristisches Myzel (Pilzfädengeflecht) und mikroskopisch kleine, oft gefärbte Sporen ausbilden. Visuell zeigt sich ein Schimmelbefall oft durch eine samtige und gefärbte Oberfläche, wie etwa bei Lebensmittelschimmel. Die Sporen verbreiten sich durch die Luft und können so auch in die Atemwege gelangen.

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Feinstaubbelastung im Alltag

Definition

Unter dem (veralteten) Begriff „Feinstaub“ versteht man den sogenannten A-Staub, dass heißt den alveolengängigen Staub. Diese Staubpartikel können beim Einatmen bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vordringen. Die Gefahr besteht darin, dass sich die Partikel in der Lunge ablagern und dort Reizungen hervorrufen, die zur Vernarbung des Lungengewebes führen. Langfristig kann sich die sogenannte „Staublunge“ (Pneumokoniose) entwickeln. Alveolengängige Staubpartikel weisen in der Regel eine Größe bis zu 10µm auf.
Weiterführende Informationen zum Thema Staub finden Sie in unserem Artikel „Was ist eigentlich Staub?
Seit 01.01.2005 gilt europaweit ein Grenzwert für die Feinstaubfraktion PM 10 von 50µm/m³ bezogen auf den Tagesmittelwert. Dieser Wert darf nicht öfter als 35mal im Jahr überschritten werden. PM10 beschreibt hierbei den aerodynamischen Durchmesser – also die Größe – der Staubpartikel.

Vorkommen

Es gibt zahlreiche Arbeitsplätze an denen Feinstaub auftritt. Das können beispielsweise Abfüllanlagen, Werkstätten oder andere Produktionsbetriebe sein. In diesen Fällen greift der Arbeitsschutz, um die Gefährdung für die betroffenen Arbeitnehmer zu reduzieren. Weitere Informationen dazu finden Sie in unseren Artikeln zum Thema Arbeitsschutz.
Doch nicht nur am Arbeitsplatz kann es zu Feinstaubbelastungen kommen, sondern auch im Alltag.
Dabei gibt es eine große Bandbreite:

  • in Industrieanlagen
  • im Straßenverkehr
  • beim heimischen Staubsauger
  • während Renovierungsarbeiten in der Wohnung/Haus usw.

Da man um die Gesundheitsschädigung, besonders durch langfristige Belastung, weiß, gilt es diese einzudämmen. Am Arbeitsplatz ist das durch die Gefährdungsbeurteilung und die darin enthaltenen Schutzmaßnahmen geregelt. Doch wie schützt man sich im Alltag? Als einfachste Maßnahme ist das regelmäßige und vollständige Durchlüften der Wohnräume zu nennen. Die Feinstaubbelastung, die durch den Staubsauger entstehen kann, lässt sich mit einem zusätzlichen Filter im Gerät eindämmen, siehe hierzu unser Beitrag „Feinstaub in der Wohnung.“
Da dies jedoch nicht immer die Lösung ist, wird in vielen Bereichen nach weiteren Möglichkeiten gesucht. So ist ein großer Punkt die Belastung durch den Straßenverkehr und wie diese verringert werden kann. Dazu werden verschiedene Ansätze diskutiert, wie etwa das Fahrverbot für Dieselfahrzeuge.

GSA Messung

Soll die Feinstaubbelastung gemessen werden, so sind unsere Messgeräte SG10-2A und PM4-2 die beste Wahl. Das SG10-2A ist sowohl für den stationären wie auch den personengetragenen Einsatz zu verwenden, das Messgerät PM4-2 ist in der Lage, größere Probenvolumina zu messen. Um eine passende Auswahl treffen zu können kontaktieren Sie uns gerne jederzeit.

