Lagerung von Schadstoffen am Arbeitsplatz

Zu den Schadstoffen zählt man all jene Stoffe, die eine Gefährdung für die Gesundheit von Mensch und Umwelt darstellen. Das Gefährdungspotential ist von der Art des Stoffes und dessen Konzentration abhängig. Die Auswirkungen stellen sich unterschiedlich dar. Sie reichen von Atembeschwerden bis hinzu Hautreizungen.
Am Arbeitspatz finden verschiedene Regelungen für den Umgang mit gefährlichen Stoffen Anwendung. Zum einen muss der Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung erstellen, in welcher die eingesetzten oder entstehenden Schadstoffe aufgelistet werden und welche betrieblichen Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden müssen. Zum anderen müssen die Arbeitnehmer in diesem Zusammenhänge eingewiesen und unterrichtet werden. Derartige Maßnahmen müssen regelmäßig kontrolliert und optimiert werden.

Arbeitsplatz

Lässt sich der Einsatz oder die Entstehung von Schadstoffen im Arbeitsprozess nicht vermeiden, steht immer der Schutz des Arbeitnehmers im Fokus der Sicherheitsbetrachtung. In der Gefährdungsbeurteilung sind die Sicherheitsmaßnahmen niedergeschrieben, die am Arbeitsplatz eingehalten werden müssen. Mit Hilfe dieser Maßnahmen soll der Arbeitnehmer bestmöglich geschützt werden im betrieblichen Umgang mit Schadstoffen. Die Unterweisung in die Sicherheitsmaßnahmen muss immer vor dem Kontakt mit den Schadstoffen erfolgen und stets dokumentiert werden.

Lagerung

Nun ist nicht nur der sichere Umgang mit Gefahrstoffen von Bedeutung, sondern auch deren Lagerung. Wenn die betrieblichen Prozesse eine Lagerung von Schadstoffen nötig machen, so sind einige Aspekte zu beachten. In diesen Fällen findet die TRGS 520 Anwendung. Einerseits gilt es, einen geeigneten Lagerort zu finden. Dieser sollte grundsätzlich witterungsgeschützt sein. Andererseits muss eine sichere Handhabung und Aufbewahrung gewährleistet sein. Darüber hinaus müssen „zwei gekennzeichnete, möglichst entgegengesetzte, stets frei zugängliche Ausgänge als Flucht- und Rettungswege“ vorhanden sein, bei denen die Türen sich nach außen öffnen lassen. Alle Regale oder Ablageflächen müssen fest verankert sein, um ein Umkippen und Auslaufen zu verhindern. Der Boden muss ebenfalls verschiedene Eigenschaften aufweisen: flüssigkeitsdicht, säure- und chemikalienfest und elektrisch ableitend, trittsicher im feuchten Zustand und leicht zu reinigen. Persönliche Schutzausrüstung (Schutzbrille, Handschuhe u. ä.) muss in ausreichender Menge bereitgestellt sein. Zudem müssen verschiedene Dinge unbedingt dokumentiert werden, wie etwa Betriebsanweisungen, Alarmpläne und Sortiervorschriften. Je nach Art der Lagerung müssen verschiedene Bedingungen beachtet werden. Handelt es sich um eine Zwischenlagerung oder eine mobile Sammelstelle, dann unterscheidet sich die genaue Ausstattung des Lagerungsortes in einigen Punkten.

Allgemeine Regelungen

Es gibt noch weitere Aspekte. So müssen die Schadstoffe in geeigneten Behältern transportiert und gelagert werden. Beispielsweise dürfen Säuren nicht in Metallbehältern gelagert werden, da die Säure mit dem Metall chemisch reagiert und im Laufe der Zeit den Behälter undicht werden lässt. Zum anderen muss sichergestellt sein, dass unbefugte Personen keinen Zugang zur Lagerungsstelle haben. Dies kann durch etwa durch einen abschließbaren Raum erfolgen. Der persönliche Eigenschutz muss durch die entsprechende Schutzausrüstung vorgenommen werden. Der Arbeitgeber sollte den Arbeitnehmer im Umgang mit den Schadstoffen und deren Lagerung einweisen und im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung die passenden Sicherheitsmaßnahmen ergreifen.

Wie kann die GSA helfen?

Bei der Lagerung von Schadstoffen ist eine Freisetzung der Stoffe immer möglich und bedarf im Rahmen der Arbeitssicherheit einer regelmäßigen Überprüfung. Eine Messung durch die GSA kann zum Beispiel für Gase erfolgen. Dafür empfiehlt sich unser Messgerät SG5100ex, da es mit einem Explosionsschutz ausgestattet ist. Für eine ausführliche Beratung zum richtigen Messverfahren kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Quellen:
[1]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-520.pdf?__blob=publicationFile
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/abfallwirtschaft/abfallarten/gefaehrliche-abfaelle
[3]: https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/chemikalien/inkuerze.html
[4]: Bildquelle: https://www.jh-profishop.de/gefahrstoffschraenke

Holzstaub – Gefahr für Schreiner?

Für Schreiner und andere holzverarbeitende Berufe ist die Verarbeitung von Holz völlig normal. Holz wird zumeist als natürlicher und reiner Rohstoff gesehen. An eine Gesundheitsgefahr bei der Verarbeitung denken wenige. Auch Profis wie Schreiner arbeiten häufig teilweise ohne Mundschutz und unterschätzen damit eine wesentliche Gesundheitsgefahr: den Holzstaub.

