Änderung Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für A-Staub ab dem 01.01.2019

Definition Staub

Staub ist als Sammelbegriff definiert, der in der Luft verteilte Feststoffteilchen beschreibt. Man unterscheidet zwischen A-Staub (früher Feinstaub) und E-Staub (früher Gesamtstaub). Als Unterscheidungsmerkmal dient die Partikelgröße und die damit verbundene Reichweite in die Lunge. E-Staub, beziehungsweise einatembarer Staub weist eine Partikelgröße von ca. 35µm auf und kann durch Mund und Nase eingeatmet werden. Im Gegensatz dazu liegt der A-Staub, bzw. alveolengängiger Staub bei 10µm und dringt deshalb tiefer in die Lunge ein. Hier liegt das Problem: Staubpartikel können in der Lunge Reizungen und Entzündungen hervorrufen, in deren Folge es zu Vernarbung des Lungengewebes kommen kann. Diese führen dann zu Langzeitschäden, wie etwa zur sogenannten Staublunge (Pneumokoniose).
Weitere Informationen zum Thema Staub finden Sie hier.

Was ist der Arbeitsplatzgrenzwert?

Der Arbeitsplatzgrenzwert beschreibt die maximale zugelassene Belastung durch einen Stoff am Arbeitsplatz. Grundlage dabei ist ein regelmäßiger Kontakt in einer 40-stündigen Arbeitswoche (5 Tage zu je 8 Stunden). Der alte Begriff für diesen Wert ist „Maximale Arbeitsplatzkonzentration“, welcher 2005 ersetzt wurde. Um diesen Wert berechnen zu können, werden verschiedene Parameter benötigt. Dazu gehören Druck, Temperatur und Volumen. Der regulative Rahmen ist in der TRGS 900 zu finden. Eine aussagekräftige Messung muss immer unter Realbedingungen erfolgen. Zusätzliche Informationen zum Arbeitsplatzgrenzwert finden Sie in unserem Artikel „Was bedeutet AGW?“

Wo liegt der Wert?

Der aktuelle Grenzwert liegt für A-Staub bei 1,25mg/m³ (bei einer mittleren Dichte von 2,5g/cm³), für E-Staub bei 10mg/m³. Dieser Wert gilt zwar bereits seit 2014, jedoch gab es bisweilen zahlreiche Ausnahmen. Sie ermöglichten einen Grenzwert von 3mg/m³.

Änderung

Ab 01.01.2019 ist der Arbeitsplatzgrenzwert von 1,25mg/m³ verbindlich und unterliegt keinen Ausnahmeregeln mehr. Somit endet die Übergangsfrist zur Einhaltung des Grenzwertes. Diese Änderung bietet Anlass, die bestehenden Schutzmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren.

Gehandelt werden sollte nach dem STOP-Prinzip:

S : Substitution; kann der eingesetzte Stoff durch einen staubärmeren ersetzt werden?

T: Technische Maßnahmen; Absauganlage, Lüftung, oder Ähnliches (wenn Substitution nicht möglich)

O: Organisatorische Maßnahmen; (wenn erst genannte Maßnahmen nicht anwendbar oder ausreichend sind)

P: Persönliche Schutzausrüstung; sollte als letztes Mittel der Wahl angewendet werden

Messung durch die GSA

Im Zuge der Änderung des Grenzwertes ist eine erneute Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz notwendig und sinnvoll. Eine Staubmessung kann beispielsweise mit unserem Messgerät SG10-2 erfolgen. Der Vorteil hier liegt in der sowohl stationären wie auch mobilen, personengetragenen Messung. So lässt sich ein repräsentatives Abbild der Belastung während der Arbeitszeit ermitteln. Um die Staubbelastung in der Raumluft zu messen, empfiehlt sich die Verwendung des PM4-2, welches sich durch ein großes Probevolumen auszeichnet. Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an!