 

 

 

Quellen:
[1]: https://www.stmuv.bayern.de/themen/luftreinhaltung/verunreinigungen/feinstaub/emissionenpm10.htm
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/daten/luft/feinstaub-belastung
[3]: https://www.ndr.de/nachrichten/Der-Faktencheck-zu-Feinstaub-und-Stickoxiden,feinstaub148.html
[4]: http://www.umweltbundesamt.at/pm10/
[5]: https://www.destatis.de/DE/Publikationen/WirtschaftStatistik/UGR/Luftemissionen_82012.pdf?__blob=publicationFile
[6]: https://www.dguht.de/einfluss-von-feinstaub-auf-die-gesundheit/

Gefahrstoffmanagement

Definition

Unter Gefahrstoffmanagement versteht man den Umgang mit Gefahrstoffen (Chemiekalien, Luftschadstoffe, usw.) im Arbeitsalltag. Ein sichere Handhabung mit solchen Stoffen ist die Basis des Arbeitsschutzes. Um diesen sicherzustellen, sind verschiedene Regelungen notwendig. Zu diesen Regelungen gehört unter anderem die GHS, REACH, CLP, die Gefahrstoffverordnung und die TRGS. Dies sind nur einige und es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben. Welche Regelungen im Einzelnen zutreffen, muss innerhalb des Betriebes entschieden werden.

Gefahrstoffe

Die erste Prämisse für den Arbeitsschutz ist die potentielle Gefährdung. Dazu müssen die eingesetzten Stoffe und deren Eigenschaften bekannt sein. Handelt es sich um Stoffe, die die Gesundheit schädigen können, so spricht man von Gefahrstoffen. Diese sind in der Gefahrstoffdatenbank hinterlegt und müssen dort innerhalb des Betriebes einsehbar sein. Die Mitarbeiter müssen über das Gefahrenpotential unterrichtet und in den Umgang eingewiesen werden. Dazu werden Betriebsanweisungen vom Arbeitgeber erstellt, in denen die Maßnahmen zum Arbeitsschutz geregelt sind. Eine regelmäßige Überprüfung zur Einhaltung ist ebenfalls Bestandteil des Arbeitsschutzes. Weitere Informationen finden Sie hier.

Verschiedene Regelungen

GHS

Unter GHS versteht man das „Global Harmonisierte System“ zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemiekalien. Dieses sogenannte „Purple Book“ (wegen der Einbandfarbe) liegt seit 2003 auf UN-Ebene vor, mit dem Ziel, eine einheitliche Kennzeichnung zu erhalten. Bestandteil der GHS-Verordnung sind Piktogramme, die auf die Gefahren der Stoffe hinweisen. In der Abbildung sind einige Beispiele dieser Symbole zu finden. Basis ist die rotgeränderte Raute mit schwarzem Symbol auf weißem Grund.

Auswahl GHS-Piktogramme

REACH

Die REACH – Verordnung (EG) 1907/2006] ist die Europäische Chemikalienverordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe und trat 2007 in Kraft. Grundlage dieser Verordnung ist der Grundsatz, dass „Hersteller, Importeure und nachgeschaltete Anwender die Verantwortung für ihre Chemikalien übernehmen.“ So müssen diese sicherstellen, dass die Chemikalien, die von ihnen in den Verkehr gebracht werden, sicher verwendet werden können. Um dies zu gewährleisten, müssen die Hersteller ihren Produkten Datenblätter beilegen, die alle Informationen zu dem betroffenen Stoff enthalten, inklusive der Gefahrenhinweise.

CLP

Hierbei handelt es sich um die Rechtsgrundlage für die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Chemikalien in der EU. CLP steht für Classification, Labelling and Packaging (Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung) und beruht auf dem GHS und ist seit dem 01.06.2015 in der EU in Kraft. Diese Verordnung ist für alle Mitgliedsstaaten rechtlich bindend und hat als Hauptziel, die Gefährdung durch chemische Stoffe zu kennzeichnen. Es gibt zwei grundsätzliche Kennzeichnungsmöglichkeiten; auf Basis des GHS und der Selbsteinstufung. Durch die Selbsteinstufung können alternative chemische Bezeichnungen beantragt werden, was im Rahmen des Eigentumsschutzes von großer Relevanz ist.

Anwendung bei der GSA

Natürlich unterliegt auch die GSA den oben genannten Bestimmungen. Auch wenn bei uns keine Chemikalien hergestellt werden, so werden doch einige von unseren Messtechnikern benötigt. Alle notwendigen Regelungen werden bei der Verwendung und Versand von unseren Mitarbeitern eingehalten und im Rahmen des Gefahrstoffmanagements regelmäßig überprüft.