Was versteht man unter Staub?

Unter dem Begriff Staub versteht man kleinste Feststoffteilchen, die fein verteilt in der Umgebungsluft vorliegen. Dabei unterscheidet man  A-Staub (Feinstaub) und E-Staub (Gesamtstaub).
A-Staub beschreibt die alveolengängige Staubfraktion, das bedeutet, dass die Feststoffteilchen bis in die Alveolen (Lungenbläschen) vordringen können. Dort kann diese Staubfraktion Reizungen und Entzündungen auslösen und zu langfristigen Schäden am Lungengewebe führen und eine sogenannte Staublunge (Pneumokoniose) hervorrufen.
E-Staub beschreibt die einatembare Fraktion, also die Staubteilchen die durch Mund und Nase eingeatmet werden können. Sie dringen nicht ganz so tief in die Lunge ein, können allerdings ebenso schwere Reizungen hervorrufen. Die Vorschrift DIN EN 481 beschreibt die Partikelgröße, bzw. deren Durchmesser. Daraus lässt sich folgendes ableiten: Je kleiner der Partikeldurchmesser ist, desto tiefer dringen die Partikel in die Lunge ein und desto schwerer kann die Schädigung des Lungengewebes sein.

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Dieselmotoremissionen (DME)

Was sind DME?

Unter dem Begriff Dieselmotoremissionen werden die Stoffe zusammengefasst, die bei der Verwendung eines Dieselmotors ausgestoßen werden. Es handelt sich dabei um ein Stoffgemisch, welches sich aus Partikeln und Gasen zusammensetzt. Eine allgemeingültige Auflistung der Bestandteile ist nicht möglich, da sie durch Betriebsweise und Motorart bestimmt werden. Es gibt jedoch einige Stoffe, die immer enthalten sind.
Dazu zählen:

  • Kohlenmonoxid (CO)
  • Kohlenstoffdioxid (CO2)
  • Stickstoffmonoxid (NO)
  • Stickstoffdioxid (NO2)
  • Dieselruß (EC; gemäß TRGS 900)

Dieselrußpartikel werden in der TRGS 900 näher beschrieben. Dabei handelt es sich um „unlösliche Kerne elementaren Kohlenstoffs (elemental carbon= EC)“, die auf einem Filter sichtbar werden. An diesem elementaren Kohlenstoff können weitere (mehr oder weniger gut biolöslich) Stoffe adsorbiert sein, die weitere Gefahren für die Gesundheit bergen (z.B. kanzerogene Stoffe).  Demnach werden unter diesem Begriff verschiedene Partikel zusammengefasst, dessen Hauptbestandteil aber immer Kohlenstoff ist.

Wo sind DME zu finden?

Dieselmotoremissionen entstehen immer dann, wenn ein Dieselmotor in Betrieb genommen wird und Abgase ausstößt. Dies kann sowohl am Arbeitsplatz als auch im privaten Bereich der Fall sein. Im Arbeitsablauf können das dieselbetriebene Fahrzeuge sein (Hubfahrzeuge, Stapler, etc.), außerhalb der Arbeitssituation ist es hauptsächlich der alltägliche Straßenverkehr. Wie hoch und wie lange die Belastung durch DME ist, ist davon abhängig, wie lange man sich in der belasteten Umgebung aufhält. Jedoch gilt in Betrieben das Minimierungsgebot (gemäß §§ 8, 9 GefStoffV gilt für DME). Das bedeutet, dass Arbeitnehmer den DME nur ausgesetzt werden sollen, wenn es nicht vermeidbar ist. Deshalb hat der Arbeitgeber immer zu prüfen, ob der Einsatz dieselbetriebener Maschinen und Fahrzeuge durch Elektromotoren substituiert werden kann.

DME im Alltag

Im beruflichen Umfeld ist die Exposition kalkulierbar, bzw. greifen diverse Schutzmaßnahmen. Eine Belastung durch Dieselmotoremissionen im Alltag ist schwieriger einzuschätzen. Aber wo sind DME im Alltag zu finden? Die einfachste Antwort lautet: auf der Straße. Jeder vorbeifahrende Diesel setzt DME frei, denen man dann als Fußgänger ausgesetzt ist. Schwieriger zu beantworten ist aber die Frage nach dem Gefährdungspotential im Alltag. Für die Einschätzung der Belastung sind verschiedene Parameter von Bedeutung, wie etwa die Dauer der Exposition, die Stoffkonzentration und Zusammensetzung des Stoffgemisches.

Gefährdung durch DME

Von den verschiedenen Bestandteilen der DME gehen unterschiedliche Gefahren aus, da diese stoffspezifisch sind. Kohlenstoffmonoxid ist giftig und kann wie Kohlenstoffdioxid zum Erstickungstod führen. Stickstoffoxide sind ebenfalls giftig und rufen Lungenschädigungen hervor. Des Weiteren stehen DME im Verdacht, krebserregend zu sein.
Die genauen Wirkungen sind jedoch abhängig von der Konzentration des Stoffes und der Dauer der Exposition. Deshalb unterscheidet man häufig in „kurz- und langzeitige Exposition“. Das beschreibt, wie lange man den schädigenden Stoffen ausgesetzt ist und welche Wirkung sie haben. Im betrieblichen Ablauf greifen diverse Schutzmaßnahmen, dabei gilt es die Rangfolge dieser Maßnahmen im „STOP-Prinzip“ durchzuführen (siehe hierzu TRGS 500 „Schutzmaßnahmen“(S = Substitution, T = Technische, O = Organisatorische und P = Persönliche Schutzmaßnahmen).