 

Quellen:
[1]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/6977/2019-neuer-arbeitsplatzgrenzwert-fuer-a-staub-gilt.html
[2]: https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/baustaub-ab-2019-strengere-arbeitsplatzgrenzwerte/150/22776/336247
[3]: https://www.hwk-cottbus.de/artikel/baustaub-ab-2019-strengere-arbeitsplatzgrenzwerte-7,0,4416.html
[4]: https://www.bau-auf-sicherheit.de/sicher-gesund/staub.html?src=asp-cu&typ=dl&cid=6977

Messung von A-Staub am Arbeitsplatz

Was ist A-Staub?

Als Staub bezeichnet man sehr kleine Feststoffteilchen, die fein verteilt in der Luft vorkommen und durch Auf-/Verwirbelung entstanden sind. Mittels Größendurchmesser unterscheidet man in verschiedene Unterkategorien, so zum Beispiel A-Staub. Dieser wird so genannt, weil der Staub alveolengängig ist. Das heißt, die Staubteilchen dringen bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vor und können dort schwere Reizungen auslösen.
Weiterführende Informationen zum Thema „Staub“ finden Sie hier in unserem Blog unter: „Was ist eigentlich Staub?

Warum wird gemessen?

Die Vermeidung von Schadstoffen am Arbeitsplatz ist wichtig für die Gesundheit des Arbeitnehmers und Pflicht des Arbeitgebers. Um dies gewährleisten zu können, ist eine Überprüfung der Umgebung des Arbeitsplatzes notwendig. Die jeweilige Berufsgenossenschaft und die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) stellen regelmäßig Schutzmaßnahmen und Präventionsmöglichkeiten zusammen und informiert über entsprechende Risiken. Zusätzlich überprüfen diese die Arbeitsschutzmaßnahmen vor Ort. Anhand der Staubmessungen kann eine Optimierung der Schutzmaßnahmen vorgenommen werden.

Wie wird A-Staub gemessen?

Wir als Partner im Arbeitsschutz bieten Messgeräte an, die sich hervorragend für die Messung von A-Staub eignen. So ist zum Beispiel das SG10-2 eine gute Wahl für die A-Staubmessung.

SG10-2
Messgerät SG10-2 zur Messung von A-Staub am Arbeitsplatz

Für deutlich größere Probenmengen (46 l/min) ist unser Messgerät PM4-2 ausgelegt. Für weitere Informationen über unsere Messgeräte kontaktieren Sie uns bitte hier.
Ein typischer Einsatzort unserer Messgeräte kann ein Arbeitsplatz an einer Abfüllanlage sein oder bei der laufenden Produktion. Unser Messgerät PM4-2 eignet sich für die Messung von A-Staub in der Raumluft, beziehungsweise der Umgebungsluft am Arbeitsplatz.

Gemessen – und dann?

Liegen die Messergebnisse vor, so ist der nächste Schritt eine Analyse dieser Resultate. Eine Analysemöglichkeit bietet die GSA-Ratingen (Gesellschaft für Schadstoffanalytik). Dort werden die vor Ort genommen Proben auf ihre Komponenten untersucht und deren Menge bestimmt. Der Analysebericht wird dem Auftraggeber ausgehändigt. Anhand der Ergebnisse kann die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen überprüft werden.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Für die einzelnen Schadstoffe liegen verschiedene gesetzliche Grenzwerte vor, die es einzuhalten gilt. Die Messung dient der Kontrolle dieser Grenzwerte und gibt Auskunft über deren Einhaltung. Zeigt die Überprüfung dass die vorgegebenen Werte nicht eingehalten werden konnten, ist eine Überarbeitung des Arbeitsschutzkonzeptes notwendig. Vorhandene Maßnahmen müssen intensiviert oder neue integriert werden.

 

 

 

Quellen:
[1] http://www.chemie.de/lexikon/Staub.html
[2] https://www.lungenaerzte-im-netz.de/krankheiten/staublunge/ursachen/
[3] http://blog.gsa-messgeraete.de/definition-staub/