Anmerkung:
Es finden noch weitere Regelungen und Gesetze Anwendung, auf die in diesem Artikel nicht näher eingegangen wurde. Einige davon finden Sie in unserem Artikel „Die 5 Stützen des Arbeitsschutzes

Quellen:
[1]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/sw/gefahrstoffmanagement.html
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reacheinfuehrung.htm#strap1
[3]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/reach-chemikalien-reach
[4]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/chemikalien-reach/rechtliche-regelungen/eu-ghs-verordnung
[5]: https://www.vci.de/vci/downloads-vci/125813-ghs-broschuere-internet.pdf
[6]: https://www.dguv.de/ifa/fachinfos/ghs-verordnung/index.jsp
[7]: https://www.baua.de/DE/Themen/Anwendungssichere-Chemikalien-und-Produkte/Chemikalienrecht/CLP/CLP.html
[8]: https://echa.europa.eu/de/regulations/clp/understanding-clp
[9]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/einstufung-kennzeichnung-von-chemikalien/clp-verordnung#textpart-2

 

Vorstellung Neuentwicklung SG10-2A

GSA Messgeräte

All unsere Messgeräte werden in der Produktionsstätte in Ratingen hergestellt. Um unseren Kunden eine stetig hohe Qualität der Geräte bieten zu können, entwickeln wir diese kontinuierlich weiter. Die Weiter- und Neuentwicklung neuer Messgeräte ist ein wichtiger Aspekt der GSA.

Die unterschiedlichen Messgeräte sind für verschiedene Anforderungen konzipiert. Demzufolge gibt es Messgeräte für explosionsgefährdete Bereiche, oder Messgeräte, die stationär oder personengetragen benutzt werden können. Um ein passendes Messgerät auszuwählen, sollten im Vorfeld die Messparameter festgelegt werden. Dazu gehören der Messort (stationär oder mobil), die Messumgebung (ist Explosionsschutz nötig?)  und die zu messenden Stoffe. Um eine individuelle Auswahl treffen zu können, kontaktieren Sie uns bitte hier.

Das alte SG10-2

Das Messgerät SG10-2 ist ein personengetragenes Messgerät, welches speziell für hohe Volumenströme entwickelt wurde. Es kann einen Nennvolumenstrom von 3,5-10 l/min abdecken und ermöglicht so kurze Messzeiten. So lassen sich mittels der verschiedenen, durch IFA lizensierte Probenahmeköpfe E-Staub und/oder A-Staubmessungen durchführen. Messungen im Arbeitsalltag sind so möglich, um eine Überprüfung der Arbeitssicherheit durchzuführen.
Näheres zum Thema Staub finden Sie in unserem Artikel „Was ist eigentlich Staub?„.

Das neue SG10-2A

Die Weiterentwicklung des SG10-2 ist das Messgerät SG10-2A aus unserem Hause. Die wichtigste Änderung liegt in der Akkueinheit, welche vom Messgerät getrennt werden kann. Dies ist besonders für den Ladevorgang entscheidend. Mit diesem entnehmbaren Akku kann beispielsweise das Messgerät mit einer weiteren Akkueinheit weiterbetrieben werden, während die erste Einheit an das Ladegerät angeschlossen ist. Dadurch lässt sich eine Verlängerung des Messeinsatzes erreichen.

Typenschild SG10-2A

 

 

Quellen:
[1]: https://www.gsa-messgeraete.de/

Asbest beim Immobilienkauf

Was ist Asbest?

Asbest sind natürlich vorkommende faserartige Minerale, mit einem Faserdurchmesser kleiner als 2 Mikrometern. Die Fasern weisen eine hohe chemische und thermische Stabilität auf und wurden deshalb vielfältig eingesetzt. Jedoch fand man schon in den 30er Jahren heraus, wie gesundheitsschädigend ein Kontakt mit Asbest ist und somit wurde der Einsatz von Asbest 1993 in Deutschland verboten.