Dieselskandal

Der „Dieselskandal“ ist in aller Munde. Doch wo genau liegt das Problem? Dass Stickoxide schädlich sind, steht außer Frage. Fraglich ist jedoch zunächst, wie groß die Belastung im Alltag wirklich ist. Am Arbeitsplatz wird in der Gefährdungsbeurteilung die Dauer der Exposition berücksichtigt. Eine allgemein gültige Aussage dazu für den Alltag ist natürlich äußerst schwierig, weshalb die Grenzwerte von Bedeutung sind. Die derzeit gültigen Abgasstufen für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge (Stufe 5 und 6) sind in der Verordnung (EG) Nr. 715/2007 veröffentlicht. Die Werte für Stickoxide sind in mg/km (Milligramm pro Kilometer Fahrstrecke) angegeben und liegen für Stufe 5 bei 180mg/km für Dieselfahrzeuge.
Dem steht ein allgemeiner Jahresgrenzwert von 40µg/m³ und ein 1-Stunden-Grenzwert von 200µg/m³ (darf nicht öfter als 18-mal im Kalenderjahr überschritten werden) gegenüber. Die Vergleichbarkeit dieser Werte ist sicherlich ein Grund für die Diskussion um Fahrverbote und Einhaltung der Grenzwerte.
Die Grenzwertbestimmung ist von großer Bedeutung, da diese an weitere Maßnahmen wie etwa ein Fahrverbot für bestimmte PKW in Innenstädten gekoppelt ist. Fraglich ist jedoch, ob ein Fahrverbot für einzelne Straßen, bzw. Innenstädte das Belastungsproblem lösen. Gegner dieser Maßnahme führen an, dass viele Autofahrer dann einen Umweg fahren und sich das Problem einfach nur auf anderer Straßen verschiebt. Des Weiteren ist die Frage, wer von einem Fahrverbot ausgenommen wird. Für viele Kleinbetriebe würde das Verbot ein großes unternehmerisches Problem darstellen, da diese ihre Kunden nicht mehr anfahren könnten.

Messungen durch die GSA

Die Konzentration der DME kann mit unserem Messgerät PM4-2 gemessen werden. Von Bedeutung ist aber nicht nur das passende Messgerät, sondern auch die Messposition. Sie muss so gewählt werden, dass deren Ergebnisse die entsprechende Aussagekraft aufweisen können. Am Arbeitsplatz erfolgt die Messung häufig in Atemhöhe, sodass ermittelt werden kann, wie viel des Schadstoffes eingeatmet wird. Im öffentlichen Raum stellt dies ein Problem dar, da viele Parameter aufeinander treffen und die Messung beeinflussen. Hier sollte eine einheitliche Regelung gefunden werden, um eine Vergleichbarkeit zu erreichen und so zu wirksamen Lösungen zu gelangen. Für weitere Informationen zu Messungen und Messgeräten kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

 

Quellen:
[1]: https://www.bfga.de/infothek/bfga-newsletter-arbeitsschutz/dieselmotoremissionen-dme/
[2]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-554.pdf?__blob=publicationFile
[3]: https://www.aerzteblatt.de/archiv/196641/Dieselmotoremissionen-Eine-Gefahr-fuer-die-Gesundheit
[4]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/900/900-dieselmotorenemissionen-dme-russpartikel-als-ec.pdf?__blob=publicationFile&v=2
[5]: https://www.dguv.de/medien/ifa/de/vera/2012_saet_gefahrstoffe/05_felten.pdf
[6]: https://www.bg-verkehr.de/arbeitssicherheit-gesundheit/branchen/gueterkraftverkehr/gesundheitsgefahren/gefahrstoffe/abgase
[7]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/luft/luftschadstoffe/stickstoffoxide
[8]: https://www.umweltbundesamt.de/service/uba-fragen/was-schreiben-die-abgasnormen-der-eu-fuer-kfz-vor

Probenahme von Asbest

Was ist Asbest?

Asbest sind natürlich vorkommende, faserartige und silikatische Minerale, die einen Faserdurchmesser im Bereich von 0,1µm bis 2µm aufweisen. Aufgrund der chemischen Eigenschaften, wie etwa schwere Entflammbarkeit und gute Wärmedämmung wurden sie lange Zeit bautechnisch eingesetzt. Die große Gefahr, die von Asbest ausgeht, liegt in der Freisetzung der Fasern. Die freigesetzten Asbestfasern gelangen über die Luft in die Lunge und können dort zu Reizungen führen. Langfristige Belastung kann zur Asbestose („Asbestlunge“) führen.

Wo ist Asbest zu finden?

