Was ist Schweißrauch?

Definition Schweißrauch(e)

In der TRGS 528 findet sich folgende Definition: „Schweißrauche sind die beim Schweißen, thermischen Schneiden und bei den verwandten Verfahren entstehenden partikelförmigen Stoffe“. Dementsprechend beschreibt Schweißrauch ein Gemisch aus verschiedenen Gasen und Partikeln, die während der Schweißarbeiten entstehen. Bei den Partikeln unterscheidet man in einatembaren Staub (E-Staub) und in alveolengängien Staub (A-Staub). Damit beschreibt man, wie weit die Partikel in die Atemwege dringen können. Die Partikelgrößen liegen zwischen 10µm (PM 10) und 2,5µm (PM 2,5). Je kleiner der Partikel, desto weiter dringt er in die Lunge ein und kann dort Schäden verursachen.

Unter Schweißarbeiten werden in der TRGS 528 vier verschiedene Tätigkeiten zusammengefasst:

  • Schweißen
  • thermisches Schneiden
  • thermisches Spritzen
  • Löten

Welche Gefahr birgt der Schweißrauch?

Die Partikel können über die Atemwege in die Lunge gelangen und dort (schwere) Schäden anrichten. So dringt A-Staub bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vor und verursacht dort Reizungen und schädigt auf Dauer das Lungengewebe. So kam es zu dem Begriff „Staublunge“ (Pneumokoniose). Die freigesetzten Schadstoffe sind immer abhängig von den eingesetzten Werkstoffen.
Weitere Informationen zum Thema Staub finden Sie in unserem Artikel „Was ist eigentlich Staub?„.
Da es sich bei Schweißrauchen um Gemische handelt, ist eine einheitliche Beschreibung der Gefährdungen nicht möglich. Diese sind zudem von den eingesetzten Stoffen abhängig. Häufig kommen verschiedenen Oxide vor, unter anderem Aluminiumoxid (Al2O3), Eisenoxid (FenOm) oder Bleioxide (PbO). Diese liegen in Partikelform vor und können so in die Lunge gelangen. Stickstoffoxide (NOx), Kohlenstoffmonooxid (CO) oder Ozon (O3) liegen gasförmig vor und können durch das Einatmen Reizungen und andere Reaktionen in der Lunge auslösen. Die jeweilige Konzentration und spezifische Zusammensetzung ist von den eingesetzten Werkstoffen abhängig.

Wie kann die GSA helfen?

Um eine Schadstoffmessung bei Schweißarbeiten durchzuführen, empfehlen sich unsere Messgeräte SG5200 und SG5100ex. Es handelt sich um personengetragene Messgeräte, die Stäube, Gase und Dämpfe erfassen können. Für eine Simultanmessung von E- und A-Staub im Schweißrauch bedarf es des Probenahmesystems PGP EA nach IFA. Das sind speziell für diese Messung entwickelte Probenahmeköpfe, die eine aussagekräftige Messung ermöglichen. Für weitere Informationen zu den Messgeräten oder den Messungen selbst kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Quellen:
[1]: https://www.bghm.de/fileadmin/user_upload/BGHM/Presseportal/Fachartikel2017/Schweissrauche_und_TRGS_900.pdf
[2]: https://arbeitsschutz-schweissen.de/gefahrstoffe-im-schweissrauch-wie-sie-sich-auf-den-menschlichen-koerper-auswirken/
[3]: https://arbeitsschutz-schweissen.de/schweissrauch-kompakt-erklaert-warum-eine-absaugung-so-wichtig-ist/
[4]: https://www.dguv.de/medien/fb-holzundmetall/publikationen-dokumente/infoblaetter/infobl_deutsch/077_fbhm-schweissrauche.pdf
[5]: https://www.kemper.eu/de/wissenswertes/schweissrauch-im-allgemeinen/zusammensetzung-von-schweissrauch
[6]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-528.pdf?__blob=publicationFile
[7]: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A3554989%2C1.html