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PCB und PCP – aromatisierte Chlorverbindungen

Definition PCB und PCP

Bei PCB, also Polychlorierte Biphenyle, handelt es sich um eine Biphenylverbindung (durch Einfachbindung verknüpfte Benzolringe), die eine variable Menge Chlorsubstituenten gebunden hat. Dabei ersetzt das Chlor das Wasserstoffatom des Benzolrings. Somit lautet die allgemeine Summenformel C12H10−xClx. Es handelt sich um gelbliche, fast geruchlose Flüssigkeiten, die thermisch und chemisch sehr beständig sind. Eine Zersetzung findet primär anaerob statt, was dazu führt, dass sie eine hohe Beständigkeit in der Natur aufweisen. Polychlorierte Biphenyle gehören zu der Produktgruppe, die durch die Stockholmer Konvention vom 22. Mai 2001 weltweit verboten wurden.

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Internationale Verbreitung von Asbest

Einsatz von Asbest

Asbest wurde aufgrund seiner chemischen Eigenschaften vielfältig eingesetzt. Nach und nach erkannte man die gefährlichen Eigenschaften der Asbestfasern (Näheres zum Thema Asbest finden Sie hier) und beendete dessen Einsatz.
So ist seit 1993 ist die Herstellung, das Inverkehrbringen und die Verwendung von Asbest und asbesthaltigen Produkten verboten. Im Zuge dessen werden asbesthaltige Materialien entfernt und ausgetauscht. Bei all diesen Arbeiten ist die TRGS 519 unbedingt zu beachten. (Weitere Informationen finden Sie hier)


Wie man in dem Diagramm erkennen kann, nahm der Asbestverbrauch stetig ab, je mehr man um die schädigende Wirkung wusste. 1979 trat bereits ein Verbot von Spritzasbest in Kraft, was für die erste Abnahme sorgte. In Österreich trat 1990 die Asbestverordnung in Kraft, die ein Herstellungsverbot beinhaltet. 1993 trat das deutsche Verbot in Kraft, sodass der Einsatz von Asbest gen Null ging.

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Bioschadstoffe – Definition, Gefahr, Hilfe

Definition

Laut Biostoffverordnung sind Biostoffe definiert als „Mikroorganismen, Zellkulturen und Endoparasiten einschließlich ihrer gentechnisch veränderten Formen“, die eine gesundheitsschädigende Wirkung auf den Menschen haben. Das sind beispielsweise Infektionen, übertragbare Krankheiten, toxische oder sensibilisierende Wirkungen. Auf gleicher Ebene stehen technisch hergestellte Biostoffe, die ebenso eine schädigende Wirkung auf den Menschen haben können. Ebenfalls in diese Kategorie fallen Endoparasiten (im Menschen lebende Parasiten). Im Hinblick auf die mögliche Gefährdung werden sie auch Bioschadstoffe genannt.

Vorkommen

Biologische Stoffe kommen überall in unserer Umgebung vor. Wie bei allen Stoffen wirkt auch hier Paracelsus´ Axiom „Die Dosis macht das Gift.“ Es gibt jedoch Stoffe, die nur kleinste Mengen benötigen, um eine schädigende Wirkung auf den Menschen zu haben. Das Wissen um die Eigenschaften der Stoffe ist grundlegend für den Umgang mit ihnen. Bioschadstoffe lassen sich auch in alltäglichen Bereichen wie Lebensmitteln oder Wohnraum finden. Immer häufiger werden sie in Innenräumen gemessen und nachgewiesen. Um ein paar Beispiele zu nennen, seien hier Schimmelpilze und Hausfäule erwähnt. Diese lassen sich oft bei Sanierungsarbeiten in älteren Gebäuden nachweisen und stellen eine verbreitete Gefährdung dar. Deshalb wächst das Bewusstsein ob der potentiellen Gefahren von Bioschadstoffen und eine Analytik in diesem Bereich wird immer wichtiger.

Welche Gefahr besteht?