Eine allgemein gültige Aussage ist schwer zu treffen, jedoch gibt es einige Anhaltspunkte, die auf eine Asbestbelastung hinweisen. Ein Hinweis kann das Baujahr liefern. Im Jahr 1993 wurde Asbest als Baumaterial verboten. Häuser aus den Jahren 1960-1980, bei denen keine umfassende Sanierung stattfand, weisen sehr häufig eine Asbestbelastung auf. Wegen seiner guten Wärmespeicherung wurde Asbest oft als Dämmmaterial benutzt. Jedoch waren die Einsatzmöglichkeiten vielfältig, weswegen auch Asbestzement, asbesthaltiger Fugenkitt, Bodenbeläge oder Bodenkleber (z.B. bei Floorflexplatten) eingesetzt wurden. Ein erster Verdacht entsteht beispielsweise durch die Farbe eines Bauteils, bei oben genanntem Kleber ist es schwarz.

Beispielbild Asbest im Bodenbelag

Was tun bei Verdacht?

Liegt ein Asbestverdacht vor, so sollte umgehend eine Messung und Analyse der verdächtigen Stellen erfolgen. Dies kann durch unsere Messtechniker erfolgen. Hierzu beraten wir Sie gerne. Sollten Sie die Probenahme von mutmaßlich asbesthaltigen Materialien selbst vornehmen wollen, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten.

Probenahme (Feststoffprobe)

Im Vordergrund bei der Probenahme von vermutlich asbesthaltigem Material steht immer der Eigenschutz. Deshalb ist es notwendig, eine Feinstaubmaske (FFP2) und wenn nötig weitere Schutzausrüstung zu tragen.Generell gilt es, die Freisetzung von Staub und damit auch Fasern zu verhindern. Eine (weitere) Beschädigung der betreffenen Stellen und deren Umgebung sollte vermieden werden.
Die Probenahmestelle muss gut befeuchtet werden. Sofern es möglich ist, sollte die Probe mit einem Messer ausgeschnitten werden. Die Größe der Probe sollte eine Kantenlänge von 2-4cm aufweisen. Sobald die Probe entnommen ist, sollte die Stelle erneut befeuchtet werden und anschließend abgedichtet werden (z.B. mit Klebstoff, Spachtelmassen und/oder Gewebeklebeband). Die entnommene Probe muss staubdicht in einen kleinen Kunststoffbeutel verpackt werden. Nun wird diese verpackte Probe in einen größeren Kunststoffbeutel gegeben und sorgfältig beschriftet: Ort der Probenahme, Datum und Zusatzinformationen. Nach erfolgter Probenahme sind Hände, Messer und alle benutzten Geräte gründlich zu reinigen. Den Kunststoffbeutel mit der Probe und allen benötigten Unterlagen gut verpackt an die GSA Gesellschaft für Schadstoffanalytik senden. Unsere Analytiker führen die Analyse durch und besprechen mit Ihnen die Ergebnisse.

Analytik GSA Ratingen

Grundsätzlich ist es immer ratsam, die Probenahme und die Analyse von Experten durchführen zu lassen. Unsere Messtechniker beraten Sie gerne in allen Fragen zur Probenahme und anschließender Messung und Auswertung. Kontaktieren Sie uns jederzeit, damit ein individuelles Messkonzept entwickelt werden kann. Als akkreditiertes Prüflabor ist die GSA Gesellschaft für Schadstoffanalytik ein kompetenter Partner an Ihrer Seite.

 

Quellen:
[1]: https://www.gsa-ratingen.de/
[2]: https://blog.rathscheck.de/asbest-messen-wie-funktioniert-das
[3]: https://blog.gsa-messgeraete.de/asbest/

 

Schadstoffe in Kindergärten

Quelle: Erich Westendarp

In einem Kindergarten sollte eine Schadstoffbelastung möglichst ausgeschlossen werden. Zu den Schadstoffen zählt man all jene Stoffe, die eine schädigende Wirkung auf Gesundheit und Umwelt haben. Die Schwere der Auswirkung ist abhängig von der Art, Konzentration und Expositionsdauer des Stoffes.

Bauliche Maßnahmen

Handelt es sich aber beispielsweise um ein altes Gebäude (Baujahr liefert Hinweise), so kann eine Belastung auftreten. Bei Kindern wirkt sich eine Exposition schwerwiegender aus als bei Erwachsenen, da sie unter anderem eine höhere Atemfrequenz (somit höhere Aufnahme der Belastung) und zumeist ein schwächeres Immunsystem (da es noch im Aufbau ist) haben. Umso wichtiger ist es, eine Belastung frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Das Umweltbundesamt hat einen Leitfaden erstellt, wie Kinder gesund und sicher aufwachsen können. Dort werden neben Ernährung und Wohnsicherheit auch die Belastung durch Schadstoffe thematisiert. So gilt es bereits bei der Wahl der Materialien und Farben darauf zu achten, dass sie möglichst wenig ausgasen. Nach erfolgter Renovierung sollte gründlich gelüftet werden, bevor die Kinder sich längere Zeit in den Räumen aufhalten. Dies lässt sich auch auf Kindergärten übertragen. Des Weiteren hat die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) Regeln für Sicherheit und Gesundheitsschutz erstellt. Dort sind Unfallverhütungsvorschriften zusammengetragen, die in einer Kindertagesstätte Anwendung finden, wie etwa die Sicherstellung einer regelmäßigen Lüftung der Räume.

