Asbest im Haushalt

Was ist Asbest?

Asbest sind natürlich vorkommende, faserartige silikatische Minerale, die einen Faserdurchmesser bis kleiner als 2µm aufweisen. Die Asbestfasern zeichnen sich durch hohe Hitzebeständigkeit, chemische Beständigkeit und ihrer Nicht-Brennbarkeit aus. Wegen der hohen Bindefähigkeit und Flexibilität fand Asbest im Haushalt früher vielfältigen Einsatz.
Mittlerweile weiß man um die gesundheitsschädigenden Wirkungen des Asbests und somit ist der Einsatz seit 1993 in Deutschland verboten und wird (wenn entdeckt) entfernt und durch andere Materialien ersetzt.

Gefahr durch Asbest

Asbest wirkt karzinogen, d.h. krebserzeugend und kann zur sogenannten Asbestose führen. Das ist eine Atemwegserkrankung, die durch den wiederholten Kontakt mit Asbest ausgelöst wird. Beim Einatmen der Fasern werden die feinen Lungenbläschen gereizt und es kommt zu Vernarbungen und Entzündungen des Lungengewebes, sowie einer Begünstigung der Tumorbildung. Seit den 30er Jahren sind verschiedene asbestbedingte Erkrankungen als Berufskrankheit anerkannt und werden als diese statistisch gelistet. Ein Kontakt ist demnach unbedingt zu vermeiden. Asbest gilt offiziell als Schadstoff und muss als Sondermüll der Entsorgung zugeführt werden.

Vorkommen im Alltag

Wegen seiner vielfältigen Eigenschaften wurde Asbest früher vielfältig beim Hausbau eingesetzt. Besonders häufig lässt sich Asbest in Häusern mit einem Baujahr zwischen 1960 und 1990 finden.  Sollen nun Renovierungsarbeiten oder dergleichen vorgenommen werden, kann es zur Freisetzung von asbesthaltigem Material kommen. Doch wo kann Asbest enthalten sein? Hier sind einige Beispiele

    • Asbest im Fensterkitt
    • Dichtungsfugen mit Asbest
    • Asbesthaltige Leichtbauplatten (z.B. als Brandschutztüren für Heizräume oder unter Fenstersimsen)
    • Abest unter Leuchtstoffröhren
    • Schalter- oder Rohrisolationen
    • Asbesthaltiger Plattenkleber, der bei Küchen- oder Badezimmerfließen genutzt wurde
    • Blumenkästen aus Asbestzement
    • Asbestzementrohre
    • Asbesthaltige Bodenbeläge (Floor-Flex, Cushion-Vinyl)
    • Elektrospeicheröfen
    • Asbestisolierte Boiler im Keller
    • Asbesthaltige Steckdosenisolationen

Dies sind nur einige Beispiele, wo Asbest im Haushalt zu finden ist. Besteht der Verdacht auf asbesthaltige Stoffe, so sollte eine Messung vorgenommen werden. Mit unserem Messgerät SG12 prüfen unsere Messtechniker, ob Asbest vorhanden ist.
Wenn asbesthaltige Materialien gefunden wurden, so ist unbedingt eine fachmännische Entfernung ratsam. Es gibt einige wichtige Punkte bei der Abtragung und Entsorgung zu beachten. So ist für eine möglichst staubarme Abtragung zu sorgen und eine entsprechende Lagerung ist ebenfalls nötig. Da Asbest zu den Schadstoffen zählt, gelten die entsprechenden gesetzlichen Regelungen.
Weitere Informationen zur Asbestmessung finden Sie hier.

Quellen:
[1]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/asbest-nichts-fuer-heimwerker
[2]: https://www.krebsinformationsdienst.de/vorbeugung/risiken/asbest.php#inhalt2
[3]: https://blog.gsa-messgeraete.de/asbest/