Die auf den Menschen und die Umwelt wirkende Gefahr ist stoffspezifisch und kann schlecht pauschalisiert werden. Deshalb werden hier nur einige mögliche Risiken genannt. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben, es soll nur ein Eindruck der Bioschadstoffe vermittelt werden.
Es gibt Stoffe, die bei Hautkontakt Reizungen auslösen können. Eine Hautreizung geht zumeist mit einer Rötung und Ausschlag einher. Sie kann als einmalige Erscheinung oder als allergische Reaktion auftreten. Die größere Gefahr geht von toxischen Stoffen aus, also giftigen Stoffen. Abhängig von der Menge des Bioschadstoffes kann ein Kontakt tödlich enden. Als Beispiel sei hier das Bakterium Clostridium botulinum erwähnt, dass Botulismus verursacht. Es kann in verdorbenen Lebensmitteln vorkommen und führt von Übelkeit und Erbrechen bis zur Atemlähmung. Aber auch Schimmelpilzsporen können eine große Gefahr für die Gesundheit darstellen. Weitere Informationen zum Thema Schimmel finden Sie hier.

Biostoffverordnung (BioStoffV)

Die „Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten mit Biologischen Arbeitsstoffen“, kurz Biostoffverordnung (BioStoffV) trat am 23.07.2013 in Kraft. 
Die Biostoffverordnung gilt für alle Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffe). Sie regelt Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen im Arbeitsalltag mit diesen Stoffen. Der Verordnung liegt eine Gefährdungsbeurteilung zugrunde, die die Risiken für die Beschäftigten aufführt und geeignete Arbeitsschutzmaßnahmen auflistet.
Des Weiteren erfolgt eine Einstufung der Biostoffe in vier unterschiedliche Risikogruppen, die das von ihnen ausgehende Infektionsrisiko beschreiben:

  1. Gruppe: Biostoffe, bei denen eine Krankheit unwahrscheinlich ist
  2. Gruppe: Biostoffe, die eine Krankheit auslösen können, potentielle Gefährdung der Beschäftigten; Verbreitung unwahrscheinlich; wirksame Vorbeugung oder Behandlung normalerweise möglich
  3. Gruppe: Biostoffe, die eine schwere Krankheit auslösen, ernsthafte Gefährdung der Beschäftigten möglich; Gefahr der Verbreitung besteht; wirksame Vorbeugung oder Behandlung normalerweise möglich
  4. Gruppe: Biostoffe, die eine schwere Krankheit auslösen, ernsthafte Gefährdung der Beschäftigten; Gefahr der Verbreitung groß; wirksame Vorbeugung oder Behandlung nicht möglich

Im Vorfeld steht immer eine Gefährdungsbeurteilung, die auch alle relevanten Sicherheitsmaßnahmen aufführen muss. Eine Dokumentation seitens Arbeitgeber ist ebenso verpflichtend wie die regelmäßige Unterweisung der Mitarbeiter. Die TRBA 400 (Technische Regel für biologische Arbeitsstoffe) beschreibt die erforderlichen Verfahrenschritte zur Gefährdungsbeurteilung von Bioschadstoffen. Der jeweiligen Risikogruppe entsprechend werden geeignete Schutzmaßnahmen (z.B. Schutzbrille, Gesichtsschutz, umgebungsunabhängige Atemluftzufuhr) erstellt und sollten im Eigeninteresse des Arbeitnehmers eingehalten werden.

Wie hilft die GSA?

Im Bereich der Bioschadstoffe arbeitet die GSA Gesellschaft für Schadstoffanalytik mbH mit einem renommierten externen Labor zusammen. Es gibt verschiedene Probenahmemöglichkeiten. Welche die geeignetste ist, muss individuell entschieden werden.  So können lose oder feste Materialproben entnommen werden oder man wendet Impaktionsmethoden (z.B. Nährböden oder Partikelsammlungen) an, um Sporen oder dergleichen in der Luft zu erfassen. Die Probenahme erfolgt durch unsere Messtechniker, unser akkreditiertes Partnerlabor in Bochum ist auf die Bioanalytik spezialisiert. Für eine individuelle Beratung kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Quellen:
[1]: https://www.gesetze-im-internet.de/biostoffv_2013/BJNR251410013.html
[2]: https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/a227-biostoffverordnung-2013-08.pdf?__blob=publicationFile&v=3
[3]: https://www.bmas.de/DE/Themen/Arbeitsschutz/Technischer-Arbeitsschutz/biologische-arbeitsstoffe.html
[4]:https://www.bma-labor.de/
[5]: https://flexikon.doccheck.com/de/Botulismus
[6]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRBA/pdf/TRBA-400.pdf?__blob=publicationFile&v=7

Was macht ein Sicherheitsbeauftragter?