Schutz der Mitarbeiter

Nicht nur die Kinder müssen in Kindergärten geschützt werden, sondern auch die dort arbeitenden Erzieher und Erzieherinnen. Es gilt die Sicherheit am Arbeitsplatz sicherzustellen, wozu auch der Schutz vor Schadstoffen zählt. Dazu gehören Sicherheitsmaßnahmen im Umgang mit potentiellen Gefahrstoffen (bspw. starke Reinigungsmittel) sowie Maßnahmen zur Unfallvermeidung wie z.B. Stolperfallen.

Sand als Gefahr in der Kita? Staubfreisetzung

Sandkästen sind aus Kindergärten kaum wegzudenken und wichtig für die spielerische motorische Förderung. Bei der Wahl des Sandes stehen verschiedene Kriterien im Fokus:

  • Formstabilität (Korngröße)
  • ohne Verschmutzungen
  • keine scharfkantigen Steine oder Kies enthalten (fein/rundkörnig)
  • staubarm/frei
  • lehmfrei
  • leicht aus der Kleidung zu entfernen
  • schnelle Entwässerung nach Regen

Diese Punkte haben das Spielerlebnis der Kinder im Vordergrund, jedoch muss auch beachtet werden, dass der Sand während des Spielens kaum bis gar keinen Staub freisetzt. Staub ist definiert als feine, in der Luft verteilte Feststoffpartikel. Solche Partikel können über die Atemwege in die Lunge gelangen und dort gesundheitliche Beeinträchtigungen hervorrufen. Es gilt eine solche Belastung zu reduzieren, bzw. idealerweise zu verhindern. Das kann etwa durch die Wahl der Korngröße beeinflusst werden. Liegt diese zwischen 0,06mm und 2,0mm, so weist der Sand die größte Adhäsionskraft auf und ist sehr formstabil und staubarm.
Die Freisetzung von Staub ist im Sinne des Arbeitnehmerschutzes von Bedeutung. Als Staub werden kleinste Feststoffteilchen beschrieben, die fein verteilt in der Umgebungsluft vorliegen. Durch das Spielen der Kinder im Sand kann Feinstaub aufgewirbelt werden. Da keine industrieüblichen Schutzmaßnahmen (Atemmaske, Absauganlage) ergriffen werden können, sollte großer Wert auf die Auswahl des Spielsandes gelegt werden.

Asbest in der Kita: Erläuterung

Asbest beschreibt natürlich vorkommende faserartige Minerale, die einen Durchmesser von weniger als 2µm und kleiner aufweisen. Die Asbestfasern zeichnen sich durch eine hohe thermische und chemische Beständigkeit, was für vielfältige Einsatzmöglichkeiten genutzt wurde. Im Laufe der Zeit erkannte man die schädigende Wirkung der Asbestfasern auf die Lunge und so wurde die Nutzung 1993 verboten. Die Gefahr liegt in der Aufnahme über die Atemwege. So kann es zu Schädigungen der Lunge und oberen Atemwege kommen (Asbestose; „Staublunge“). Zu finden ist Asbest in Gebäuden primär aus den Jahren zwischen 1960 und 1980, die weitestgehend unsaniert sind. Eine Asbestbelastung kann auch in öffentlichen Gebäuden auftreten. Aufgrund des hohen Gefährdungspotentials von Asbest, sollte bei Verdacht sofort eine Fachexpertise erfolgen. Am häufigsten befinden sich Asbestfasern beispielsweise in Dämmmaterialien, Fensterbänken oder gegossenen Blumenkübeln. Hier ist das Baujahr ein Indiz für eine Belastung.

Schimmel in der Kita: Erläuterung

Unter dem Begriff Schimmel sind umgangssprachlich verschiedene Schimmelpilzarten zusammengefasst. Diese produzieren flugfähige Sporen, die beim Einatmen allergische Reaktionen auslösen können. Des Weiteren können Schimmelpilzsporen ernsthafte Schäden in der Bausubstanz von Gebäuden verursachen. Schimmelbefall kann entstehen, wenn über einen längeren Zeitraum eine hohe Luftfeuchtigkeit und eine Temperatur zwischen 15-25° Celcius vorliegen. Luftfeuchtigkeit entsteht durch beispielsweise durch Atmen oder Kochen. Zusätzlich können bautechnische Mängel das Problem verstärken. Schimmelpilze bilden während des Wachstums Pilzsporen aus, die in die Umgebungsluft abgegeben werden. So können sie in die Atemwege eindringen und dort Krankheitssymptome auslösen. Dazu zählen etwa Atemwegserkrankungen wie Husten, Schnupfen oder Asthma. Aber auch Hautreaktionen und Bindehautentzündungen können durch Schimmelpilze hervorgerufen werden. Gerade Kinder haben ein hohes Gefährdungspotential aufgrund des schwächeren Immunsystems. Um einem Befall vorzubeugen, ist ein regelmäßiger Luftaustausch nötig. Durch sogenanntes Stoßlüften kann dies erreicht werden. Dabei gilt die Faustregel „drei mal fünf“. Dreimal am Tag werden die Fenster für mindestens fünf Minuten geöffnet, sodass die angestaute Luftfeuchtigkeit entweichen kann. Diese Faustregel ist den tatsächlichen Bedingungen anzupassen.

Was tun bei Verdacht?

