Flüchtige organische Verbindungen (VOC)

Definition

Unter der Abkürzung VOC versteht man Volatile Organic Compounds, also flüchtige organische Verbindungen in der Innenraumluft. Zu dieser Kategorie gehören Kohlenwasserstoffe, Alkohole oder organische Säuren. Man betrachtet einen Siedepunkt zwischen 50 und 260° Celsius. Eine weitere Unterscheidung wird in sehr leicht flüchtig (Very Volatile Organic Compounds, VVOC) und in schwerflüchtige organische Verbindungen (Semivolatile Organic Compounds, SVOC). Zusammengefasst werden die Konzentrationen beider Gruppen und ergeben dann den sogenannten TVOC-Wert (Total Volatile Organic Compounds).

Vorkommen

Flüchtige organische Verbindungen können in jeder Wohnung vorkommen. Sie können in Kleber, Wandfarbe und Möbellacken enthalten sein. Während der üblichen Abnutzung, bzw. Verweildauer in der Wohnung werden  diese im Laufe der Zeit in die Raumluft abgegeben. Eine erhöhte Konzentration kann beispielsweise nach Renovierungsarbeiten vorliegen, speziell dann, wenn eine unzureichende Belüftung, bzw. Auslüftung stattgefunden hat.

Gefahr

Die Gefahr der flüchtigen organischen Verbindungen besteht in der Aufnahme durch die Atemwege. Die Verbindungen können Reizungen der Lunge hervorrufen. Ebenso können die Augen betroffen sein und es können allergische Reaktionen ausgelöst werden. Besteht Hautkontakt kann es ebenfalls zu Reizungen kommen oder durch wiederholten Kontakt zur Sensibilisierung und den daraus entstehenden Reaktionen. Weitere Gefahren wie eine Schädigung des Erbgutes oder eine karzinogene Wirkung kann je nach Stoff nicht ausgeschlossen werden. Das vielleicht größte Gefährdungspotential liegt im unbewussten Kontakt. Häufig ist eine Belastung durch VOC nicht sensorisch zu bemerken, d.h. man riecht es nicht (oder nicht stark) und ist demzufolge länger der Konzentration ausgesetzt. Erst wenn Beschwerden auftreten, wird eine Belastung wahrgenommen.

GSA

Treten nach einer Renovierung etwa gesundheitliche Probleme auf, beispielsweise Kopfschmerzen, Schwindel oder ähnliches, so liegt der Verdacht nahe, dass es sich um eine VOC-Belastung handeln könnte. Um dies nachzuweisen, kann mit unserem Messgerät SG350ex eine Innenraumluftmessung erfolgen. Werden größere Volumenströme benötigt, können die Geräte SG5100ex oder SG5200 genutzt werden. Anhand der Messergebnisse kann eine Einschätzung der Belastung durch flüchtige organische Verbindungen erfolgen. Mit dieser Analyse können dann Maßnahmen geplant und durchgesetzt werden, um die Gefährdung zu minimieren, bzw. zu beseitigen.

 

Quellen:
[1]: http://www.innenraumluft.nrw.de/4_schadstoffe/voc.php
[2]: https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/pdfs/Handreichung.pdf
[3]: https://www.dguv.de/ifa/praxishilfen/innenraumarbeitsplaetze/chemische-einwirkungen/fluechtige-organische-verbindungen-(voc)/index.jsp
[4]: https://www.bmu.de/themen/gesundheit-chemikalien/gesundheit-und-umwelt/innenraumluft/fluechtige-organische-verbindungen/
[5]: https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/kommissionen-arbeitsgruppen/ausschuss-fuer-innenraumrichtwerte-vormals-ad-hoc#textpart-3
[6]: https://www.gsa-messgeraete.de/

Faseranalyse und Messung

Faseranalyse

Was ist eine Faser?

Eine Faser wird durch ihre spezifische längliche Geometrie definiert. Dazu gehört eine Länge größer als 5µm und ein Durchmesser kleiner als 3µm. Daraus ergibt sich ein charakteristisches Länge-Durchmesser-Verhältnis von 3:1. Diese speziellen Fasern werden WHO-Fasern genannt. Beispiele für Fasern dieser Art sind Asbest, organische oder künstliche Mineralfasern.
Es gibt verschiedene Einsatzgebiete für die unterschiedlichen Fasern. So wurde Asbest früher beim Hausbau eingesetzt. Jedoch wird Asbest normalerweise nicht mehr verwendet. Des Weiteren ist es seit 1993 in Deutschland verboten, Asbest oder asbesthaltige Produkte zu verkaufen, herzustellen oder anderweitig zu nutzen*.

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