Sicherheitsbeauftragter = Fachkraft für Sicherheit?

Der Arbeitsschutz nimmt im betrieblichen Alltag immer mehr Raum und gewinnt so stetig an Bedeutung. Die bestehenden Gefahren ergeben sich aus der Gefährdungsbeurteilung, die laut §5 des Arbeitsschutzgesetzes erfolgt.

Zunächst muss der Sicherheitsbeauftragte im Gegensatz zur Fachkraft zur Sicherheit abgegrenzt werden. Um Fachkraft für Sicherheit zu werden, bedarf es einer Ingenieursausbildung mit mindestens zwei Jahren Erfahrung im Bereich Sicherheitstechnik. Die Aufgaben umfassen sicherheitstechnische Überprüfungen, Untersuchung von Unfallursachen, Information aller im Betrieb Beschäftigten über die Gefahren und Maßnahmen, etc.

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PAK – Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe

PAK – Definition

PAK ist ein Sammelbegriff für eine Stoffgruppe aus organischen Verbindungen. Diese bestehen aus zwei oder mehreren (bis zu sieben) miteinander verbundenen Benzolringen, weshalb man auch von kondensierten Ringsystemen spricht. Die ringförmigen Kohlenwasserstoffe weisen häufig zusätzlich Substituenten (häufig Methylgruppen) oder Derivate (Sauerstoff oder Stickstoff) auf. All diese Strukturen werden unter dem Begriff PAK zusammengefasst; derzeit sind mehrere hundert bekannt. Naphthalin ist der kleinste polycyclische Kohlenwasserstoff mit der Summenformel C10H8. Man unterscheidet in „leichtere“ und „schwerere“ PAK, wobei Verbindungen von zwei oder drei Benzolringen zu den leichteren gehören und primär gasförmig vorliegen. Ab vier Zyklen sind sie partikelgebunden und werden den schwereren Verbindungen zugeordnet. Mit steigender Benzolringanzahl steigt auch das Molekulargewicht und somit sinkt die Flüchtigkeit bei Raumtemperatur.
Gemeinhin kennt man PAK-Verbindungen auch als „Weichmacher“, da sie häufig Kunststoffen beigefügt werden, um diese weicher und biegsamer zu machen.

C10H8
Naphthalin: kleinster PAK

Entstehung und Vorkommen

PAK entstehen durch die unvollständige Verbrennung (Pyrolyse) von organischem Material und sind deshalb weltweit zu finden. Dabei sind sie auch natürlichen Ursprungs, etwa durch Waldbrände hervorgegangen. In der Industrie entstehen PAK bei Verbrennungsprozessen in Stahl-oder Aluminiumfabriken oder bei der Erdölverarbeitung. In der Regel treten sie als Gemische auf und sind bei Raumtemperatur fest und kristallförmig.

Im Alltag treten PAK in staubförmigen Gebinden auf, z.B. durch Gummiabrieb auf der Straße. Sie können sogar in Lebensmitteln vorkommen, nämlich in geräucherten oder gegrillten Produkten. Aus diesem Grund sollte man Grillgut nicht schwarz verzehren und Kontakt mit der glühenden Kohle meiden (etwa durch „Ablöschen“).

Gefahr durch PAK?