Besteht der Verdacht einer Schadstoffbelastung im Kindergarten, weil eine Geruchsbelastung wahrgenommen wird, vermehrt Symptome einer Schadstoffexposition auftreten oder andere Zeichen darauf hinweisen (wie z.B. Schimmel an den Wänden) so sollte eine Messung in Betracht gezogen werden. In diesem Falle ist die GSA Messgerätebau der richtige Ansprechpartner, da wir mehr als 20 Jahre Erfahrung in der Messung und Beurteilung von Schadstoffen in Kindergärten und anderen öffentlichen Einrichtungen haben.

Unsere Messtechniker besprechen mit Ihnen die vorliegende Belastung und erstellen ein individuelles Messkonzept.
Wurden Schadstoffe festgestellt, so ist schnelles Handeln erforderlich. Je nach Art des gemessenen Schadstoffes müssen unterschiedliche Maßnahmen getroffen werden. Eine pauschale Handlungsempfehlung ist allerdings schwierig, da dem Befall entsprechende individuelle Handlungskonzepte erstellt werden müssen.
Die „Europäische Gesellschaft für gesundes Bauen und Innenraumhygiene“ hat einen Leitfaden erstellt, in dem bestimmte Vorgangsweisen für Schadstoffbelastungen dargestellt sind. Zusätzlich hat diese Gesellschaft Hinweise für Personal und Elternvertreter bei Bekanntwerden einer möglichen Schadstoffbelastung erstellt.

 

 

Quellen:
[1]: https://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/sr-s2.pdf
[2]: https://blog.rathscheck.de/meldepflicht-bei-asbest-sanierungsarbeiten-muessen-angezeigt-werden
[3]: http://www.katumwelt.de/icheck/dokumente/asbestrichtlinie-nrw.htm
[4]: https://www.juraforum.de/forum/t/informationspflicht-bei-asbestsanierung-im-kindergarten-waehrend-des-regelbetriebs.420829/
[5]:http://www.eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/PDF/Vorgangsweise_bei_Schadstoffproblemen_an_Schulen_und_Kitas.pdf
[6]: https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/BGW%20Grundlagen/BGW03-03-130_Kinderbetreuung_Download.pdf?__blob=publicationFile
[7]: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/377/publikationen/umwelt_und_kindergesundheit.pdf
[8]: https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressearchiv/2017/quartal_3/details_03_148224.jsp
[9]: http://www.sichere-kita.de/_docs/pdf/Merkblatt%20Spielplatz-%20und%20Spielsandhygiene.pdf
[10]: http://www.eggbi.eu/fileadmin/EGGBI/PDF/Hinweise_fuer_Eltern-_und_Personalvertreter.pdf
[11]: https://www.land.nrw/de/pressemitteilung/minister-remmel-schadstoff-belastungen-bei-kindern-muessen-reduziert-werden
[12]: https://www.bgw-online.de/SharedDocs/Downloads/DE/Medientypen/BGW%20Grundlagen/BGW03-03-130_Kinderbetreuung_Download.pdf?__blob=publicationFile

 

 

Top 10 Schadstoffe im Haushalt

Definition

Im Allgemeinen Sprachgebrauch versteht man unter Schadstoffen, all diejenigen Stoffe und Stoffgemische, von denen eine Gefährdung für die Gesundheit von Mensch und Umwelt ausgeht. Dabei unterscheidet man in zwei Kategorien, die natürlichen und die synthetischen Schadstoffe

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Was ist Schweißrauch?

Definition Schweißrauch(e)

In der TRGS 528 findet sich folgende Definition: „Schweißrauche sind die beim Schweißen, thermischen Schneiden und bei den verwandten Verfahren entstehenden partikelförmigen Stoffe“. Dementsprechend beschreibt Schweißrauch ein Gemisch aus verschiedenen Gasen und Partikeln, die während der Schweißarbeiten entstehen. Bei den Partikeln unterscheidet man in einatembaren Staub (E-Staub) und in alveolengängien Staub (A-Staub). Damit beschreibt man, wie weit die Partikel in die Atemwege dringen können. Die Partikelgrößen liegen zwischen 10µm (PM 10) und 2,5µm (PM 2,5). Je kleiner der Partikel, desto weiter dringt er in die Lunge ein und kann dort Schäden verursachen.

Unter Schweißarbeiten werden in der TRGS 528 vier verschiedene Tätigkeiten zusammengefasst:

  • Schweißen
  • thermisches Schneiden
  • thermisches Spritzen
  • Löten

Welche Gefahr birgt der Schweißrauch?

Die Partikel können über die Atemwege in die Lunge gelangen und dort (schwere) Schäden anrichten. So dringt A-Staub bis in die Lungenbläschen (Alveolen) vor und verursacht dort Reizungen und schädigt auf Dauer das Lungengewebe. So kam es zu dem Begriff „Staublunge“ (Pneumokoniose). Die freigesetzten Schadstoffe sind immer abhängig von den eingesetzten Werkstoffen.
Weitere Informationen zum Thema Staub finden Sie in unserem Artikel „Was ist eigentlich Staub?„.
Da es sich bei Schweißrauchen um Gemische handelt, ist eine einheitliche Beschreibung der Gefährdungen nicht möglich. Diese sind zudem von den eingesetzten Stoffen abhängig. Häufig kommen verschiedenen Oxide vor, unter anderem Aluminiumoxid (Al2O3), Eisenoxid (FenOm) oder Bleioxide (PbO). Diese liegen in Partikelform vor und können so in die Lunge gelangen. Stickstoffoxide (NOx), Kohlenstoffmonooxid (CO) oder Ozon (O3) liegen gasförmig vor und können durch das Einatmen Reizungen und andere Reaktionen in der Lunge auslösen. Die jeweilige Konzentration und spezifische Zusammensetzung ist von den eingesetzten Werkstoffen abhängig.

Wie kann die GSA helfen?

Um eine Schadstoffmessung bei Schweißarbeiten durchzuführen, empfehlen sich unsere Messgeräte SG5200 und SG5100ex. Es handelt sich um personengetragene Messgeräte, die Stäube, Gase und Dämpfe erfassen können. Für eine Simultanmessung von E- und A-Staub im Schweißrauch bedarf es des Probenahmesystems PGP EA nach IFA. Das sind speziell für diese Messung entwickelte Probenahmeköpfe, die eine aussagekräftige Messung ermöglichen. Für weitere Informationen zu den Messgeräten oder den Messungen selbst kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Quellen:
[1]: https://www.bghm.de/fileadmin/user_upload/BGHM/Presseportal/Fachartikel2017/Schweissrauche_und_TRGS_900.pdf
[2]: https://arbeitsschutz-schweissen.de/gefahrstoffe-im-schweissrauch-wie-sie-sich-auf-den-menschlichen-koerper-auswirken/
[3]: https://arbeitsschutz-schweissen.de/schweissrauch-kompakt-erklaert-warum-eine-absaugung-so-wichtig-ist/
[4]: https://www.dguv.de/medien/fb-holzundmetall/publikationen-dokumente/infoblaetter/infobl_deutsch/077_fbhm-schweissrauche.pdf
[5]: https://www.kemper.eu/de/wissenswertes/schweissrauch-im-allgemeinen/zusammensetzung-von-schweissrauch
[6]: https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/TRGS/pdf/TRGS-528.pdf?__blob=publicationFile
[7]: https://www.arbeitssicherheit.de/schriften/dokument/0%3A3554989%2C1.html

Quarz als Schadstoff

Definition Quarz

Quarz ist ein natürliches Mineral, welches aus Siliciumdioxid (SiO2) besteht und eine trigonale Symmetrie aufweist. Es gehört zu den eher harten Mineralen, da sich beispielsweise Fensterglas damit ritzen lässt und es nur in Flusssäure (HF) unter sehr hohen Temperaturen löslich ist. Im Alltag begegnet man Quarz am häufigsten als Sand. Als industrieller Grundstoff findet er in Zement oder in der Keramik- und Glasherstellung Verwendung.

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Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Geschichte

Der 28.04. ist der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag 1984 von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), wobei der Fokus auf der Prävention liegt. Es soll aufgezeigt werden, dass die meisten Arbeitsunfälle durchaus vermeidbar sind. Der Schutz der Arbeitnehmer wird an diesem Tag besonders betont, denn es lassen sich durch bessere Prävention nicht nur die Gesundheit schützen, sondern eben auch Kosten sparen. Jedes Jahr steht dieser Tag unter einem anderen Motto. So war es 2018 beispielsweise mit dem Welttag gegen Kinderarbeit (12.06.)  gekoppelt mit dem Ziel, die Gesundheit und Sicherheit junger Arbeitnehmer zu stärken und die Kinderarbeit zu verringern. Junge Arbeitnehmer (zwischen 15 und 24 Jahren) stellen weltweit gut 44% der Arbeitnehmerschaft dar. In Bezug auf die Arbeitssicherheit und die Prävention von Arbeitsunfällen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, wie etwa mangelnde Erfahrung, eingeschränkte Aufmerksamkeit für Arbeitsrisiken und ähnliches.

Aktuelles

In diesem Jahr steht der Welttag für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz unter dem Leitsatz „Sichere und gesunde Zukunft der Arbeit“. Dabei wirft die ILO zunächst einen Blick zurück, um die positive Entwicklung des Arbeitsschutzes zu beleuchten und zu verdeutlichen, wie wichtig Maßnahmen zur Stärkung der Arbeitssicherheit sind. Im Wandel des Arbeitsschutzes sind verschiedene Aspekte von Bedeutung, beispielsweise der demographische Wandel in der Arbeitswelt, die fortschreitende Digitalisierung und die Nachhaltigkeit. Diese Punkte sind Diskussionsgegenstand verschiedener Veranstaltungen, die im Rahmen des Aktionstages stattfinden.

Im englischsprachigen Raum scheint dieser Tag (momentan) etwas mehr Beachtung zu finden, als in Deutschland. Hier sind die DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) und die Berufsgenossenschaften Ansprechpartner und führende Institutionen bei Thema Arbeitsschutz. Sie geben Empfehlungen zu Sicherheitsmaßnahmen und beraten die Arbeitsgeber. Auch hier ist der Schwerpunkt die Prävention von Arbeitsunfällen.

Wie kann die GSA helfen?