Da PAK-Verbindungen so zahlreich vorkommen, stellt sich die Frage, welche Gefahr geht von ihnen aus? Aromatisierte Kohlenwasserstoffe sind lipophil (fettlöslich). Dabei gilt je mehr Aromatenringe in der Verbindung vorliegen, desto fettlöslicher wird sie und lagert sich im Fettgewebe des Organismus ab. Diese Fettlöslichkeit führt bei Hautkontakt zu Reizungen und kann Entzündungssymptome hervorrufen. Einige PAK gelten als krebserregend, erbgutverändernd und zum Teil sogar giftig. Deshalb zählen sie auch zu den „CMR“-Substanzen (C – cancerogen, M – mutagen, R – reproduktionstoxisch).
Aufgrund ihrer Wirkung auf die Umwelt werden viele PAK als PBT-Stoffe bezeichnet.
Das steht für:
Persistent: schlechte oder gar keine Abbaumöglichkeit in der Natur
Bioakkumulierend: Anreicherung im Organismus
Toxisch: giftig

Das größte Problem der PAK-Verbindungen liegt in der Persistenz, das heißt dass PAK lange in der Umwelt bleiben und kaum abgebaut werden. Somit wirken ihre Gefahrenpotentiale lange nach.

Messung durch GSA Ratingen

Da es so viele verschiedene PAK-Verbindungen gibt, werden bei einer Analyse 16 ausgewählte Verbindungen untersucht, wobei Benzo[a]pyren als Leitsubstanz dient. Die ausgewählten Substanzen stehen repräsentativ für die Stoffgruppe, da sie sehr giftig sind und chemisch leicht nachzuweisen sind. In der Annahme, dass bei Auffinden dieser Verbindungen auch andere aromatisierte Kohlenwasserstoffe enthalten sind, hat diese Analyseform entsprechende Aussagekraft. Allerdings muss man dazu sagen, dass dieses Verfahren für Lebensmittel nicht geeignet ist.

Strukturformel von Benzo[a]pyren
Strukturformel Benzo(a)pyren
Aktuell gibt es verschiedene Einzelrichtlinien mit unterschiedlichen Grenzwerten für Luft, Wasser, Lebensmittel oder Spielzeug (0,5mg/kg). Für den Gehalt von PAK im Boden unterscheidet man nach der Nutzung; z.B. gilt für Spielflächen 2mg/kg TM (Feinbodentrockenmasse) für Gewerbeflächen jedoch ein Wert von 12mg/kg TM.
Ein einheitlicher Grenzwert existiert (noch) nicht, aber es werden bereits vielfach PAK-freie/-ärmere Stoffe eingesetzt, um die Belastung weiter zu reduzieren.

Die Messung erfolgt unter Berücksichtigung der DIN ISO 12884, die eine Außenluftmessung mit hohen Volumenströmen (100l/min-250l/min) und eine Probenahmedauer von 24 Stunden beschreibt. Anschließend werden die PAK-Verbindungen mittels HPLC (Hochleistungsflüssigkeitschromatografie) analysiert und aufgeschlüsselt. Für weitere Informationen hierzu kontaktieren Sie uns bitte hier.

Wie kann man PAK vermeiden?

Aufgrund des Gefahrenpotentials liegt es nahe, PAK vermeiden zu wollen. Aber ist das so einfach?
Im privaten Bereich kann man bei Lebensmitteln darauf achten, dass sie nicht „verbrannt“ (z.B. Grillgut) verzehrt werden. Des Weiteren können Öfen und Heizkessel schadstoffarm betrieben oder gegebenenfalls modernisiert werden. Gebrauchsgegenstände oder Spielzeug mit einem hohen PAK-Anteil verströmen häufig einen penetranten Geruch, der auch lange anhält. So empfiehlt es sich auf Gütesiegel wie etwa das GS-Zeichen oder den Blauen Engel zu achten. Die bewusste Kaufentscheidung beeinflusst am Ende die Unternehmen und Produktion.

 

Quellen:
[1]: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-sind-pak
[2]: http://www.chemie.de/lexikon/Polyzyklische_aromatische_Kohlenwasserstoffe.html
[3]: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/polyzyklische_aromatische_kohlenwasserstoffe.pdf
[4]: https://www.bfga.de/arbeitsschutz-lexikon-von-a-bis-z/fachbegriffe-j-r/pak-fachbegriff/
[5]: http://www.gsa-ratingen.de/leistungsangebot/sonstiges.html
[6]: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/welche-eigenschaften-haben-pak
[7]: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/wie-werden-pak-bestimmt