Auch für uns ist die Arbeitssicherheit ein wichtiger Punkt im Betriebsablauf. Zu dem gehört auch die Überprüfung der getroffenen Sicherheitsmaßnahmen. So lässt sich mit unseren Messgeräten sicherstellen, ob der Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz gegeben ist oder wo er sich optimieren lässt. Für eine individuelle Beratung kontaktieren Sie uns bitte hier.

 

Quellen:
[1]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/6571/28-april-2018-welttag-fuer-sicherheit-und-gesundheit-am-arbeitsplatz.html
[2]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/7240/welttag-fuer-sicherheit-und-gesundheit-am-arbeitsplatz-2019.html
[3]: https://www.ilo.org/safework/events/safeday/lang–en/index.htm
[4]: https://www.ilo.org/berlin/presseinformationen/WCMS_626699/lang–de/index.htm

Änderung Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für A-Staub ab dem 01.01.2019

Definition Staub

Staub ist als Sammelbegriff definiert, der in der Luft verteilte Feststoffteilchen beschreibt. Man unterscheidet zwischen A-Staub (früher Feinstaub) und E-Staub (früher Gesamtstaub). Als Unterscheidungsmerkmal dient die Partikelgröße und die damit verbundene Reichweite in die Lunge. E-Staub, beziehungsweise einatembarer Staub weist eine Partikelgröße von ca. 35µm auf und kann durch Mund und Nase eingeatmet werden. Im Gegensatz dazu liegt der A-Staub, bzw. alveolengängiger Staub bei 10µm und dringt deshalb tiefer in die Lunge ein. Hier liegt das Problem: Staubpartikel können in der Lunge Reizungen und Entzündungen hervorrufen, in deren Folge es zu Vernarbung des Lungengewebes kommen kann. Diese führen dann zu Langzeitschäden, wie etwa zur sogenannten Staublunge (Pneumokoniose).
Weitere Informationen zum Thema Staub finden Sie hier.

Was ist der Arbeitsplatzgrenzwert?

Der Arbeitsplatzgrenzwert beschreibt die maximale zugelassene Belastung durch einen Stoff am Arbeitsplatz. Grundlage dabei ist ein regelmäßiger Kontakt in einer 40-stündigen Arbeitswoche (5 Tage zu je 8 Stunden). Der alte Begriff für diesen Wert ist „Maximale Arbeitsplatzkonzentration“, welcher 2005 ersetzt wurde. Um diesen Wert berechnen zu können, werden verschiedene Parameter benötigt. Dazu gehören Druck, Temperatur und Volumen. Der regulative Rahmen ist in der TRGS 900 zu finden. Eine aussagekräftige Messung muss immer unter Realbedingungen erfolgen. Zusätzliche Informationen zum Arbeitsplatzgrenzwert finden Sie in unserem Artikel „Was bedeutet AGW?“

Wo liegt der Wert?

Der aktuelle Grenzwert liegt für A-Staub bei 1,25mg/m³ (bei einer mittleren Dichte von 2,5g/cm³), für E-Staub bei 10mg/m³. Dieser Wert gilt zwar bereits seit 2014, jedoch gab es bisweilen zahlreiche Ausnahmen. Sie ermöglichten einen Grenzwert von 3mg/m³.

Änderung

Ab 01.01.2019 ist der Arbeitsplatzgrenzwert von 1,25mg/m³ verbindlich und unterliegt keinen Ausnahmeregeln mehr. Somit endet die Übergangsfrist zur Einhaltung des Grenzwertes. Diese Änderung bietet Anlass, die bestehenden Schutzmaßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren.

Gehandelt werden sollte nach dem STOP-Prinzip:

S : Substitution; kann der eingesetzte Stoff durch einen staubärmeren ersetzt werden?

T: Technische Maßnahmen; Absauganlage, Lüftung, oder Ähnliches (wenn Substitution nicht möglich)

O: Organisatorische Maßnahmen; (wenn erst genannte Maßnahmen nicht anwendbar oder ausreichend sind)

P: Persönliche Schutzausrüstung; sollte als letztes Mittel der Wahl angewendet werden

Messung durch die GSA

Im Zuge der Änderung des Grenzwertes ist eine erneute Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen am Arbeitsplatz notwendig und sinnvoll. Eine Staubmessung kann beispielsweise mit unserem Messgerät SG10-2 erfolgen. Der Vorteil hier liegt in der sowohl stationären wie auch mobilen, personengetragenen Messung. So lässt sich ein repräsentatives Abbild der Belastung während der Arbeitszeit ermitteln. Um die Staubbelastung in der Raumluft zu messen, empfiehlt sich die Verwendung des PM4-2, welches sich durch ein großes Probevolumen auszeichnet. Bei Fragen sprechen Sie uns gerne an!

 

Quellen:
[1]: https://www.arbeitsschutz-portal.de/beitrag/asp_news/6977/2019-neuer-arbeitsplatzgrenzwert-fuer-a-staub-gilt.html
[2]: https://www.deutsche-handwerks-zeitung.de/baustaub-ab-2019-strengere-arbeitsplatzgrenzwerte/150/22776/336247
[3]: https://www.hwk-cottbus.de/artikel/baustaub-ab-2019-strengere-arbeitsplatzgrenzwerte-7,0,4416.html
[4]: https://www.bau-auf-sicherheit.de/sicher-gesund/staub.html?src=asp-cu&typ=dl&cid=6977